Details

"Bruch, Martin, Schoenfield – Piano Trios"

Komponist: Max Bruch, Frank Martin, Paul Schoenfield

Interpret(en): TRIO PANTA RHEI, Gudrun Pagel, Sonja Asselhofen, Julia Vaisberg

Aufnahme: 2007

Qualität: DSD

EAN: 4260052380390

Bestell-Nr.: ARS 38 039

Preis: 21,00 €

Spieldauer: 67:49

Veröffentlicht: 01.10.2008


Max Bruch (1838-1920)
Acht Stücke für Klarinette, Bratsche und Klavier oder Violine, Violoncello und Klavier (1908/09)
    1    Andante
    2    Allegro con moto
    3    Andante con moto
    4    Allegro agitato
    5    Rumänische Melodie (Andante)
    6    Nachtgesang (Andante con moto)
    7    Allegro vivace, ma non troppo
    8    Moderato

Frank Martin (1890-1974)
Trio über irische Volksweisen für Violine, Violoncello und Klavier (1925/26)
    9    Allegro moderato
    10    Adagio
    11    Gigue – Allegro

Paul Schoenfield (1947)
Café Music für Violine, Violoncello und Klavier (1986)
    12    Allegro
    13    Andante moderato
    14    Presto


TRIO PANTA RHEI:
Gudrun Pagel, Violine
Sonja Asselhofen, Violoncello
Julia Vaisberg, Klavier 
Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. Max Bruch: Andante 03:34  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Max Bruch: Allegro con moto 02:15  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Max Bruch: Andante con moto 06:41  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Max Bruch: Allegro agitato 03:43  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Max Bruch: Rumänische Melodie (Andante) 04:57  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Max Bruch: Nachtgesang (Andante con moto) 05:59  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Max Bruch: Allegro vivace, ma non troppo 03:29  320 kbit/s   
 
1,20 € 
08. Max Bruch: Moderato 05:11  320 kbit/s   
 
1,20 € 
09. Frank Martin: Allegro moderato 04:38  320 kbit/s   
 
1,20 € 
10. Frank Martin: Adagio 05:38  320 kbit/s   
 
1,20 € 
11. Frank Martin: Gigue – Allegro 05:20  320 kbit/s   
 
1,20 € 
12. Paul Schoenfield: Allegro 06:01  320 kbit/s   
 
1,20 € 
13. Paul Schoenfield: Andante moderato 05:10  320 kbit/s   
 
1,20 € 
14. Paul Schoenfield: Presto 04:34  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Bruch, Martin, Schoenfield – Piano Trios 67:49 SACD  
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Rezensionen
Redaktion Klassik.com
Interpretation: 4 Sterne
Klangqualität: 4 Sterne
Repertoirewert: 4 Sterne
Booklet: 4 Sterne


Musikantische Berufung auf Heraklit
Schon der alte Heraklit wusste, dass man nicht zweimal in denselben Fluss steigen kann. Kurz gefasst wurde aus dieser wesentlichen existenziellen Erfahrung der Aphorismus ‚Panta rhei’ – ‚Alles fließt’. Dieses Bild passt wohl auf keine Kunstform besser als auf die Musik, und so überrascht es nicht, den berühmten Worten in der Musik besonders häufig zu begegnen. Hier ist es ein junges Kölner Klaviertrio, bestehend aus Gudrun Pagel (Violine), Sonja Asselhofen (Violoncello) und Julia Vaisberg (Klavier), das den Aphorismus als Namen auserkoren hat; ein Name übrigens, der auch strikt als Programm ausgelegt wird. Die Musikerinnen nämlich wollen sich, so liest man im Booklet, stets neu erfinden und unermüdlich neue Wege erproben, also im weitesten Sinne ‚im Fluss’ bleiben, was ein Repertoire bedeutet, das Bearbeitungen ebenso einschließt wie ‚untypische’ Klaviertrios.

Bruch, Martin und Schoenfield
Die beim Label Ars Produktion als SACD erschienene Produktion vermittelt von dieser Repertoirewahl einen lebendigen Eindruck. Sofort fällt ins Auge, dass keines der großen Repertoirestücke vorhanden ist. Zu Beginn erklingen die ‚Acht Stücke für Violine, Violoncello und Klavier’ von Max Bruch; die man landläufig als op. 83 für Klarinette, Viola und Klavier kennt. Eine der erwähnten Bearbeitungen also? Ja, aber vom Komponisten selbst, der die Stücke zwecks effektiverer Vermarktung auch für die Klaviertrio-Besetzung eingerichtet hat. Typisch sind die folgenden Stücke ebenfalls nicht. Den Schweizer Frank Martin würde man wohl nicht an erster Stelle mit einem ‚Trio über irische Volksweisen’ in Verbindung bringen. Und die ‚Café Music’ des Amerikaners Paul Schoenfieldt verleugnet dessen jüdische Wurzeln nie und bringt einiges an Klezmer-Anklängen. Der Komponist scheint es gut zu verstehen, keine klare Stellung zu beziehen zwischen Ironie und Ernst – ist manche Floskel tatsächlich so hemmungslos sentimental gemeint, oder soll man schmunzeln? Beides scheint möglich.

Beherzt und musikantisch
Das Trio Panta Rhei weiß von Beginn an durch den beherzten und im positivsten Sinne musikantischen Zugriff zu gefallen. Die Stücke von Max Bruch werden so intensiv und tief empfunden gespielt, dass man diese Fassung bedenkenlos als Original ansehen würde; den vermeintlich größeren Farbreichtum durch das Blasinstrument Klarinette vermisst man zu keiner Zeit. Dass die Intonation nicht an allen Stellen ganz lupenrein ist, wird man leicht verschmerzen, vor allem wenn es gälte, die vorhandene interpretatorische Wärme gegen eine nüchtern-kühle technische Perfektion einzutauschen. Dass die drei Musikerinnen auch mit der rhythmisch anspruchsvollen Musik Frank Martins und den Klezmer-Klängen Schoenfields bestens zurecht kommen, beweist ihre grenzgängerischen Ambitionen. Zwar ist die ‚Café Music’ nach meiner Einschätzung ein zweifelsohne effektvoller Schluss; was die musikalische Tiefe angeht, wird sich das Werk gegen Bruchs ‚Acht Stücke’ und Martins geistreiche Suite nach mehrmaligem Hören aber nicht behaupten können.

Guter Klang, warme Empfehlung
Die Klangqualität der 2007 entstandenen Aufnahmen weist auf der einen Seite keinerlei Mängel auf, zündet jedoch auch kein audiophiles Feuerwerk. Es wurde eine ausgewogene Balance gefunden; die Mehrkanalversion gewinnt jedoch keine nennenswerte Räumlichkeit. Das Booklet wirkt mit seinen zahlreichen und ausnahmslos in Graustufen gehaltenen fotographischen Abbildungen recht vornehm. Zentrale Werktitel und Komponistennamen in den Texten farblich hervorzuheben, ist ein schlichter Einfall, der die Orientierung aber massiv erleichtert – zum Glück wurde das Ergebnis durch ‚zu viel des Guten’ nicht zu bunt. Eine für entdeckungsfreudige und mehr mit dem Bauch als dem Verstand hörende Kammermusikfreunde ist diese Platte wärmstens zu empfehlen!

Kritik von Christian Vitalis, 15.12.2008
 
Fono Forum 2/09
Musik: 3 Sterne
Klang: 4 Sterne

...da dominiert die Geschmeidigkeit.. das Fließen als klangästhetisches Ideal...
...brillant gespieltes Finale von Schoenfields „Cafémusic“...
 
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