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"Kleinhapl: Franck, Rachmaninow - Sonatas"

Komponist: César Franck, Sergej Rachmaninow

Interpret(en): Friedrich Kleinhapl, Andreas Woyke

Aufnahme: 23.-25.02.2006

Qualität: DSD

EAN: 4260052380253

Bestell-Nr.: ARS 38 025

Preis: 21,00 €

Spieldauer: 64:50

Veröffentlicht: 10.06.2007


Freundschaft, Liebe und Glück

Das Cello wird oft als das romantische Instrument schlechthin bezeichnet. Meiner Meinung nach zu Recht, denn seine reiche Palette an Ausdrucksmöglichkeiten, seine Nähe zur menschlichen Stimme, seine Fähigkeit, alle rationalen Barrieren zur emotionalen Empfindungsebene zu umgehen, sind unvergleichlich. Zwei ebenso starke Synonyme für die Musik der Romantik sind wohl der belgisch-französische Komponist César Franck und der Russe Sergej Rachmaninow.
Musikerfreundschaften waren sehr oft Anlass für das Zustandekommen von Kompositionen. So übergab César Franck seinem Freund und belgischen Landsmann, dem berühmten Geiger Eugène Ysaye, 1886 als Hochzeitsgeschenk seine Violinsonate. Diese Sonate war in einer äußerst glücklichen Schaffensphase entstanden, Franck hatte im selben Jahr die Arbeit an seiner bekannten Symphonie begonnen. Unverkennbar scheint im Klavierpart der ehemalige Konzertpianist durch. Erst im Lauf der Jahre hatte sich César Franck aus religiösen Gründen der Orgel zugewandt. Ebenso deutlich vertritt er die französische Romantik. Als Protest gegen die Niederlage der Franzosen im Krieg gegen Deutschland 1871 hatte er mit Saint-Saens, d'Indy, Duparc, Chausson und Fauré die „Societé Nationale de Musique Francaise“ gegründet, um den nationalen französischen Stil gegenüber der Neudeutschen Schule zu vertreten – ein entscheidender Schritt in seinem Leben, denn alle bedeutenden Kompositionen entstanden nach seiner Besinnung auf den französischen Stil. César Francks Violinsonate wurde sicherlich wegen ihres großen Erfolges schon sehr bald von dem bedeutenden französischen Cellisten Jules Delsart auf das Cello übertragen.
Dass sich dieses Werk so gut für das Cello eignet, ist sehr erstaunlich, da ihr Widmungsträger Eugène Ysaye bekannt war für seine herausragenden technischen Fähigkeiten – ein Umstand, der eher eine sehr instrumentenspezifische Komposition erwarten hätte lassen. Ganz im Gegensatz dazu gewinnt sie aber meiner Meinung nach durch die Übertragung auf das Cello an vielen Stellen an Tiefe, Substanz und Kraft.
Dass Sergej Rachmaninow zeit seines Lebens Konzertpianist war, ist in seiner Cellosonate unüberhörbar. Der Klavierpart dieser Sonate steht seinen Klavier­konzerten an Schwierigkeit um nichts nach. Wie so oft in der Musikgeschichte war es auch in diesem Fall ein Freund, der Rachmaninow zu diesem Werk inspirierte: Der in Frankreich lebende, bedeutende russische Cellist Anatoli Brandukow. Mit seiner Hilfe hatte Rachmaninow - das Cello betreffend - bereits einige Erfahrung mit kleineren Kompositionen gesammelt. 1901, am Beginn einer glücklichen, produktiven Lebensphase, schrieb er für ihn schließlich diese Cellosonate. Diese Phase war erst kurz zuvor eingeleitet worden: Durch den großen Erfolg seines großen 2. Klavierkonzertes und die damit überwundenen Depressionen und Zweifel nach dem Durchfall seiner 1. Symphonie. Noch im selben Jahr verlobte er sich mit seiner großen Liebe Natalia Satina.
In der Stimmung dieser leidenschaftlichen Sonate dominiert neben diesem Höhenflug der Gefühle unüberhörbar die ewige große Liebe zur russischen Heimat. Wie sehr seine Heimatverbundenheit jedoch über bloßen National­stolz hinausgegangen war, zeigte sich nach seiner Emigration in die USA, wohin er vor der Oktoberrevolution 1917 flüchtete. Seine unerfüllte Sehnsucht nach Russland brachte seine Schaffenskraft für den Rest seines Lebens fast vollständig zum Erliegen.
César Franck und Sergej Rachmaninow haben der Welt mit diesen beiden Sonaten zwei der bedeutendsten hochromantischen Werke hinterlassen. Zwei Fälle, in denen sich Genialität ihren Weg nicht über epochale Neuerung gesucht hat, sondern über einfache Gefühle – über tiefe Freundschaft, enge Verbundenheit zur Heimat und einen Zustand von großem, innerem Glück.
Um der Leidenschaftlichkeit dieser Musik möglichst gerecht zu werden, wurde in der Helmut-List-Halle in Graz in Konzertform mit Publikum eingespielt. Bewusst haben wir der Spontaneität unseres Spiels zuliebe Geräusche in Kauf genommen. Friedrich Kleinhapl

