Details

"Chamber Music for Bassoon and Piano "

Komponist: Robert Schumann

Interpret(en): Matthias Rácz, Yu Kosuge

Aufnahme: 12.-15.11.2007

Qualität: DSD

EAN: 4260052380345

Bestell-Nr.: ARS 38 034

Preis: 21,00 €

Spieldauer: 65:22

Veröffentlicht: 20.08.2008


Kammermusik für Fagott und Klavier

Immer wieder wurde dem kammermusikalischen Spätwerk Schumanns nachlassende Schöpferkraft attestiert, ein kaum auszurottendes Vorurteil, das vornehmlich auf seinen ersten Biographen, Wilhelm Joseph von Wasielewski, zurückgeht. Wenn auch die umfänglichen Streich- und Klavierquartette in den Jahren zuvor entstanden waren, so verstand es Schumann doch unvergleichlich, nunmehr auch in kleineren aber hochkonzentrierten Charakterstücken und Miniaturen den romantischen Geist einzufangen und auf die reine Essenz zu reduzieren. Angesichts dieser Miniaturistik von „nachlassender Schöpferkraft“ zu sprechen bedeutet letztendlich, Masse mit Qualität zu verwechseln. Dies gilt gerade auch für die „Fünf Stücke im Volkston“ op. 102 für Violoncello und Klavier, die Schumanns Projektenbuch unter dem April 1848 verzeichnet („5 leichte Stücke im Volkston für Violoncell u. Pianoforte“). Auch hier hat Schumann mit Rücksicht auf verlegerisches Kalkül und auf einen breiten Interessenten- bzw. Interpretenkreis Besetzungsalternativen vorgesehen. Er kam mit dieser Praxis einer Musikauffassung entgegen, die Musik nicht nur für den virtuosen Auftritt im Konzertsaal, sondern auch für das häusliche Musizieren verfügbar machen wollte. Insbesondere in den „Fünf Stücken im Volkston“ wird dies deutlich, schon dem Titel nach. Schumanns Zuflucht in das ungefährdete Idyll korrespondiert hier, wie auch bei den anderen auf dieser CD vereinten Werken, mit dem zunehmenden Interesse an kleinbesetzter Musik und neuen Klangkombinationen, an großbürgerlicher Gesellschaftsmusik.


Robert Schumann (1810-1856)

Fünf Stücke im Volkston für Violoncello/Violine und Klavier op. 102 (1849)
    1    Vanitas vanitatum. Mit Humor
    2    Langsam
    3    Nicht schnell, mit viel Ton zu spielen
    4    Nicht zu rasch
    5    Stark und markiert

Adagio und Allegro für Klavier und Horn op. 70 (1849)
        (Fassung für Violoncello und Klavier)
    6    Langsam, mit innigem Ausdruck –
    7    Rasch und feurig

Drei Romanzen für Oboe/Klarinette/Violine und Klavier op. 94 (1849)
    8    Nicht schnell
    9    Einfach, innig
    10    Nicht schnell

Drei Fantasiestücke für Klarinette/Violine/Violoncello und Klavier op. 73 (1849)
    11    Zart und mit Ausdruck
    12    Lebhaft, leicht – Coda: Nach und nach ruhiger
    13    Rasch und mit Feuer – Coda – Schneller

Waldszenen. Neun Klavierstücke op. 82 (1848/49)
        (nach der Bearbeitung für Klavier und Oboe
        von Wolfgang Renz, arrangiert von Matthias Rácz)
    14    Eintritt
    15    Jäger auf der Lauer
    16    Einsame Blumen
    17    Verrufene Stelle
    18    Freundliche Landschaft
    19    Herberge
    20    Vogel als Prophet
    21    Jagdlied
    22    Abschied


Matthias Rácz, Fagott • Yu Kosuge, Klavier
 
Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. Stücke im Volkston op. 102 - Vanitas vanitatum. Mit Humor 02:57  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Stücke im Volkston op. 102 - Langsam 02:59  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Stücke im Volkston op. 102 - Nicht schnell, mit viel Ton zu spielen 04:14  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Stücke im Volkston op. 102 - Nicht zu rasch 02:11  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Stücke im Volkston op. 102 - Stark und markiert 03:00  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Adagio op. 70 - Langsam, mit innigem Ausdruck 03:19  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Allegro op. 70 - Rasch und feurig 04:24  320 kbit/s   
 
1,20 € 
08. Romanzen op. 94 - Nicht schnell 03:26  320 kbit/s   
 
1,20 € 
09. Romanzen op. 94 - Einfach, innig 03:56  320 kbit/s   
 
1,20 € 
10. Romanzen op. 94 - Nicht schnell 04:04  320 kbit/s   
 
1,20 € 
11. Fantasiestücke op. 73 - Zart und mit Ausdruck 03:06  320 kbit/s   
 
1,20 € 
12. Fantasiestücke op. 73 - Lebhaft, leicht – Coda: Nach und nach ruhiger 03:00  320 kbit/s   
 
