Details

"Forgotten Treasures, Vol. 2 | Franz Danzi: Fagottkonzerte"

Komponist: Franz Danzi

Interpret(en): Jane Gower, Kölner Akademie, Michael Alexander Willens

Aufnahme: 03.-05.01.2006

Qualität: DSD

EAN: 4260052380192

Bestell-Nr.: ARS 38 019

Preis: 21,00 €

Spieldauer: 57:45

Veröffentlicht: 14.08.2006


Danzis Fagottkonzerte – vergessene Schätze

Wenn man den Namen Franz Danzi erwähnt, erntet man sogar in kulturell informierten Kreisen wahrscheinlich nur ein gleichgültiges Achselzucken oder verständnislose Blicke. Sogar unter Fagottisten, die eigentlich besonders dankbar für seine reichen Beiträge zu unserem Repertoire sein sollten, trifft man öfter auf ein leicht gelangweiltes Gähnen als auf die enthusiastische Schwärmerei, die Mozart oder Weber hervorrufen würden. Dies war mit Sicherheit zu Danzis Lebzeiten nie der Fall; er wurde von seinen Zeitgenossen einstimmig bewundert und als vollendete und einflussreiche Persönlichkeit der Musik hoch geschätzt.

Musik auf historischen Instrumenten
Franz Danzi (1763-1826)
Ouvertüre in Es-Dur (P32)

Fagottkonzert in g-moll *
2  Allegro maestoso
3  Andante
4  Polacca - Allegretto

Fagottkonzert in C-Dur
5  Allegro non troppo
6  Andante
7  Rondo - Allegretto

Fagottkonzert in F-Dur
8  Allegro
9  Andante
10 Polacca

 

Jane Gower, Fagott
Kölner Akademie
Michael Alexander Willens, Dirigent

* Die Rechte an dem Konzert liegen bei Dr. Volkmar von Pechstaedt

Fagott: Kopie durch David Mings (Amsterdam) von Bühner & Keller, Strasbourg, ca. 1806

Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. Ouvertüre in Es-Dur (P32) 05:04  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Fagottkonzert in g-moll, 1. Satz (Allegro maestoso) 11:14  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Fagottkonzert in g-moll, 2. Satz (Andante) 02:56  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Fagottkonzert in g-moll, 3. Satz (Polacca - Allegretto) 06:17  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Fagottkonzert in C-Dur, 1. Satz (Allegro non troppo) 09:00  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Fagottkonzert in C-Dur, 2. Satz (Andante) 02:25  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Fagottkonzert in C-Dur, 3. Satz (Rondo - Allegretto) 03:01  320 kbit/s   
 
1,20 € 
08. Fagottkonzert in F-Dur, 1. Satz (Allegro) 09:07  320 kbit/s   
 
1,20 € 
09. Fagottkonzert in F-Dur, 2. Satz (Andante) 02:16  320 kbit/s   
 
1,20 € 
10. Fagottkonzert in F-Dur, 3. Satz (Polacca) 06:25  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Forgotten Treasures, Vol. 2 | Franz Danzi: Fagottkonzerte 57:45 SACD  
21,00 €
Tipps

Rezensionen
Klassik.com
Interpretation: 4 Sterne
Klangqualität: 5 Sterne
Repertoirewert: 4 Sterne
Booklet: 4 Sterne

Danzis Schwungvolles Fagott

Uwe Schneider von klassik.com schrieb am 05.11.2006 Folgendes zu der Cd:
"[...] Das Klangbild ist belebt, äußerst transparent und mit der schwungvollen Leitung Michael Alexander Willens ein großer Hörgenuss. Kontrastreich, vital und atmosphärisch dicht klingt das, entwickelt eine angenehme Leichtigkeit und hat tänzerisch inspirierte Spielfreude. Für die kunstfertig agierende Solistin Jane Gower ist das mehr als nur eine Untermalung, es kommt zum inspirierten musikalischen Dialog. Ihrem Instrument entlockt sie eine enorme Farbpalette an Tönen, entwickelt rhythmische Prägnanz (vor allem in den Polacca-Finalsätzen) und findet nicht nur in den Kadenzen zu natürlicher Virtuosität. Lustvoll dringt sie bis in die von Danzi immer wieder geforderten extremen Lagenbereiche vor, scheut nicht die Kanten des schnarrenden, trötenden Klangeffekts und weiß in den Mittelsätzen die lyrischen Möglichkeiten der Tenorstimme mit breit angelegter Phrasierung glanzvoll umzusetzen. Den Melodiebögen gewinnt sie mit vollem, rundem Ton immer wieder überraschende dynamische Akzente ab, was nicht unwesentlich zum lebendigen Eindruck der Interpretation beiträgt. All das zeugt von der überragenden spieltechnischen Fertigkeit Jane Gowers.
Diese aus verschiedenen Schaffensperioden Danzis stammenden Werke sind - ohne ästhetische revolutionär zu sein - reizvoll in ihrem melodischen, bis hin zum Volksliedhaften reichenden, Einfallsreichtum und meisterliche Exempel für das Solokonzert um 1800. Diese solistische Unterhaltungsmusik, entstanden an der Grenze zwischen Höfischem und Bürgerlichem, hat den Ausübenden der Einspielung offenbar ebensoviel Spaß gemacht, wie sie dem Zuhörer der fertigen Produktion bereiten wird."
 
