Komponist: Claude Debussy, François Couperin, Jules Massenet, Louis de Caix d'Hervelois, Camille Saint-Saëns, Gabriel Fauré
Interpret(en): Duo Postiglione Stuttgart, Wolfgang Schulz, Ginette Kostenbader
Aufnahme: 07.-09.08.2006
Qualität:
DDD
EAN:
4260052384619
Bestell-Nr.:
ARS 38 461
Preis:
18,00 €
Spieldauer:
67:50
Veröffentlicht: 02.11.2006
"Französische Musik, das heißt Klarheit, Eleganz, einfache und natürliche Deklamation. Couperin, Rameau, das sind wahre Franzosen. Der musikalische Genius Frankreichs, das ist so etwas wie Phantasie in der Empfindsamkeit. Ich liebe Massenet sehr. Massenet hat die wahre Aufgabe der Musik verstanden. Man muss die Musik von allem gelehrten Schwulst befreien. Die Musik muss mit Bescheidenheit danach trachten, Freude zu bereiten. Die französische Musik will vor allem erfreuen." Claude Debussy
Claude Debussy (1862-1918) Sonate d-moll Beau Soir
"Um das Konzept dieser CD zu verstehen, lese man das von Debussy verfasste Vorwort, das dem Beihefttext auf dessen Seite 2 vorangestellt ist. Es handelt sich um Musikstücke französischer Komponisten von etwa 1700 bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, die in diesem Debussy'schen Sinne mit Cello und Klavier vorgetragen werden. Es geht dabei um die Musik an sich, unabhängig von stilistischen Unterschieden, wie sie die Epochen mit ihren Moden mit sich brachten. Die Musikstücke selbst bilden den Rahmen, den
Klang der beiden Instrumente im Einzelnen, aber auch im Zusammenspiel zu präsentieren.
Beide Instrumente, und hier vor allem deren Spieler, sind harmonisch aufeinander eingestimmt. Das Klavier lässt dem Singen des Cellos den Vortritt, ohne sich mehr als nötig in den Vordergrund zu drängen. Und so klingt die Musik wie aus einem einzigen Guss und schmeichelt sich ohne jede Aufgeregtheit mit dem Schmelz der Romantik angenehm ein. Sie verzichtet damit auf die romantische Attitüde einer mehr oder weniger exaltierten Dynamik und verhilft dadurch den Melodien mit ihren Zusammenklängen zu einer Transparenz, die durch vordergründig-eitle Virtuosität, wie sie seit der Zeit um 1800 vorherrscht, nur stark beeinträchtigt würde.
Und so gelingt es den beiden Spielern, die von ihnen aufgeführten, stilistisch sehr unterschiedlichen Musikstücke zeitlos erscheinen zu lassen."
Dr. Thomas Ogger, Berlin (Vgl. Musikwissenschaftler)
von S. Kirchner (Nürnberg) am
11.03.2007 um 20:38 Uhr
Bin bei der Suche nach der Suite von Caix d'Hervelois auf diese CD gestoßen, und habe dabei gleich zwei Überraschungen erlebt: Einmal, dass man bei dieser Aufnahme gerade auch den bekannteren Werken wieder völlig neu zuhören kann. Das hätte ich bei oft gehörten Stücken wie der Meditation aus Thais oder dem Schwan aus Karneval der Tiere nicht mehr erwartet. Alle Stücke sind so klar und schnörkellos, aber trotzdem auch sehr innig, irgendwie eigenwillig interpretiert, dass man ihnen einfach noch mal neu zuhören muss.
Als zweite Überraschung die Erkenntnis, dass man sich ruhig viel öfter mal an weniger bekannte Interpreten heran trauen kann, wenn sie auf so hohem Niveau musizieren.
Tolle CD - [...] das ist ja hervorragende Musik, die selbst meine ansonsten eher zu Bach und Pachelbel neigende Frau begeistert. Die Favoriten auf der CD sind Track 3 und 11, bei 11 hat Söhnchen Leonhard sogar ausnahmsweise mal aufgehört zu schreien - ob das ein gutes Zeichen ist? Alles in allem ziemlich perfekt, wir warten voller Vorfreude auf die nächsten Aufnahmen. --- Roman Haase,
Programmdirektor Wilantis fm - Deutschlands erstes Wissensradio