1,20 € 
13. Fantasiestücke op. 73 - Rasch und mit Feuer – Coda: Schneller 03:45  320 kbit/s   
 
1,20 € 
14. Waldszenen op. 82 - Eintritt 01:51  320 kbit/s   
 
1,20 € 
15. Waldszenen op. 82 - Jäger auf der Lauer 01:29  320 kbit/s   
 
1,20 € 
16. Waldszenen op. 82 - Einsame Blumen 02:05  320 kbit/s   
 
1,20 € 
17. Waldszenen op. 82 - Verrufene Stelle 02:46  320 kbit/s   
 
1,20 € 
18. Waldszenen op. 82 - Freundliche Landschaft 01:14  320 kbit/s   
 
1,20 € 
19. Waldszenen op. 82 - Herberge 02:02  320 kbit/s   
 
1,20 € 
20. Waldszenen op. 82 - Vogel als Prophet 03:40  320 kbit/s   
 
1,20 € 
21. Waldszenen op. 82 - Jagdlied 02:18  320 kbit/s   
 
1,20 € 
22. Waldszenen op. 82 - Abschied 02:56  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Chamber Music for Bassoon and Piano 65:22 SACD  
21,00 €
Tipps

Rezensionen
Redaktion Klassik.com
Marion Beyer von klassik.com schrieb am 12.12.2008 Folgendes über diese Cd:
"Das kammermusikalische Spätwerk Robert Schumanns ist unter Musikliebhabern verschiedenster Instrumente weit verbreitet. Nicht aufgrund nachlassender Schöpferkraft – Schumann konzentriert sich
beispielsweise bei den 'Fünf Stücken im Volkston' auf größtmöglichen Ausdruck auf kleinstem Raum –, sondern mehr aus finanziellen Aspekten wies der Düsseldorfer Komponist vielen seiner Charakterstücke gleich mehrere Besetzungsalternativen zu.

Das junge Künstlerduo Matthias Rácz und Yu Kosuge stellt sich der interpretatorischen Herausforderung in der Variante Fagott und Klavier, obwohl keines der eingespielten Werke die Besetzungsalternative mit Fagott als Option anbietet. Gleichwohl wird der Fagottist gleich im ersten der 'Fünf Stücke im Volkston' der Satzbezeichnung 'Mit Humor' vollauf gerecht.
[…] deutet der Fagottist bereits in diesen fünf Stücken an, was im Verlauf dieser Einspielung zu seinem Markenzeichen werden soll: Rácz verfügt über eine erstaunlich variable Anblastechnik und einen runden, bauchigen Klang auf seinem Instrument, welcher sich der Ausdrucksvielfalt des gewünschten Streichinstrumentes enorm anpasst.

Der Klavierpart spielt auch in den übrigen Schumannschen Werken, dem 'Adagio und Allegro', den 'Drei Romanzen', 'Drei Fantasiestücken' und letztendlich den berühmten 'Waldszenen', ursprünglich als neun solistische Klavierstücke konzipiert, eine untergeordnete Rolle. Die erst 26-jährige Pianistin Yo Kosuge meistert ihren Begleitpart mit technischer Perfektion und einem sensiblen Gespür für die Interpretationseigenheiten des Fagottisten. […]

Äußerst positiv bewertet werden muss […] die Grundidee, ein Fagott anstelle der jeweiligen Besetzungsalternativen Klarinette, Oboe, Horn, Violoncello oder Violine zu verwenden. Rácz’ schöne und lange Phrasenführung entspricht der möglichen endlosen Melodienlinie eines Streichinstrumentes. Insbesondere die 'Drei Romanzen' wirken mit dem überaus kultivierten und kantablen Klang des tiefen Holzblasinstrumentes sehr überzeugend. Trotz der üblichen, in der technischen Ausführung anstrengenden Melodiephrasierung Schumanns scheint Rácz atemtechnisch nicht annähernd an seine Grenzen zu stoßen, setzt er doch keine einzige hörbare Atmung an falscher Stelle ein.

Die getroffene Werkauswahl der Aufnahme des Labels Ars Produktion ist bereits auf zahlreichen Einspielungen anderer Plattenfirmen in verschiedenen Besetzungen belegt. Trotzdem bietet die Wahl des Fagotts als Melodieinstrument einen anderen Betrachtungswinkel auf die typisch romantischen Werke der Spätkompositionen Schumanns."
 