Fono Forum 02/07
Im Fono Forum (afri) erschien folgende Kriritk über diese Cd:
"Ungemütlich
Der Dirigent Michael Alexander Willens und seine mit bekanntem Alte-Musik-Personal besetzte Kölner Akademie rücken der biedermeierlichen Gemütlichkeit, die bei Werken Franz Danzis so gefährlich nahe ist, erfolgreich zu Leibe: Mit akzentfreudigem, dynamischem Spiel und einem drahtigen Orchesterklang, der wirklich kein Gramm Fett zu viel hat, lassen sie die virtuosen Fagottkonzerte in einem ungewohnten Licht erscheinen. Die erdigen Töne des von Jane Gower sensibel geblasenen Fagotts tun ein Übriges. Schön zu hören, wie die Musiker im Andante des g-Moll-Konzerts der Sentimentalität der opernhaften Kantilene über Pizzicato-Streichern widerstehen und den nachfolgenden, sehr genrehaften Polacca-Satz mit einer Prise verschmitztem Humor nehmen."
 
"Rohrblatt" - Heft 2/2007
Diether Steppuhn schrieb im Rohrblatt Folgendes über diese Cd:
"Klangerlebnis. Wenn ich als erstes über das historischer Aufführungspraxis folgende, also auch in tieferer Stimmung spielende Orchester dieser Einspielung spreche, dann deshalb, weil es vorweg ein Sonderlob verdient, klingt es doch wie das mir wohlbekannte Concerto Köln in seinen besten Tagen: filigran feinzeichnend, durchhörbar in allen Passagen, in dynamischen Extremen verhauchend pianissimo, dann unvermittelt explosiv fortissimo – man sitzt auf der Stuhlkante mit gespitzten Ohren, um nur keine Feinheit des Orchesterparts zu verpassen. Dann schaue ich ins Booklet und lese bei den Bläsern vertraut Klingendes, Querflöte: Martin Sandhoff, Oboe: Michael Niesemann, Fagott: Lorenzo Alpert – vom Concerto Köln wohlvertraute Namen... Beim Weiterlesen finde ich den kundigen Kommentar der Fagottsolistin Jane Gower, die berichtet, wie opulent das Orchester im faszinierenden g-Moll-Konzert besetzt ist: zu den üblichen beiden Oboen und Hörnern gesellen sich Querflöte, zwei Fagotte, Trompeten und Trommeln, ja sogar eine Baßposaune – die ersten Takte des Mittelsatzes sind eine Klangwonne: Soloflöte über tiefem Blech, bevor das Solofagott über sparsamem, später nur gezupftem Streichertutti sein Lied singt und dabei Oktavsprünge zu bewältigen hat; und die heftigen Sforzato-Orchestereinwürfe in der abschließenden Polacca – in Webers Bläserkonzerten gibt’s sie auch – reißen den Hörer schier vom Sitz! Danzi, aufgewachsen mit der dynamischen Vielfalt der späten Mannheimer Schule, hat seiner Phantasie keine Grenzen gesetzt und mit einer oft überraschenden Fülle von Einfällen seine Werke äußerst lebendig zu gestalten gewußt, wie sich hier erleben läßt. Schon im Plattenfüller, der einleitenden Ouvertüre – vermutlich eine Zwischenaktsmusik in einer Oper –, sind die dynamischen Kontraste bemerkenswert; wenn etwa in einer Forte-Steigerung zum Dominantseptakkord zwei Hörner im Fortissimo trillern, mag man seinen Ohren nicht trauen. Die drei Konzerte sind von unterschiedlichem Gehalt. Das g-Moll-Werk lebt im Kopfsatz von großen Dynamik- und Tempogegensätzen, düsterne Verhangenheit mündet in explosive Vehemenz, die Stimmungen schwanken hin und her und das Fagott vermittelt diese Stimmungen herzergreifend. Das liegt aber auch an Jane Gower – sie gehört zu den begehrtesten Fagottistinnen, spielt in allen bekannten Ensembles der historischen Musikszene Europas und kann mit dem Nachbau eines Straßburger Instruments von Bühner & Keller um das Jahr 1806 von David Mings in Amsterdam ein herrlich sonores Fagott mit wenigen Klappen