César Franck (1822 – 1890)
Sonate für Violine und Klavier A-Dur (1886)
in der Fassung für Violoncello und Klavier

1.    Allegretto ben moderato
2.    Allegro
3.    Recitativo-Fantasia. Ben moderato – molto lento
4.    Allegretto poco mosso

Sergej Rachmaninow (1873 – 1943)       
Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 19 (1901)

1.    Lento – Allegro moderato
2.    Allegro scherzando
3.    Andante
4.    Allegro mosso


Friedrich Kleinhapl, Violoncello • Andreas Woyke, Klavier
 

Supersonicausgezeichnet mit:
Supersonic pizzicato Award

der Fachzeitschrift "pizzicato"

 

 

 

Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. Franck: Sonate A-Dur - Allegretto ben moderato 06:20  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Franck: Sonate A-Dur - Allegro 08:05  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Franck: Sonate A-Dur - Recitativo-Fantasia. Ben moderato – molto lento 09:24  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Franck: Sonate A-Dur - Allegretto poco mosso 05:46  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Rachmaninow: Sonate g-Moll op. 19 - Lento – Allegro moderato 12:27  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Rachmaninow: Sonate g-Moll op. 19 - Allegro scherzando 05:43  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Rachmaninow: Sonate g-Moll op. 19 - Andante 06:26  320 kbit/s   
 
1,20 € 
08. Rachmaninow: Sonate g-Moll op. 19 - Allegro mosso 10:23  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Kleinhapl: Franck, Rachmaninow - Sonatas 64:50 SACD  
21,00 €
Tipps

Auszeichnungen

Unsere SACD-Produktion
"Kleinhapl: Franck, Rachmaninow - Sonatas"
wurde mit dem "Supersonic Award 03/2008"
der Fachzeitschrift "pizzicato" ausgezeichnet. 
www.pizzicato.lu
Den ausführlichen Text zur Auszeichnung finden Sie auf der Produktseite unter Rezensionen.

Rezensionen
Supersonic Award - pizzicato 3/2008

Erstklassig
Folgende Kritik ist in pizzicato zu dieser Cd erschienen:
"Hier hören wir zuerst César Francks Sonate für Violine und Klavier in der Fassung für Cello und Klavier. Friedrich Kleinhapl erweist sich als ein ebenso kluger wie gestaltungsfreudiger Interpret, der dem Werk zu ungeahnten Tiefen verhilft. Wenn man auch den filigranen französischen Stil etwas vermisst, so beeindruckt der Cellist durch eine sichere und kraftvolle Gestaltung der Sonate. Dabei wird der Betonung der subtilen Feinheiten in dem Sinne Rechnung getragen, dass Kleinhapl sie recht neutral behandelt und sie dadurch an Gewicht hinzugewinnen. Auch Andreas Woyke lässt nichts anbrennen und distanziert sich von der eleganten französischen Begleitung. Hier ist ein Pianist am Werk, der etwas zu sagen hat. Und das tut er mit Vehemenz.
Durch diese beiden Interpreten wirkt Francks Sonate, man verzeihe mir den sexistischen Ausdruck, ungemein männlich und stolz. Auch Rachmaninovs g-Moll Sonate für Cello und Klavier op.19 profitiert von der kraftstrotzenden Interpretation der beiden Musiker. Kleinhapl formt, während Woyke die klangliche Basis liefert. Auch hier ist das Resultat überwältigend. Dieses Duo schafft es, dieser vielschichtigen Sonate neue Klänge und Stimmungen abzugewinnen, die man selbst bei illustreren Solisten oft vergebens sucht. Somit platziert sich diese erstklassige und klanglich makellose CD ganz weit vorne und darf sowohl bei Franck wie auch bei Rachmaninov Referenzcharakter für sich beanspruchen."
 
Kleine Zeitung
Ernst Naredi-Rainer schrieb in der Kleinen Zeitung Folgendes über diese Cd:
"Elegante Virtuositat
Live aufgenommen haben Friedrich Kleinhapl und Andreas Woyke zwei hochromantische Cellosonaten
Die kristallklare Akustik der Helmut-List-Halle in Graz kommt der Einspielung ebenso zugute wie die Konzertatmosphäre: Vor Publikum haben der Grazer Cellist Friedrich Kleinhapl und der Pianist Andreas Woyke die Cellosonaten von Cesar Franck und Sergej Rachmaninow aufgenommen.
Bei Jules Delsarts Bearbeitung der Violinsonate von Franck für Celli beeindruckt Kleinhapl mit Feinfühligkeit, schlanker Tongebung, eleganter Linienführung, Noblesse und Raffinesse. Dass seine zweite Aufnahme der Cellosonate von Rachmaninow seine Ersteinspielung von 1998 übertrifft, liegt nicht nur an seinem emotionalen Überschwang, sondern auch am Pianisten Antlreas Woyke, der hier als Virtuose brilliert."
 
