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"Konzertraritäten aus dem Pleyel-Museum – Vol. 12"

Komponist: Ignaz Joseph Pleyel

Interpret(en): Janáček Quartet, Bohuslav Matoušek, Miloslav Jelínek

Aufnahme: 12. Oktober 2012

Qualität: DSD

EAN: 4260052388228

Bestell-Nr.: ARS 38 822

Spieldauer: 73 : 42

Veröffentlicht: 1.6.2013


Streicher-Raritäten

Streichquartett in Es-Dur, Ben 352, 1788, Ersteinspielung
für Violine, 2 Bratschen und Violoncello
1 Moderato 9:37
2 Menuetto. Trio 2:06
3 Rondo. Andante. Allegro 4:47

Streichsextett in F-Dur, Ben 261, 1791, Ersteinspielung
für 2 Violinen, 2 Bratschen, Violoncello und Kontrabass
4 Allegro 8:00
5 Cantabile con espressione 5:40
6 Menuetto. Allegretto. Trio 5:36
7 Rondo. Allegro 4:32

Streichquintett in g-Moll, Ben 287, Ersteinspielung
für 2 Violinen, 2 Bratschen und Violoncello
8 Adagio. Allegro 12:33
9 Andantino 4:23
10 Menuet. Allegretto. Trio 5:42
11 Finale. Vivace 10:46

Janáček Quartet
Miloš Vacek, Violine I – Vítezslav Zavadilík, Violine II
Jan Reznícek, Viola – Bohuslav Matoušek, Viola II
Bretislav Vybíral, Violoncello – Miloslav Jelínek, Kontrabass

Große Kammermusik vom Meister der feinen Klänge dargeboten von international renommierten Interpreten. Schon alleine die Zusammensetzung der CD verspricht Überraschungen: Zunächst ein Streichquartett das Pleyel für eine Violine, dafür mit zwei Bratschen und einem Violoncello schrieb. Pleyels Streichsextett fand schon erstmals am 14. Mai 1791 in der Hoffmeister - Ausgabe gebührende Anerkennung und kann neben den Sextetten anderer Komponisten seiner Zeit inEhren bestehen. Als „eine erstaunliche, vorausschauende romantische Neukonzeption“ könnte man Pleyels viersätziges g-Moll Quintett bezeichnen. Das Werk überrascht schon zu Beginn mit einer kurzen langsamen Einleitung. Wirmöchten festhalten, dass Pleyel dieses Werk nicht dem Modegeschmack geopfert hat, sondern mit erstaunlicher „Compositionswissenschaft“ für Kenner, und nicht für den Markt komponierte. Er kann schon wenn er will, sagte der Wissenschaftler und Kompositeur Vogler. Dieses Streichquintett dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nie aufgeführt worden sein, und ist auch deshalb eines seiner (und nicht nur seiner!) interessantesten Streichquintette überhaupt. Das groß angelegte Werk dient jedenfalls zur Überraschung des Abends. Jérôme-Joseph de Momigny (Bd. 2 Paris 1806, S. 694) vergleicht 1806 die Quintette dreier Meister - Boccherini, Mozart und Pleyel: „Ceux de Boccherini ont eu une vogue étonnante et la justifient à plusieurs égards. Mozart en a trop peu faits; Pleyel ne saurait trop en faire.“ Neben dem Bedauern, dass Mozart zu wenige Quintette gemacht habe, steht unmittelbar der Wunsch nach weiteren Werken Pleyels: „Er könnte ihrer gar nicht genug machen.“ Viel Freude beim Hören!


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