einsetzen. Sein dunkler, tiefer, schmeichelhafter Ton fügt sich deutlich und dennoch sehr partnerschaftlich ins Klangbild des Orchesters ein, so daß die Solistin bei aller virtuosen Vertracktheit mancher Passagen nirgends als Primadonna erscheint. Das von Jane Gower aufgenommene F-Dur-Konzert – auch hier wirkt wieder die Baßposaune mit, die wohl ad libitum genannt ist – ist Danzis bekanntestes und auch mehrfach eingespielt worden. Das C-Dur-Konzert schließlich ist eine Fundgrube schöner Melodien, häufig wechselnder Harmonien und im Schlußsatz ein köstliches Beispiel volksnaher Thematik in übermütiger Rondo-Brillanz. Die inhaltlich fast identische Konkurrenzaufnahme mit Albrecht Holder - anstelle einer Ouvertüre enthält sie jedoch ein attraktives zweites F-Dur-Fagottkonzert – ist mit prominentem und heller timbriertem Fagott in allen vier Werken bei aller Virtuosität des Solisten im Orchesterpart zu pastos und zu wenig dynamisch nuanciert: erst das Spiel der Kölner Akademie läßt erkennen, mit welch feinem Gespür für orchestrale Farben Danzi das Orchester aus seiner Begleiterrolle herausholt und zu einem gleichgewichtigen Partner des Solisten ausgestaltet. Hinzu kommt, daß anders als auch in anderen Einzelaufnahmen Jane Gower als wahrhafte „Prima inter pares“ nirgends auftrumpft, sondern sich kongenial ins musikalische Geflecht einordnet, aus dem sie immer dann mit bewundernswertem Spiel heraustritt, wenn Danzi sie solistisch bedenkt. So wird das klingende Ergebnis dieser bewußt gemeinschaftlich gestalteten Einspielung in ihren vielen Schattierungen mit einem sich wunderbar einfügenden klangvollen und auch virtuosen Solofagott zu einem hinreißenden Erlebnis. Die in packender Natürlichkeit mehrkanalig eingefangene Raumakustik macht diesen Silberling zu einer überzeugenden und empfehlenswerten Alternative; man bedauert nur, daß er von den fünf überlieferten Fagottkonzerten des weltgewandten und weitgereisten Komponisten nur drei enthält..."
 
Image Hifi 2/2007
Michael Vrzal schrieb in Image Hifi (2/ 2007) Folgendes über diese Cd:
"Ars Produktion - feine Klassik aus Deutschland

Ein Klassiklabel für Nachwuchskünstler, das die Wärme des analogen Klanges schätzt

Solche Labels kann es gar nicht genug geben. Ars Produktion wurde vor nunmehr 20 Jahren von einer Flötistin und einem Tonmeister gegründet, was alleine schon ein harmonisches Hand-in-Hand von Interpretenwahl und Klangphilosophie vermuten lässt. Tatsächlich sieht sich das Label aus Ratingen als Sprungbrett für aufstrebende Interpreten. Zudem bestechen die sorgfältig aufgemachten Produktionen mit audiophilen Qualitäten, Seit 2003 wird ausschließlich in DSD aufgenommen, da die resultierende SACD "die Präzision der digitalen Reproduktion rnit der Wärme des analogen Klanges" verbinde - so die Labelbetreiber. Die äußeren Bedingungen könnten besser nicht sein: Beide vorliegenden Produktionen etwa sind in der Wuppertaler
Immanuelkirche entstanden - ohrenscheinlich "in idealer Aufnahmeort, der mittelgroße klassische Besetzungen herrlich weich und rund ausschwingen und den Gedanken an elektronische Akustik-Helferchen gar nicht erst aufkommen lässt.
Es ist Musik wie diese Bläserkonzerte kaum bekannter Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts, die den leider immer wieder nötigen Nachweis liefert, dass es durchaus spannenden und hochklassige Klassik jenseits von Haydn, Mozart und Beethoven gibt - wenn man nur ein klein wenig Entdeckermut aufbringt.

