Details

"Joseph Haydn: Londoner Symphonien 4-6"

Komponist: Joseph Haydn

Interpret(en): Cappella Coloniensis, Bruno Weil

Aufnahme: 26.10.2008 und 30.4.2009

Qualität: DSD, DDD

EAN: 4260052380628

Bestell-Nr.: ARS 38 062

Preis: 21,00 €

Spieldauer: SACD 73:28, Bonus-CD 43:51

Veröffentlicht: 01.11.2009


 [...] Wenige Jahre später machte sich Haydn aus freiem Willen auf den Weg nach London: Im Herbst 1790 war sein Dienstherr Fürst Nikolaus gestorben und dessen Nachfolger Fürst Paul Anton hatte umgehend sämtliche Musiker, Sänger und Schauspieler entlassen. Haydn indes blieb im Amt, wurde von jeglichen Pflichten freigestellt und erhielt eine stattliche Pension. Er war also ein freier Mann, als ihn im November der Geiger und Konzertunternehmer Johann Peter Salomon in Wien aufsuchte und sprach: „Ich bin Salomon aus London und komme, Sie abzuholen; morgen werden wir einen Akkord schließen.“ Gegen ein Honorar von 5000 Gulden willigte Haydn ein, für London mehrere neue Werke, darunter sechs neue Symphonien, zu komponieren und deren Aufführungen selbst zu dirigieren. Haydn sah der neuen Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen, und als sein Freund Mozart ihn warnte: „Papa, Sie haben keine Erziehung für die große Welt gehabt und reden zu wenige Sprachen“, soll er geantwortet haben: „Meine Sprache verstehet man durch die ganze Welt“.
Mathieu Kuttler


Joseph Haydn (1732 - 1809)
Londoner Symphonien 4-6
mit Erläuterungen von Bruno Weil

SACD

        Symphonie Nr. 98 B-Dur

    1    Adagio - Allegro
    2    Adagio cantabile
    3    Menuetto. Allegro
    4    Finale. Presto

        Symphonie Nr. 94 G-Dur

        "Mit dem Paukenschlag, The Surprise"
    5    Adagio - Vivace assai
    6    Andante
    7    Menuetto. Allegro molto
    8    Finale. Allegro di molto

        Symphonie Nr. 97 C-Dur

    9    Adagio - Vivace
    10    Adagio ma non troppo
    11    Menuetto. Allegretto
    12    Finale. Presto assai


Bonus-CD    

        Erläuterungen

    1    ... zur Symphonie Nr. 98 B-Dur – 4. Londoner Symphonie
    2    Epitaph auf den verstorbenen Freund Mozart
    3    Finale, sinnlose Hetzjagd durch das Leben
    4    Klaviersolo, musikalisches Denkmal für Mozart
    5    ... zur Symphonie Nr. 94 G-Dur – 5. Londoner Symphonie
    6    Seitenthema: Reiz der Begleitung
    7    Menuetto, erdverbundener Bauerntanz
    8    Heiter beschwingtes Finale
    9    ... zur Symphonie Nr. 97 C-Dur – 6. Londoner Symphonie
    10    Gelassenheit, Innigkeit und Wärme
    11    Menuetto, reinster Haydn in echtem Volkston
    12    Finale mit Witz und Spaß  


Cappella Coloniensis
Bruno Weil


5 Diapasonausgezeichnet mit:
5 Diapason






Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. Symphonie Nr. 98 B-Dur - Adagio - Allegro 07:40  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Symphonie Nr. 98 B-Dur - Adagio cantabile 05:24  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Symphonie Nr. 98 B-Dur - Menuetto. Allegro 04:21  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Symphonie Nr. 98 B-Dur - Finale. Presto 08:22  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Symphonie Nr. 94 G-Dur - Adagio - Vivace assai 08:56  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Symphonie Nr. 94 G-Dur - Andante 05:48  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Symphonie Nr. 94 G-Dur - Menuetto. Allegro molto 04:08  320 kbit/s   
 