Kurier
Peter Jarolin schrieb im Kurier Folgendes über diese Cd:
"Der exzellente Österreichische Cellist Friedrich Kleinhapl und der nicht minder gute Pianist Andreas Woyke spielen Sonaten von Franck und Rachmaninow. Ein kongeniales Duo, das konzentriert und mit Leidenschaft am Werk ist. Spannend."
 
Die Presse, Österreich
5 Sterne

Wilhelm Sinkovicz schrieb am 20.7.2007 in der Presse, Österreich, Folgendes über diese Cd:
"Klangvoll. Musikfreunde, die Wert auf großen, farbigen Klang legen, werden jubeln über die jüngste CD des steirischen Cellisten Friedrich Kleinhapl, der mit seinem einfühlsamen Duopartner Andreas Woyke die Cellosonaten von César Franck und Sergej Rachmaninow eingespielt hat. Da ist - wie schon auf Kleinhapls Bach-CD und den Brahms-Aufnahmen dieses Duos - die Liebe zu feinst ausbalancierten Klang-Valeurs zu hören; und der Sinn für atemberaubend zugespitzte dramatische Entwicklungen. Letztere bewahren beide Werke vor dem Abdriften in die Kitsch-Region, die bei Interpreten mit weniger Sensibilität für musikalische Architektonik allzu leicht droht. Mit solcher Musik der Dringlichkeitsstufe eins positioniert sich eine Künstlergemeinschaft wieder einmal via Tonträger im heimischen Musikleben. Es wäre schön, wenn dieser virtuelle Konzert-Auftritt reale Folgen jenseits der steirischen Landesgrenzen hätte."
 
STADER TAGEBLATT, 15.03.2008
Jürgen Gahre schrieb im Stader Tageplatt vom 15.03.2008 Folgendes über diese Cd:
"Emotionaler Tiefgang
Seit 2003 treten sie oft zusammen auf: der Cellist Friedrich Kleinhapl aus Siegen und der Pianist Andreas Woyke aus Graz. Sie sind Vollblutmusiker mit emotionalem Tiefgang und leidenschaftlicher Hingabe an das zu interpretierende Werk. Da ihnen die Spontaneität ihres Spiels wichtiger ist als kühle Perfektion, haben sie sich entschlossen, ihre Aufnahmen in der akustisch hervorragenden Helmut-List-Halle in Graz in Konzertform mit Publikum einzuspielen.
Der 1901 komponierten Cello-Sonate (g-Moll) von Sergej Rachmaninow gewinnen sie ein Höchstmaß an Leidenschaft ab, ohne je die subtile Struktur des Werkes aus den Augen zu verlieren. Den melodischen Reichtum der Sonate kosten sie voll aus und stellen dabei ihr virtuoses Können ganz in den Dienst des Werkes. Auch in César Francks hochromantischer Violinsonate, die hier in der Fassung für Cello und Klavier noch schwärmerischer klingt, können sie zeigen, wie sie Klangschönheit mit Ausdrucksstärke verbinden können. Aufnahmetechnisch ist diese am 6. Februar 2007 mitgeschnittene Super Audio CD ebenfalls eine Meisterleistung.
In einem Konzert am darauf folgenden Tag hatten Friedrich Kleinhapl und Andreas Woyke Alfred Schnittkes Cellosonate von 1978 und Franz Schuberts "Arpeggione-Sonate" (1824) auf dem Programm. So unterschiedlich die beiden Werke auch sein mögen, so ergänzen sie sich doch – wenn man sie nacheinander hört – auf wundersame Weise. "Wir waren betroffen", sagt Kleinhapl, "von der Strahlkraft, die beide Werke aufeinander ausüben – Schnittke auf Schubert, aber auch rückwirkend Schubert auf Schnittke."
Schnittke, der "ewig Suchende", der von Thomas Manns "Doktor Faustus" fasziniert und beeinflusst war, begegnet hier dem "Wanderer" Schubert, und plötzlich bekommt die "Arpeggione-Sonate" eine Bedeutungstiefe, die staunen macht. Eine grandiose CD!"
 
Ensemble 2/08
Rafael Sala schrieb in Ensemble Folgendes über diese Cd:
"Frei von Melodramatik
Mehr Romantik geht nicht: Wegen seiner Nähe zur menschlichen Stimme wurde das Cello vor allem in dieser Epoche hoch geschätzt. Zwei ebenso starke Synonyme für die Musik der (Spät- )Romantik sind der Franzose Cesar Franck und Sergej Rachmaninow. Ihre beiden Cello-Sonaten schwelgen in düsteren Stimmungen, sie sind voluminös im Klang, ohne sich jedoch - wie man es vor allem bei Rachmaninow gewohnt ist - in kraftvollen Gebärden zu erschlagen. Eine Färbung, die der Cellist Friedrich Kleinhapl und Andreas Woyke am Klavier schön zum Ausdruck bringen: Ihr Spiel ist sensibel und schwermütig, melancholisch, doch nie melodramatisch - Letzteres vor allem dank einer Zurückhaltung des Klaviers, die bei Rachmaninow anfangs irritiert, doch im künstlerischen Gesamtzusammenhang Ausdruck von Souveränität ist."
 
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