Details

"Musik aus Stuttgart"

Komponist: Ludwig Schuncke, Johann Joseph Abert

Interpret(en): Ljiljana Borota, Roswitha Sicca, Joachim Draheim, Christian Knebel, Martin Nagy, Thomas Pfeiffer, Claus Temps, Abert-Qua...

Aufnahme: 7.11.03, 12.5.+19./20.7.+ 20.12.04, 21.1.05

Qualität: DDD

EAN: 4260052384657

Bestell-Nr.: ARS 38 465

Preis: 18,00 €

Spieldauer: 78:05

Veröffentlicht: 30. April 2007


Kammermusik und Lieder von Johann Joseph Abert und Ludwig Schuncke

Die vorliegende CD mit einem Streichquartett, vierhändiger Klaviermusik und Liedern "aus Stuttgart", d.h. von zwei Komponisten, die längere Zeit in Stuttgart gelebt und gewirkt haben, und mit Werken, die überwiegend in Stuttgart entstanden sind, gibt – fast ausschließlich mit Erstaufnahmen – einen farbigen und faszinierenden Einblick in eine reiche lokale Musikszene, deren Bedeutung und Reiz allzuoft unterschätzt und ohne nähere Prüfung als provinziell eingestuft werden. Der frühverstorbene geniale Ludwig Schuncke (1810–1834) steht durch seinen jüngeren Bruder Hugo (1823–1909) sogar in indirekter Verbindung mit Johann Joseph Abert (1832–1915), dem zweiten Komponisten dieser CD. Dieser spielte viele Jahre als Geiger in der Stuttgarter Hofkapelle unter Aberts Leitung und verfasste auch den vierhändigen Klavierauszug von Aberts "Columbus – Musikalisches Seegemälde in Form einer Sinfonie" op. 31 (1864), was auf freundschaftliche Beziehungen schließen lässt.
Joachim Draheim


Ludwig Schuncke (1810–1834)
Rondo brillant G-Dur *
für Klavier zu 4 Händen

Petit Rondeau C-Dur *
für Klavier zu 4 Händen
 
"Erlkönig" *
(Johann Wolfgang von Goethe) (1827)

"Der Jüngling am Bache" *
(Friedrich von Schiller)

"Frühlingslied" *
(Ludwig Hölty)

"Erster Verlust" *
(Goethe) (1827)

"Gretchen am Spinnrad" (Goethe)
(erschienen 1840 als Musikbeilage zur "Neuen Zeitschrift für Musik")

Deux Pièces caractéristiques op. 13 *
für Klavier zu 4 Händen (erschienen 1834)
Andante con moto b-moll
Presto c-moll

Johann Joseph Abert (1832–1915)
Sechs Lieder *
für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte
(erschienen 1879)

"Dort ist so tiefer Schatten" *
(Joseph von Eichendorff)

"Kalt und schneidend weht der Wind" *
(Hermann Lingg)

"Süße, liebliche Gestalt" *
(August Silberstein)

"Wiegenlied" *
(Albert Träger)

"Wandern" *
(Albert Träger)

"Auf geheimem Waldespfade" *
(Nikolaus Lenau)

"Des Glasers Töchterlein" *
(Albert Träger) (erschienen 1879)

Streichquartett A-Dur op. 25 *
(1862, erschienen 1864)
Allegro non troppo
Adagio
Scherzo
Finale: Allegro

* first recording

Roswitha Sicca, Mezzosopran
Martin Nagy, Tenor
Claus Temps, Bass-Bariton
Thomas Pfeiffer, Bariton
Ljiljana Borota, Klavier
Christian Knebel, Klavier
Klavierduo Ljiljana Borota und Christian Knebel
Joachim Draheim, Klavier

Abert-Quartett Stuttgart:
Monica Hölszky-Wiedemann, 1. Violine
Sonoko Imai, 2. Violine
Horst Strohfeldt, Viola
Irene Genal, Violoncello


Südwestrundfunk LogoCo-Produktion mit dem SWR,
der Johann-Joseph-Abert-Gesellschaft e.V. Stuttgart
und dem Schuncke-Archiv e.V. Baden-Baden

Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. Schuncke: Rondo brilliant G-Dur für Klavier zu 4 Händen 05:25  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Schuncke: Petit Rondeau C-Dur für Klavier zu 4 Händen 02:31  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Schuncke: 'Erlkönig' ( Goethe, 1827) 04:00  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Schuncke: 'Der Jüngling am Bache' ( Schiller) 03:29  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Schuncke: 'Frühlingslied' (Hölty) 01:45  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Schuncke: 'Erster Verlust' (Goethe) 01:19  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Schuncke: 'Gretchen am Spinnrad' ( Goethe) 02:46  320 kbit/s   
 
1,20 € 
08. Schuncke: Deux Pièces caractéristique op. 13 zu 4 Händen I. Andante con moto in b-Moll 06:30  320 kbit/s   
 
1,20 € 
09. Schuncke: Deux Pièces caractéristique op. 13 zu 4 Händen II. Presto in c-Moll 07:14  320 kbit/s   
 
1,20 € 
10. Abert: 'Dort ist tiefer Schatten' (Eichendorff) 03:06  320 kbit/s   
 
1,20 € 
11. Abert: 'Kalt und schneidend weht der Wind' (Lingg) 02:26  320 kbit/s   
 
1,20 € 
12. Abert: 'Süße, liebliche Gestalt' (Silberstein) 02:21  320 kbit/s   
 
1,20 € 
13. Abert: 'Wiegenlied' (Träger) 01:36  320 kbit/s   
 
1,20 € 
14. Abert: 'Wandern' (Träger) 01:47  320 kbit/s   
 
1,20 € 
15. Abert: Auf geheimen Waldespfade' (Lenau) 02:33  320 kbit/s   
 
1,20 € 
16. Abert: 'Des Glasers Töchterlein' (Träger) 03:19  320 kbit/s   
 
1,20 € 
17. Abert: Streichquartett A-Dur op. 25 I. Allegro non troppo 07:46  320 kbit/s   
 
1,20 € 
18. Abert: Streichquartett A-Dur op. 25 II. Adagio 05:05  320 kbit/s   
 
1,20 € 
19. Abert: Streichquartett A-Dur op. 25 III.Scherzo 04:39  320 kbit/s   
 
1,20 € 
20. Abert: Streichquartett A-Dur op. 25 IV. Finale: Allegro 08:13  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Musik aus Stuttgart 78:05  
18,00 €

Rezensionen
Klassik.com
Tobias Pfleger von klassik.com schrieb am 13.05.2007 Folgendes zu dieser Cd:
"Preziosen aus der Schwabenmetropole
Das Musikleben des 19. Jahrhunderts in deutschen Landen ist kaum überschaubar. Das hängt zu einem Gutteil mit der territorialen Zerstücktheit, der fehlenden politischen Einheit zusammen. Was sich dem Blick des Historikers oder allgemein: dem Rückschauenden als unüberschaubare Vielgestaltigkeit erweist, war eine Musikkultur, die ihre Vielfalt eben den bestimmenden politischen Rahmenbedingungen verdankte. Städte, allen voran Adelsresidenzen, verfügten über ein breites kulturelles Angebot, das heute unglaublich weit gefächert in Relation etwa zu den Einwohnerzahlen erscheint. Gutes Beispiel: Stuttgart. Die Hauptstadt des Königreichs Württemberg konnte im 19. Jahrhundert eine breite Palette (musik-)kultureller Erscheinungen entfalten, die sich – üblich für den institutionellen Kontext – oft mit wenigen zentralen Persönlichkeiten verband. Eine dieser prägenden Gestalten war in Stuttgart wohl der Dirigent Peter Joseph von Lindpaintner (wie in dem glänzend recherchierten und geschriebenen Booklettext von Dr. Joachim Draheim berichtet wird).

Mit ‘Musik aus Stuttgart’ ist nun eine Veröffentlichung, entstanden in Zusammenarbeit von Ars Produktion und SWR, überschrieben, in der Musik von zwei Komponisten vorgestellt wird, die für das Stuttgarter Musikleben für eine Zeit lang prägend gewesen sein dürften: von dem allzu früh verstorbenen Ludwig Schuncke (1810–1834) und Johann Joseph Abert (1832–1915).