1,20 € 
08. Symphonie Nr. 94 G-Dur - Finale. Allegro di molto 04:03  320 kbit/s   
 
1,20 € 
09. Symphonie Nr. 97 C-Dur - Adagio - Vivace 07:37  320 kbit/s   
 
1,20 € 
10. Symphonie Nr. 97 C-Dur - Adagio ma non troppo 07:34  320 kbit/s   
 
1,20 € 
11. Symphonie Nr. 97 C-Dur - Menuetto. Allegretto 03:36  320 kbit/s   
 
1,20 € 
12. Symphonie Nr. 97 C-Dur - Finale. Presto assai 05:19  320 kbit/s   
 
1,20 € 
13. Erläuterungen zur Symphonie Nr. 98 B-Dur – 4. Londoner Symphonie 04:03  320 kbit/s   
 
1,20 € 
14. Epitaph auf den verstorbenen Freund Mozart 03:07  320 kbit/s   
 
1,20 € 
15. Finale, sinnlose Hetzjagd durch das Leben 03:59  320 kbit/s   
 
1,20 € 
16. Klaviersolo, musikalisches Denkmal für Mozart 01:47  320 kbit/s   
 
1,20 € 
17. Erläuterungen zur Symphonie Nr. 94 G-Dur – 5. Londoner Symphonie 07:06  320 kbit/s   
 
1,20 € 
18. Seitenthema: Reiz der Begleitung 01:25  320 kbit/s   
 
1,20 € 
19. Menuetto, erdverbundener Bauerntanz 01:35  320 kbit/s   
 
1,20 € 
20. Heiter beschwingtes Finale 03:50  320 kbit/s   
 
1,20 € 
21. Erläuterungen zur Symphonie Nr. 97 C-Dur – 6. Londoner Symphonie 03:54  320 kbit/s   
 
1,20 € 
22. Gelassenheit, Innigkeit und Wärme 04:05  320 kbit/s   
 
1,20 € 
23. Menuetto, reinster Haydn in echtem Volkston 03:03  320 kbit/s   
 
1,20 € 
24. Finale mit Witz und Spaß 05:36  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Joseph Haydn: Londoner Symphonien 4-6 SACD 73:28, Bonus-CD 43:51 SACD, Bonus-CD  
21,00 €
Tipps

Auszeichnungen

Unsere SACD-Produktion
"Joseph Haydn - Londoner Symphonien 98, 94, 97" wurde mit dem "5 Diapason" der französischen Zeitschrift Diapason ausgezeichnet. 
www.diapasonmag.fr
Den ausführlichen Text zur Auszeichnung finden Sie auf der Produktseite unter Rezensionen.

Rezensionen
Klassik Heute
Rasmus van Rijn schrieb bei klassik-heute.com am 06.01.2010 Folgendes zu dieser Cd:
"Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität: 8
Gesamteindruck: 9
(Bewertungsskala: 1-10)

Hätte ich mich auf die Anhörung der drei Sinfonien beschränkt, die die Cappella Coloniensis unter Bruno Weil während ihrer Haydn-Serie in der Essener Philharmonie am 26. Oktober 2008 und am 30. April 2009 aufgeführt hat, wäre ich um einige tiefergehende Fragen herumgekommen. Gewundert hätte mich allenfalls, daß neben vielen spritzigen, witzigen, charmanten Expositionen oder Episoden den motivisch sequenzierenden Entwicklungen fast regelmäßig die Puste ausgeht, wo doch zum Beispiel in dem zauberhaft dahinwalzenden Kopfsatz der „Paukenschlag“-Sinfonie oder im knorrigen Finale der Nummer 97 immer wieder die höchste Begeisterung vergnügliche Urständ feiert. Wissenswert wäre ferner gewesen, warum die Sinfonie Nr. 98 sich in einem völlig anderen, stumpferen Raum ereignet als die beiden Geschwister – was übrigens desto bedauerlicher ist, als die an sich immer wieder beglückenden Bläsernuancen der Cappella dergestalt ein bißchen von ihrem feinen Firnis einbüßen, der in den zwei anderen Werken für viel Freude sorgt und mir nicht nur im Andante mit dem Paukenschlag zufriedenes Knurren entlockte.

