Das exquisite Label für klassische Musik
Komponist: Smetana, Strawinski, Khatchaturian, Prokofiev, Ravel, Schostakovitch
Interpret(en): François-Xavier Poizat
Aufnahme: 4.–6.12.2017
Qualität: DSD
EAN: 4260052382493
Bestell-Nr.: ARS 38 249
Spieldauer: 61:13
Veröffentlicht: 01.04.2018
Bedřich Smetana Die Moldau (Vltava), Nr. 2 aus: Mein Vaterland (Má vlast) (1824-1884) / Sinfonische Dichtung (1874) Heinrich von Bearbeitung für Klavier (veröffentlicht 1934) Kàan-Albést (1852-1926)
Igor Strawinsky Nach: Petruschka – Ballett in vier Bildern (1911): (1882-1971) / Suite de cinq pièces tirée du ballet Pétrouchka Theodor Szántó (Bearbeitung für Klavier, 1922) (1877-1934) 1. Fète populaire de la semaine grasse 2. Chez Pétrouchka 3. Chez le Maure 4. Danse de la ballerine 5. Danse russe
Aram Khatchaturian Adagio aus dem Ballett Spartakus (1954) (1903-1978) / Matthew Cameron (1970) Bearbeitung für Klavier
Sergej Prokofiev Drei Stücke für Klavier op. 96 (1941/42) (1891-1953) 1. Walzer aus Krieg und Frieden 2. Contredanse aus Lermontow 3. Mephisto-Walzer aus Lermontow
Maurice Ravel La Valse – Choreographisches Gedicht für Orchester (1919/20) (1875-1937) / Alexander Ghindin Bearbeitung für Klavier (2001) (1977)
Dmitri Schostakowitch Aus: Suite für Varieté-Orchester (um 1956) (1906-1975) / Nr. 7 Walzer Nr. 2 (Allegretto poco moderato) Florian Noack (1990) Bearbeitung für Klavier
François-Xavier Poizat, Klavier
In einer Zeit ohne technische Möglichkeiten, Tonaufzeichnungen herzustellen und zu konservieren, gab es für die Musikliebhaber nur zwei Möglichkeiten des Musikgenusses: entweder Konzerte zu besuchen, was angesichts der historischen Infrastruktur und der zur Verfügung stehenden Transportmöglichkeiten schwierig oder gar unmöglich war, oder eben selbst zu musizieren. Die Hausmusik erlangte aus diesem Grund gerade im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine besondere Bedeutung und Verbreitung. Daran hatte auch die technische Fortentwicklung des Klaviers einen wesentlichen Anteil. Komponisten und Interpreten gingen verstärkt dazu über, Übertragungen und Arrangements originaler oder fremder Werke der verschiedensten Gattungen für Klavier zu zwei oder zu vier Händen zu erstellen und diese Werke dadurch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Die vorliegende Aufnahme vereint Bearbeitungen von Orchesterstücken für Klavier. Das Klavier vermag ein Orchester an Klangvielfalt zwar nicht unbedingt zu übertreffen, doch der Pianist kann sich durchaus mit zusammengefassterer Einheitlichkeit und Flexibilität ausdrücken. Dies zu versuchen ist gerade bei Orchesterstücken eine große Herausforderung und François-Xavier Poizat gelingt es, mit den Farben und den virtuosen Möglichkeiten des Klaviers bis an die Grenzen des Instruments zu experimentieren.
Der Pianist, geboren in 1989 in Grenoble mit französischem, schweizerischem und chinesischem Ursprung, hat Diplome gemacht an der Musikhochschule Genf und Hamburg, an der Juilliard School in New York in den Klassen von Alexeï Golovin, Evgeni Koroliov, Nelson Goerner und Matti Raekallio. Aktuell erhält er weitere Impulse bei Benedetto Lupo, an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Martha Argerich hatte ebenfalls einen bedeutenden Einfluss auf den pianistischen Werdengang von Poizat, in dem sie ihn als zwölfjährigen zur Teilnahme an ihrem Festival, dem Pacific Music Festival in Japan, einlud und ihn als »einen jungen Pianisten mit einem tiefen Lyrismus und einer erstaunlichen Vituosität« beschrieb.