Streichorchester
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Andreas Woyke

Das intensive Forschen, die ständige Suche nach neuen und unkonventionellen Wegen in der Musik bestimmt den künstlerischen Lebensweg von Andreas Woyke. Seine Lehrer haben ihn von unterschiedlichsten Seiten her geprägt: Pál Molnar brachte ihm die wichtigen Grundbegriffe bei und förderte das Auswendigspiel, Aldo Antognazzi arbeitete intensiv am Klang, durch Pavel Gililov lernte er die besondere Liebe zum Detail und die Fähigkeit, mit Musik Geschichten zu erzählen. Der vordergründig intuitive Aspekt in Gililovs Unterricht wurde schlußendlich durch den eher analytischen Ansatz seines letzten Lehrers Rudolf Kehrer ergänzt. Aus diesen Einflüssen und seinem eigenen Forschungsdrang hat er zu seinem eigenen persönlichen Stil gefunden. Die Presse hebt in Konzert­rezensionen stets seine hohe Interpretationskunst hervor, die nie in technischen Oberflächlichkeiten zu ersticken droht.
Wettbewerbspreise wie z.B. der 1. Preis beim Hamburger Brahms-Wettbewerb, der 1. Preis beim Wiener Wettbewerb für Musik des 20. Jahrhunderts oder dem 2. Preis beim UNISA-Transnet-Competition in Südafrika bewertet Andreas Woyke nicht übergebühr, betrachtet sie aber durchaus als angenehme Würze einer künstlerischen Laufbahn, die ebenso gesäumt ist von Konzertauftritten auf nahezu allen Kontinenten. In seinem Konzertrepertoire finden sich eher selten gespielte Werke als die "Klassik-Hits". Mit dem fantastischen Dirigenten Kazushi Ono hat er beispielsweise die Klavierkonzerte Nr. 1 und Nr. 2 von Bartok und das Klavierkonzert von Samuel Barber aufgeführt und für den Südwestfunk eingespielt.
Andreas Woyke überschreitet Grenzen. Die Improvisation ist ein sehr bedeutender Teil seines Lebens. Freie und konzeptionelle Improvisation, wie beispielsweise sein von der Grazer Murinsel inspiriertes Werk „Acconci Island“, stehen hierfür genauso wie seine 2003 gegründete Fusion-Jazz-Band „D’yamba“.
Auch in seinen klassischen Konzertprogrammen ist er ständig auf der Suche nach dem improvi-sierenden Moment. Kadenzen zu klassischen Klavierkonzerten improvisiert oder komponiert er selbst. Beispielsweise hat seine Auseinandersetzung mit Mozarts streckenweise nur skizzen-haft komponierten Krönungskonzert zu einem völlig eigenen Arrangement des Werks geführt, das von der landläufig bekannten und gespielten Fassung des Mozart-Zeitgenossen André stark abweicht. Auszierungen in den Werken Bachs, Händels oder Scarlattis stellen ebenso immer eine reizvolle Herausforderung für den improvisierenden Künstler Woyke dar.
Seit Frühjahr 2003 arbeitet er mit dem phantastischen, expressiven Cellisten Friedrich Kleinhapl zusammen. Die vorliegende Aufnahme ist Andreas Woykes Solo-Debut.

Foto: Andreas Woyke, (Copyright: Christian Jungwirth) 

 

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