Nota bene: Dabei hätt’ ich’s sollen bewenden lassen. Aber nein, es ging ja nicht ohne die Bonus-CD, auf der Bruno Weil einem merklich gespannten, vielfach amüsierten Publikum die Werke erläutert. Begrüßenswert und sympathisch ist das ohne Zweifel, zumal er nicht ins Blaue und Luftleere hineinredet, sondern mit mancherlei klingenden Beispielen illustriert, worauf es (ihm) in den Kompositionen ankommt. Dabei ist seine Begeisterung für Joseph Haydn unverkennbar, und diese wird sich bei den Live-Darbietungen geradezu zwangsläufig auf alle Anwesenden übertragen haben: Daß eine „al ponticello” spielende Streichergruppe klingt, als „hätte man sich mit dem Hintern in einen Ameisenhaufen gesetzt”, trifft den Sachverhalt unvergleichlich besser als jedes hohle akustische Gerede von Formanten oder Obertönen und sorgt für eine Entkrampfung, wie sie in unserem versteiften Musik(er)leben weit häufiger vorkommen dürfte ...

Auf dem Tonträger aber werden die Erläuterungen gewissermaßen festgeschrieben. Sie „versenden” sich nicht im einmaligen, spontanen Durchgang, sondern lassen sich wiederholen, nachhören, wollen damit also auch als Maßstab für die eigentliche Interpretation verwendet werden – und gehen prompt nicht mehr ganz auf. Daß die Sinfonie Nr. 98 B-Dur ein Epitaph auf den eben verstorbenen Mozart ist? Ja, freilich, insbesondere in der langsamen Einleitung und im erschüttert-erschütternden Adagio cantabile. Daß anfangs ein Zitat aus Mozarts c-Moll-Klavierkonzert KV 491 erklingt, ist eine unüberhörbare Tatsache (und Weil läßt das Orchester die nämlichen Takte spielen), die aber erst komplett wäre, wenn auch die Rückbezüglichkeit dieses tragischen Konzertes zur Sprache gebracht würde: Haydns stürmende, drängende „Trauersinfonie” hält schließlich Mozarts gefurchtem Thema die Hand und ist auch wieder nur ein Topos. Und endlich das Finale als „eine sinnlose Hetzjagd durchs Leben?” Dann müßte man’s so spielen, daß sich die Haare sträuben, die Momente der Verzweiflung aufhäufen, nicht wie das „Hasch-mich-ich-bin-der-Frühling” zweier Porzellanfigürchen, die sich durch eine Kulisse von Watteau kokettieren. Und überhaupt: Daß der erste Violinsolist und Konzertmeister Johann Peter Salomon sich mit dem Komponisten (am Claviere) ein ausgefeiltes Duell lieferte und durch alle „krummen” Tonarten gescheucht wurde – das ist zumindest eine weitere Schicht des Werkes und der Ausdruck eines Geistes, dessen Facettenreichtum nicht einer vermeintlich alles überlagernden Naivität geopfert werden sollte.

Am Ende siegt aber doch der Enthusiasmus des Dirigenten, der sich dem Stellmachersohn aus dem Burgenlande ganz offenbar mit Leib und Seele verschrieben hat. Und wenigstens an diesem Punkte können wir uns leicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen."
 
SA-CD.net
Performance: 5 Sterne
Sonics (S/MC): 5 Sterne / 5 Sterne

Geohominid schrieb bei SA-CD.net am 06.11.2009 Folgendes zu dieser Cd:
"[...] This second volume of Bruno Weil's carefully prepared set of these miraculous London Symphonies has the same high production values of the first. The playing of Cappella Coloniensis is flexible, beautifully articulated and conveys all the spirit, rhetoric and elegance of Enlightenment music [...]
Ars Produktion's engineering reveals the lovely period woodwind timbres and their harmonious relationship with the natural brass and gut strings, whose light classical bows produce wonderful spread-chording effects [...] The presentation is exemplary, with coloured photos of the orchestra in action, and very informative booklet notes on each symphony. I really like the cover art, each volume pairing Big Ben with a red icon of London - first a London bus, this time a red telephone kiosk. What next?"
 
