Details

"Josef Schelb - Orgelwerke"

Komponist: Josef Schelb

Interpret(en): Martin Schmeding

Aufnahme: 2.-4.11.2009

Qualität: DSD

EAN: 4260052380499

Bestell-Nr.: ARS 38 049

Preis: 21,00 €

Spieldauer: 80:42

Veröffentlicht: 01.04.2010


Die Orgelwerke von Josef Schelb

Die Beschäftigung mit der Orgel fällt – abgesehen von einem früheren Konzert für Orgel, Streichorchester und 2 Trompeten von 1956 – in einen relativ eng begrenzten Zeitraum der späten Schaffensphase des Komponisten.
Nach der ersten Orgelmusik von 1970 entstanden die weiteren vier Orgelwerke alle im Jahr 1974. Parallel dazu komponierte Josef Schelb die Sonate für Violoncello und Klavier und die fünfte „Musik für Orchester“.
Alle fünf zyklischen Kompositionen sind „Orgelwerk“ betitelt. Zum einen zeigt sich damit ein Kontext, der nicht in erster Linie im geistlichen Raum zu suchen ist. Zum anderen deutet der Titel auf eine bewusste Abkehr von programmatischen oder choralgebundenen Inhalten hin. Josef Schelb stellt in seinen fünf Orgelwerken die kompositorische Verarbeitung und das polyphone Durchdringen des thematischen Materials, die „reine Musik“ in den Mittelpunkt.


Josef Schelb  (1894-1977)
Orgelwerke I - V

Orgelwerk I    
    01          Ruhig schwebend
    02        Lebhaft
    03        Ruhig
    04        Bewegt

Orgelwerk II
    05        Bewegt
    06        Ruhige Achtel
    07        Sehr lebhaft

Orgelwerk III
    08        Ruhig gehend
    09        Mäßig bewegt, etwas frei
    10        Lebhaft

Orgelwerk IV
    11        Fließend
    12        Langsam
    13        Bewegt

Orgelwerk V
    14        Sehr breit
    15        Lebhaft
    16        Sehr ruhig
    17        Bewegt


Martin Schmeding
Karl-Schuke-Orgel (IV/54, 1967, Op. 204) in der Immanuelskirche Wuppertal 

Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. Orgelwerk I - Ruhig schwebend 05:47  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Orgelwerk I - Lebhaft 04:33  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Orgelwerk I - Ruhig 05:16  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Orgelwerk I - Bewegt 04:33  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Orgelwerk II - Bewegt 04:33  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Orgelwerk II - Ruhige Achtel 04:44  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Orgelwerk II - Sehr lebhaft 04:31  320 kbit/s   
 
1,20 € 
08. Orgelwerk III - Ruhig gehend 05:58  320 kbit/s   
 
1,20 € 
09. Orgelwerk III - Mäßig bewegt, etwas frei 01:22  320 kbit/s   
 
1,20 € 
10. Orgelwerk III - Lebhaft 05:28  320 kbit/s   
 
1,20 € 
11. Orgelwerk IV - Fließend 04:58  320 kbit/s   
 
1,20 € 
12. Orgelwerk IV - Langsam 05:01  320 kbit/s   
 
1,20 € 
13. Orgelwerk IV - Bewegt 05:14  320 kbit/s   
 
1,20 € 
14. Orgelwerk V - Sehr breit 05:59  320 kbit/s   
 
1,20 € 
15. Orgelwerk V - Lebhaft 04:15  320 kbit/s   
 
1,20 € 
16. Orgelwerk V - Sehr ruhig 02:06  320 kbit/s   
 
1,20 € 
17. Orgelwerk V - Bewegt 05:44  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Josef Schelb - Orgelwerke 80:42 SACD  
21,00 €
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Rezensionen

Badische Zeitung
Ein Schatz, der klingt
Fast wie beim Preisrätsel: Wer ist denn das? Wer schreibt so? Einen Moment lang denkt man (womöglich) an Messiaen und Jehan Alain oder an Hindemith und Genzmer. Doch der Eindruck verflüchtigt sich rasch – und man landet beim Eigentlichen: bei der Musik von Josef Schelb. Der 1894 in Bad Krozingen geborene und 1977 in Freiburg verstorbene Komponist hat ein beträchtliches OEuvre vorzuweisen, darunter drei Opern. In der Spätphase zwischen 1970 und 1974 galt sein Interesse auch der Orgel – Frucht dieser Beschäftigung sind fünf Kreationen, die alle „Orgelwerk“ heißen und sich im Titel lediglich durch die Nummerierung unterscheiden. Drei oder viersätzige Beiträge, sämtliche Satzüberschriften in deutscher Sprache. Artifizielle, gelehrte, pathosfreie Musik, die antiromantisch ist und sich durch nichts anbiedert. Oft spielerische Klangstrukturen, die auf Transparenz setzen. Es braucht eine Phase des Einhörens, um sich diesen Schatz zu erschließen. Und es ist eine farbenreiche Orgel nötig, um diese lineare Musik adäquat zu realisieren. In der viermanualigen Karl-Schuke-Orgel der Immanuelskirche in Wuppertal steht ein solches Instrument von 1967, das den Einfluss der sogenannten Orgelbewegung kaum verleugnen kann.
Martin Schmeding hat sich der Fleißarbeit unterzogen, Schelbs komplettes Orgelschaffen auf CD einzuspielen. Der so fähige wie rührige Freiburger Hochschulprofessor tut dies sehr kompetent und mit viel stilistischem Feingefühl. Ein lohnendes Klangdokument ist das Ergebnis.

Johannes Adam, 20.05.2010
 

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