Streichorchester
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David Sinclair

Der kanadische Kontrabassist David Sinclair begann das Studium seines Instruments bei Nanci-Carole Davis. Später studierte er weiter bei Joel Quarrington und machte an der Universität von Boston seinen Bachelor bei Lawrence Wolfe und Edwin Barker. Die nächsten beiden Jahre verbrachte er als Preisträger des „Kahn Award“ der Universität von Boston und mit Unterstützung des „Canada Council“ sowie des „Floyd S. Chalmers Fund“ in Wien, wo er das Solospiel bei Ludwig Streicher studierte.
Seine erste Berufung erfolgte 1987, als ihn die Camerata Academica des Mozarteums Salzburg unter Sándor Végh als ersten Kontrabassisten engagierte. Er wirkte dort an einer gefeierten Aufnahmeserie von Mozart-Divertimenti und Mozart-Klavierkonzerten mit (letztere mit András Schiff).
David Sinclair lebt seit 1992 in Paris. Er hat den Karriereweg des freiberuflichen Musikers eingeschlagen und ist als solcher viel beschäftigt. Sowohl auf zeitgenössischen als auch historischen Instrumenten spielt er Orchester-, Opern-, Kammermusik und Solostücke in den verschiedensten Ensembles. Zu letzteren zählen die Quatuor Mosaïques und das Ensemble Baroque de Limoges unter Christophe Coin, die Musica Antiqua Köln unter Reinhard Goebel, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, die Kölner Akademie, das Anima Eterna Symphonieorchester und das Tafelmusik Barockorchester. Erst kürzlich wurde er zum ersten Kontrabassisten des in Paris ansässigen „Chambre Philharmonique“ unter der Leitung von Emmanuel Krivine berufen.
Das Interesse David Sinclairs, der auch die Viola da Gamba spielt, für den Wiener Bass verdankt sich gleichermaßen der Gamba-Tradition wie dem Kontrabassspiel. 1993 spielte er für Titanic Records mit den „Musicians of the Old Post Road“ erste Solostücke auf dem Wiener Bass ein, wobei er unbekannte Kammermusikwerke von Vanˇhal, Mannl und Haydn präsentierte.
Eng verbunden mit dem Solospiel ist auch sein Interesse für die Herstellung von Streich-bögen. Seit 1990 stellt Sinclair seine eigenen Bögen her, wobei er die schönsten Bassbögen des 18. Jahrhunderts aus europäischen Museen und privaten Sammlungen als Modellvorlage verwendet. David Sinclair lehrt in Basel (Schweiz) Kontrabass und Violone an der Schola Cantorum Basiliensis.


 

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