Frisch und bodenständig
Musik 4 Sterne
Klang 4 Sterne

Attila Csampai schrieb über diese Cd Folgendes:
"Schon in der ersten Folge seines neuen Mehrkanalprojekts der Londoner Symphonien Haydns bestach Originalklang-Pionier Bruno Weil durch seine ganz unverwechselbare Mischung aus bodenständigem Charme und drängendem Lebenspuls, die den zutiefst menschlichen, weltoffenen, natürlich-unverstellten Grundcharakter von Haydns Musik instinktsicher erfasste (siehe fonoforum 8/2009). Auch in der jetzt erschienenen zweiten Folge mit den (chronologisch korrekten) Londoner Symphonien des Jahres 1792, also der Nummern 98, 94 und 97, animiert der 60jährige Wiener-Klassik-Spezialist seine 30köpfige Cappella Coloniensis zu einem ansteckend-lustvollen, gestisch durchgeformten, unbefangen-spielerischen Musizierfluss, der nirgends die Bodenhaftung verliert, sondern mit emotionaler Intelligenz und einem natürlichen Gespür für die grosse Linie auch den österreichischen Tonfall Haydns anklingen lässt. Weil kennt die intellektuelle Komplexität der Haydnschen Form (und er erläutert sie auch sehr anschaulich auf der beigefügten Bonus-CD mit klingenden Werkseinführungen), aber er verzichtet beim Musizieren auf jeden pädagogischen Eifer, auf jeden manierierten Fingerzeig, selbst da, wo er weitergehende Intentionen erkennt (wie im Fall der auf Mozarts Tod komponierten Symphonie Nr.98). Stattdessen kultiviert er eine Ästhetik des Respekts, des Understatements, der pulsierenden Lebensfreude, und eines gedeckten Klangspektrums aus Naturfarben – also eine Musizierhaltung, die den natürlichen Fluss, die schlichte Schönheit und das humane Antlitz dieser Musik ganz in den Vordergrund rückt. Die in der Essener Philharmonie aufgezeichnete Mehrkanal-SACD verströmt viel „warme“ Live-Atmosphäre."
 
5 Diapason
Bei 5 Diapason erschien folgende Kriritk zu dieser Cd:
"Technik: 7,5/10
SACD Technik: 8,5/10

Bruno Weil hat, wie Minkowski (cf supra), eine Live Aufnahme aller Londoner Sinfonien in Angriff genommen. Symbolischer Wink: er hat wahrscheinlich eines der ersten Orchester ausgesucht, das sich in den 50er Jahren für die historische Aufführungspraxis interessiert hat, die Cappella Coloniensis. Das Ergebnis ist ziemlich bewundernswert. Weil, der u.a. mit wunderschönen Haydn CDs (Sinfonien der mittleren Periode und geistlicher Musik) den Höhepunkt des Labels Sony Vivarte geprägt hatte, hat das Handwerk nicht verlernt. Eine sorgfältig entfesselte Euphorie entfaltet sich in dieser munteren und jugendlichen Lesart, ausgeglichen in den langsamen Sätzen durch eine besonders prägnante Lyrik. Natürlich kann man aus diesen Stücken mehr heraus holen, ihre klassische Pracht (cf. Davis, Jochum) oder auch ihre zersauste Modernität (Harnoncourt) mehr betonen. Jedoch kann man dieser Aufnahme eine glühende Frische und eine Klarheit der akustischen Ebenen, unterstrichen durch die rechts-links Trennung der Violinen, nicht ab leugnen.
Der Kontrast zwischen dem ersten Adagio und Allegro der Sinfonie „The miracle“ (das Wunder) hat eine seltene Ausdruckskraft, die der von Hogwood gleicht. Die Sinfonie „Mit dem Paukenschlag“ ist genau so glanzvoll, und dessen Adagio ein richtiges cantabile - Streicher und Oboe wirken Wunder. Das Orchester ist im Übrigen tadellos (Konzertmeister kein Geringerer als Hiro Kurosaki), mit scharfen Kanten, durchsichtigen Holzbläsern und einer Energie, die mehr als einer Stelle Kraft verleiht. Nur die Menuette sind banaler, ohne jedoch aus dem Rahmen zu fallen. Wir sollten auf die Folge gespannt sein, auch wenn Minkowski es nicht leicht macht. Jedes Album enthält eine Bonus-CD, auf der Weil die Struktur der Werke anhand musikalischer Beispiele auf deutsch erklärt: bewundernswerte Maßnahme, von der andere Verlagshäuser sich inspirieren lassen sollten, ohne sie für deutsch sprechende Musikliebhaber, wie hier, zu reservieren."
 
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