Frühromantik pur
Von Ludwig Schuncke, Jugendfreund Robert Schumanns und eine Zeit lang enger Vertrauter, sind alle von ihm komponierten Werke für Klavier zu vier Händen auf der CD enthalten. Das ‘Rondo brillant’ in G-Dur präsentiert sich als ein Virtuosenstück, das dennoch auch musikalisch zu überzeugen weiß. Das Klavierduo Ljiljana Borota und Christian Knebel bietet dafür alle technische Brillanz auf, um die funkelnde Klanglichkeit dieses Schaustücks zu unterstreichen. Das gelingt ihnen sehr gut, ebenso in dem ‘Petit Rondeau’ in C-Dur. Stellenweise kommt der Wunsch auf, diese Musik auf zeitgenössischen Hammerklavieren zu hören, um den rauschenden, rasselnden Sound des feurigen Figurenwerks in all seinem virtuosen Verve noch deutlicher zu machen. Doch Borota und Knebel schaffen es auch auf modernem Instrumentarium, frühromantisches Leben in diese Musik zu bringen. Noch eindringlicher gestalten sie dann Schunckes ‘Deux Pièces caractéristiques’ op. 13 (erschienen 1834). Das ‘Andante con moto’ in b-Moll donnert mit düsterer Gewalt Trauermarsch-Punktierungen vorwärts, kaum aufgehellt in dem mehr bewegten Mittelteil. Borota und Knebel kosten die Schwärze dieser Musik aufs Vollste aus, schaffen aber leichte Schattierungen in all der dunklen Trauerwelt dieser ‘Pièce caractéristique’. Von frühromantischem leidenschaftlichem Glühen ist das ‘Presto’ in c-Moll erfüllt, dessen bedrohlicher Schwung von den beiden Pianisten bestens getroffen wird.

Die Sänger der fünf Lieder Schunckes können ebenso für sich einnehmen. Sehr eindringlich gerät der ‘Erlkönig’ aus dem Jahr 1827, gesungen von dem Bass-Bariton Claus Temps, der vor allem durch klare Textdeklamation besticht und seinen Part eher zurück nimmt; denn die wirklich dramatische Funktion hat in diesem Lied eigentlich das Klavier, quasi ‘redend’ eingesetzt von Christian Knebel. Ebenso überzeugend agiert der Tenor Martin Nagy, auch er mit eher kleiner Stimme den Text in den Vordergrund der Gestaltung stellend [...]

Nach der Jahrhundertmitte
Johann Joseph Abert, gefeierter Kontrabassist und Hofkapellmeister in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wird hier mit seinen ‘Sechs Liedern’ (erschienen 1879) und seinem Streichquartett A-Dur op. 25 vorgestellt. Die Lieder wirken im Gegensatz zu denen von Schuncke etwas zurück genommen im Ausdruck, doch erweist sich Abert in der Durchgestaltung des Klavierparts durchaus als ernst zu nehmender Liedkomponist [...]
Das Abert-Quartett Stuttgart, benannt nach dem Komponisten, dessen A-Dur-Quartett die Formation Mitte der 1980er Jahre erstmals zusammen führte, legt sich für das 1862 entstandene Streichquartett Aberts kräftig ins Zeug [...]
‘Musik aus Stuttgart’ macht uns hier mit interessanten Preziosen aus dem Stuttgarter Musikleben des 19. Jahrhunderts bekannt."
 
Badische Neueste Nachrichten
Karl-Heinz Fischer schrieb in den Badischen Neuesten Nachrichten am 28.03.2007 Folgendes über diese Cd:
"Wenn man sich die CD anhört, fragt man sich in der Tat verwundert, warum diese Musik nicht einem großen Pubikum bekannt ist, sie steht in der Qualität viel bekannteren Werken in nichts nach. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass ein Tonträger mit Musik von Außenseitern des derzeitigen Musikgeschäfts wie Ludwig Schuncke und Johann Joseph Abert sowohl bei der Aufnahmetechnik als auch bei der Interpretation mit so viel Sorgfalt und Aufwand produziert wurde wie die CD "Musik aus Stuttgart", was durchaus keine Selbstverständlichkeit ist."
 
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