Das exquisite Label für klassische Musik
Komponist: Henriette Renié, André Caplet, Thüring Bräm
Interpret(en): Julia Wacker, Petra Auer, Galatea Quartett
Aufnahme: 30.11.–01.12.2019
Qualität: DDD
EAN: 4260052385760
Bestell-Nr.: ARS 38 576
Spieldauer: 71:26
Veröffentlicht: 01.09.2020
Wer mit dem Werk Edgar Allan Poe’s vertraut ist oder auch nur wenige seiner grusligen Kurzgeschichten gelesen hat, untermalt diese oft von menschlichen Abgründen handelnden Texte im inneren Geist vielleicht nicht gerade mit dem, klischiert dem Engelsgleichen zugeordneten, Harfenklang. Dass sich dennoch zwei Komponisten und eine Komponistin auf diese Verbindung einliessen, zeugt einerseits von deren grossen Experimentierfreudigkeit und unerlässlichen Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten, andererseits von dem schier unendlichen Reichtum des Klangspektrums der Harfe.
Zwei der Ersten, die Werke aus Poe’s Horrorliteratur programmatisch vertonten, waren die Harfenvirtuosin Henriette Renié (1875–1956), die 1912 den Text „The Tell- Tale Heart“ als Vorlage für ihre „Ballade fantastique“ verwendete, und der ebenfalls französische Komponist André Caplet (1878–1925), der 12 Jahre später mit seinem Werk „Conte fantastique“ für Streichquartett und Harfe die Kurzgeschichte „The Mask of the Red Death“ musikalisch nachzeichnete. Der Schweizer Komponist Thüring
Bräm (*1944) nimmt in seiner 2016 geschriebenen Komposition „A Wind Blew Out of a Cloud“ für Harfe solo Bezug auf das weltbekannte Gedicht „Annabel Lee“.
1 Henriette Renié (1875–1956)
Ballade fantastique für Harfe 12:30
2 Edgar Allan Poe (1809–1849) Das verräterische Herz 17:42
3 André Caplet (1878–1925)
Conte fantastique für Harfe und Streichquartett
4 Edgar Allan Poe
Die Maske des roten Todes 18:49
5 Thüring Bräm (*1944)
A wind blew out of a cloud für Harfe 7:17
6 Edgar Allan Poe Annabel Lee 2:47