]ane Gower, in Australien gebürtige, bei den renommiertesten europäischen Barockorchestern tätige Fagottistin, liefert mit ihrer CD ein überzeugendes Plädoyer für den Mozart-Zeitgenossen Franz Danzi ab. Drei seiner Fagottkonzerte hat sie eingespielt, und wer nur eine Aufnahme mit diesem Nobelsten unter den tiefen Blasinstrumenten sucht, der greife zu: Danzi wusste gleichermaßen effekt- wie gehaltvoll zu schreiben, und die Solistin verleiht ihrem Part Esprit und Substanz. Als Anspieltipp zu empfehlen: der dritte Satz "Polacca" aus dem g-Moll-Konzert, der alles beinhaltet, um den Musikliebhaber wie den Klang-Connaisseur zu begeistern: tänzelnde Polonaise-Passagen, Solokantilenen, stürmische Orchester- Eruptionen. Überhaupt, das Orchester: die Kölner Akademie orientiert sich mit ihrem kontrastreichen Spiel an der historischen Aufführungspraxis, bewahrt aber stets genug Klangsinnlichkeit, um nicht akademisch trocken zu wirken.

Bernhard Crusell kürte seinerzeit eine Zeitung zum beliebtesten schwedischen Komponisten. Das war im Jahr 1827, der Klarinettist hatte als Virtuose wie als Komponist ganz Europa bereist und sich dabei den Respekt von Publikum und Musikerkollegen erworben. Neben der Entdeckung von Crusells gefälligen, durchaus spritzigen Konzerten bietet die CD auch die Begegnung mit selten zu hörenden Klangfarben: Der Solisl Eric Hoeprich spielt einen Nachbau von Crusells Klarinette. Ihr Ton ist, entgegen dem heute gängigen, eher dickflüssigen Ideal, schlanker und obertonreicher, wirkt gar beweglicher. Eine sympathisch unsentimentale Stimmung weht so besonders durch die langsamen Sätze. Auch hier: sehr empfehlenswert, nicht nur für Klarinetten-Liebhaber."
 
Fanfare Magazine July/Aug 2009
Steven E. Ritter schrieb im Fanfare Magazine Folgendes über diese Cd:
"Of the period instruments currently on the scene—and I am generally not a fan—it is the bassoon that holds the most attraction for me. It alone makes me wonder sometimes whether the modern instrument is indeed a step forward, technical wizardry notwithstanding. The period bassoon has a plump, soft, and ultimately comforting tone that even the best of modern instruments cannot really match. Of course, you cannot cut through an orchestra with it, and that was not its role in the days of yesteryear; more to its liking was accompanying the basses and cellos with occasional solo bursts. But it does have a wonderfully pliant sound, and it’s not hard to understand why composers like Mozart and Franz Danzi found it attractive. Mozart left us one concerto, though there are rumored to be three or four times this many, and Danzi created five, plus a series of three bassoon quartets as well. Danzi, a product of the important Mannheim school, where innovation after innovation was the order of the day and composers were vying with each other to write for its soloists, was a cellist himself who would eventually leave a profound mark on the woodwind world. At age 20, he was already an orchestral soloist, and his career as pedagogue, performer, composer, and conductor was to know few equals.
It is strange that the bassoon concertos have not caught on with the public or even many bassoonists. This is probably due to the fact that the modern instrument can make mincemeat out of Danzi’s once formidable technical challenges for a seven or nine-keyed instrument. Consequently, if the bassoonist finds it trivial, so will the public. But in point of fact, these concertos are terrific vehicles for the most astute of modern players, and should be taken up more frequently. Though the F-Major work is popular for its lyrical Andante, the G-Minor offers many things to a modern listener, and is quite favorable in tone. When played with such an adeptness and lucid facility like that of Jane Gower, the excitement builds from the first bars, no matter which concerto is playing, and she proves herself a fully competent exponent of the period bassoon, and an able interpreter of Danzi’s difficulties.
The Overture in E♭ is a real smoker, punchy and exciting; I wish there were a few more on this album. However, with the excellent surround sound, vivid and very well balanced, this esoteric little surprise becomes an immediate Want List contender; it should contend for a place on your shelves also."
 
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