Ensemble 01-2009 Februar / März
Repertoirewert: 4 Sterne
Klang: 5 Sterne
Interpretation: 5 Sterne


Diether Steppuhn schrieb in ensemble Folgendes über diese Cd:
""Neues" Schumann-Erlebnis

Entweder Schumann selbst oder seine Verleger haben seine klavierbegleiteten Instrumentalstücke mit Alternativvorschlägen versehen: op. 94 für Oboe/Klarinette/Violine, op. 70 für Horn/Cello, op 102 für Cello/Violine, op. 73 für Klarinette/Violine/Celio. Nirgends erscheint das Fagott. Matthias Rácz muss sich gefragt haben, warum bei solcher Freizügigkeit der Instrumentenwahl nicht auch sein Instrument in Frage kommen soll. Er war mutig und spielte für diese SACD die wohlbekannten Werke aus Schumanns Dresdner Zeit auf seinem Fagott. Der Effekt ist verblüffend. Hat man nicht alle "Originale" im Ohr: op. 70 mit Horn, op. 102 mit Cello, op. 94 mit Oboe, op. 73 mit Klarinette? Kennt man nicht auch die meisten üblichen Instrumental-Alternativen? Und hier kommt der Kobold unter den Blasinstrumenten und öffnet - in warmem Raumklang - die Tür zu einem wundersam neuartigen Hörerlebnis: das ist fast so etwas wie ein neuer Schumann! Wer's nicht glaubt, versenke sich zuerst in die in extremen Stimmungen schwelgenden Klavierstücke op. 82, die der junge Fagottist aus einer Oboen-Fassung für sich neu bearbeitet hat. Das ist großartige Bläserkunst mit kongenialer Klavierbegleitung!"
 
Fono Forum Januar 2009
Musik: 4 Sterne
Klang: 4 Sterne

M.S. schrieb im Fono Forum Folgendes über diese Cd:
"Beseelt

In der romantischen Kammermusik spielt das Fagott - wenn überhaupt - eine untergeordnete Nebenrolle. Schade eigentlich, muss man nach dem Anhören dieser CD sagen. Denn die hier eingespielten Schumann-Bearbeitungen zeugen eindrucksvoll von der unterschätzten Vielseitigkeit des Instruments mit den warmen Farben.
[...] insgesamt gelingen Matthias Rácz und seiner Klavierpartnerin Yu Kosuge herrlich beseelte und klangsinnliche Interpretationen: eine sehr schöne Aufnahme für Fagott-Fans und alle, die es noch werden wollen."
 
Fanfare Magazine July/Aug 2009
Steven E. Ritter schrieb im Fanfare Magazine Folgendes über diese Cd:
"Schumann’s so-called short chamber works have proved a cornucopia for instruments other than the original dedicatees. On these two outstanding albums, there is only one piece intended for one of the instruments (cello), and none for the bassoon, though Schuman, for practical purposes, did designate certain alternative choices in the instrumentation if the situation warranted it. The Five Pieces in Folk Style was created for the cello, and Isserlis plays it beautifully, though Rácz, principal bassoonist for the Tonhalle Zurich Orchestra and the Lucerne Festival Orchestra, plays it with equal aplomb and insight. Listening to both these discs in the order you see them above was most instructive, and yet confusing at the same time. I adore Isserlis’s playing in general—a more lyrical cellist you will not find on the contemporary scene—but found his renditions subordinate to that of the bassoon. Why, I am not sure, as Isserlis does everything one could ask for, indeed, everything that can be done; perhaps it is my own knowledge of these originals that were mostly provided for wind instruments, and Schumann unconsciously wrote with their timbres in mind. Certainly that is the case in the Three Romances, op. 94, where the very line of the oboe seems perfect only for that instrument. Hearing it an octave lower, while it does not irrevocably harm the piece, does present it in a slightly disjointed manner.
Yet the Adagio and Allegro, conceived for horn, lies easily on the ears and flexibly on either cello or bassoon, and both have been recorded numerous times, none better than here. Fantasy Pieces, op. 73, also seems more easily adapted than the op. 94, maybe because of the clarinet’s smoother sound that fits range-wise into the broader and lower sound ranges of either of the baritone instruments.
Two of the pieces here, one on each disc, are specially arranged for the occasion. Isserlis tears into the Third Violin Sonata with a passion and commitment that you rarely hear from a violinist. This hybrid and haunted piece, put together to form the work that Schumann suggested with contributions from himself, Albert Dietrich, and Brahms (his “F.A.E. Sonata”), was eventually taken over completely by Schumann, who fashioned his own sonata (he had created two of the four movements). It was his last work and it is a barnburner, passionate and gloriously romantic. Isserlis does it fine credit, and this work alone would be worth the price of the disc.
Rácz has his own arrangement, this time of the wonderfully evocative Forest Scenes, and I launched into a listening session with some trepidation; I love this piece dearly, and the idea of inserting a bassoon playing one of the parts seemed impracticable, and hardly respectful of the original. To my delight, it is not bad at all, though my preferred listening will always be the piano original.
So we have a fine collection of miscellaneous Schumann played by two highly exceptional musicians, ably accompanied by partners of equal worth. If you do not have any of these works, I probably would suggest that you first acquire the original versions. Let me encourage acquisition of an album from 1996 on the Ars Musici label by the Ensemble Aventure. It has the op. 94 oboe Romances, Folk Style Pieces, horn piece, and op. 73 Fantasy Pieces, plus a spectacular arrangement of the op. 44 Piano Quintet for piano and winds. Only the Folk Style Pieces are given on bassoon instead of cello. This plus one or either of these present discs should set you in good stead. The Rácz album has excellent surround sound, though I find it hard to choose between the two, slightly preferring, as I said, the bassoon disc. What the heck—get them both!"
 
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