Details

"Streichtrios von ferdinand hiller - carl reinecke"

Komponist: Ferdinand Hiller, Carl Reinecke

Interpret(en): neues wuppertaler streichtrio, Jakob Schatz, Michael Gehlmann, Denis Krotov

Aufnahme: Juni 2009

Qualität: DDD

EAN: 4260052384916

Bestell-Nr.: ARS 38 491

Preis: 18,00 €

Spieldauer: 57:44

Veröffentlicht: 02.02.2010


Obwohl Ferdinand Hiller heutzutage fast vollständig in Vergessenheit geraten ist, gilt er als eine der repräsentativsten, vielseitigsten und einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten des 19. Jh. Dem Vorbild Mendelssohns in Leipzig ähnlich, wirkte er als Pädagoge, Komponist, Instrumentalist, Dirigent und als Organisator und Beförderer der Musik, wobei Hiller, dank seiner gesellschaftlichen Überlegenheit sowie seiner schriftstellerischen und journalistischen Tätigkeit, bedeutenden Einfluss auf das Musikleben des 19. Jh. nahm.
Hiller und Reinecke repräsentierten den universellen Künstlertypus, dessen Wirken weit über das kompositorische Schaffen hinausging. Ihre Tätigkeit wirkte weiter im Werk des gemeinsamen Schülers Max Bruch, genauso wie in den Impulsen, die sie ins öffentliche Leben des 19. Jh. aussandten, und die im anwachsenden öffentlichen Musikinteresse ihren Widerhall fanden.
Gegenwärtig erfährt Reineckes Musik eine Renaissance, zu der auch diese Einspielung ihren Beitrag leisten möchte.



ferdinand hiller 1811–1885
op. 207 nachgelassenes Werk Nr. 2
    1    allegro con fuoco
    2    andante con moto
    3    intermezzo (allegro)
    4    presto

carl reinecke 1824–1910
streichtrio op. 249
    5    allegro moderato
    6    andante
    7    intermezzo
    8    adagio ma non troppo lento
    9    allegro, un poco maestoso



neues wuppertaler streichtrio:
jakob schatz, violine
michael gehlmann, viola
denis krotov, violoncello

Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. Hiller: op. 207 Nr. 2 - allegro con fuoco 09:54  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Hiller: op. 207 Nr. 2 - andante con moto 06:44  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Hiller: op. 207 Nr. 2 - intermezzo (allegro) 05:52  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Hiller: op. 207 Werk Nr. 2 - presto 06:39  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Reinecke: Streichtrio op. 249 - allegro moderato 08:04  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Reinecke: Streichtrio op. 249 - andante 09:07  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Reinecke: Streichtrio op. 249 - intermezzo 02:30  320 kbit/s   
 
1,20 € 
08. Reinecke: Streichtrio op. 249 - adagio ma non troppo lento 02:38  320 kbit/s   
 
1,20 € 
09. Reinecke: Streichtrio op. 249 - allegro, un poco maestoso 06:16  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Streichtrios von ferdinand hiller - carl reinecke 57:44 CD  
18,00 €
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Rezensionen
Westdeutsche Zeitung, 16.02.2010
In der Westdeutschen Zeitung (vp) erschien am 16.02.2010 folgende Kritik über diese Cd:
"Ein Streichtio entdeckt verborgene Schätze

In Sachen Raritäten-Suche spürt das Neue Wuppertaler Streichtrio gerne verborgene Schätze auf. Auch seine zweite CD enthält kaum gehörte Werke: Das Trio op. 207 (nachgelassenes Werk no.2) von Ferdinand Hiller und das Opus 249 von Carl Reinicke. Kennt man Reinicke noch als Dirigenten, nicht zuletzt als Kapellmeister in Barmen (1854-1885) eine gefragte Musikerpersönlichkeit, die Köln zur Stellung als Musikmetropole verhalf. Und beide waren schließlich auch als Kapellmeister am Gewandhaus tätig. Die Musik beider Komponisten steht in der Tradition der altdeutschen Romantiker Schumann und Mendelssohn-Bartholdy und reicht noch nicht an die in die Zukunft weisenden Kompositionen von Brahms, Liszt und Wagner heran. Das Hiller-Werk birgt zwei Ecksätze von heiter-bewegtem Tenor mit Dominanz rhythmischer Grundfiguren. Das “Andante con moto” ist ein verhaltener, getragener Satz mit wechselnden Themen und innigen Kantilenen der drei Instrumente, an den sich das Intermezzo wie eine weit schweifende Fantasie anschließt. Im schönen Wechselspiel gestaltet das Trio dieses Werk, und das dynamisch ausgeklügelte und technisch perfekte Spiel schmeichelt dem Ohr. Das gilt auch für Reinickes fünfsätziges Trio. Zupackend erklingt das aufgeregte Allegro im satten Streicherklang mit lebendigem Mittelteil. Schwungvoll, aber keineswegs fröhlich wirkt das Intermezzo, und im Adagio schwingt sich die Violine über dunkel wogendem Grund von Viola und Cello zur Melodie auf. Die wird im Finalsatz vielfältig weitergesponnen. Das Trio Jakob Schatz (Vioine), Michael Gehlmann (Viola) und Denis Krotov (Violoncello) ist in den Orchestern zu Wuppertal und Dortmund zu Hause. Gehlmanns Aufnahme in der Citykirche Elberfeld kommt ohne beschönigenden Hall aus. Für Freunde der Streicher-Kammermusik ist die CD ein absolutes Muss."
 
Das Orchester 10/2010
Katharina Hofmann schrieb in Das Orchester Folgendes über diese Cd:
"Wieder eine kleine neue Ausgrabung: Zwei Komponisten aus der deutschen romantischen Tradition kommen hier gemeinsam ans Licht, die vergessen schienen. Das Neue Wuppertaler Streichtrio präsentiert Ferrdinand Hiller, umtriebiger Mitgestalter des rheinischen bürgerlichen Musikbetriebs sowie Freund Mendelssohns und Schumanns, und Carl Reinnecke, ab 1860 langjähriger Leiter des Leipziger Gewandhauses. Beide Musiiker prägten ihre Epoche als Musikmanager und Publizisten, als Dirigenten und Solisten. Und beide vertreten in ihrer Mendelssohn- und Schumann-Nachfolge eine traditionelle, konservative Musikkultur, an der die weitere Musikentwicklung vorbeigezogen ist. Ihre Kompositionen sind heute verrgessen.
In der Renaissance, in der Neu-Erfindung ihrer Werke zeigt sich symptomatisch eine gewisse Hilflosigkeit unseres Konzertbetriebs: Heutige zeitgenössische Kompositionen sind auf CD nicht leicht zu vermitteln und das bekannte klassisch-romantische Repertoire ist zur Genüge abgegrast. Auch die Wiederentdeckungen unbekannter Werke bekannter Komponisten haben schon ihre Plätze im CD-Regal gefunden. Nun bringen vergessene Meister immerhin noch Lorbeerkränze. Und hoffentlich mehr als nur Ehre bringt den Wuppertalern ihr Hinweis auf diese nun wiederbelebten vergessenen Meister.
Jakob Schatz (Violine), Michael Gehlmann (Viola) und Denis Krotov (Cello) stellen Spätwerke Hillers und Reineckes zur Diskussion: von Hiller, der von 1811 bis 1885 lebte, ein nachgelassenes op. 207 und von dem jüngeren Reinecke (1824 - 1910) ein 1901 publiziertes Trio op. 249. Beiden Trios gibt das großartig aufeinander eingeschworene Wuppertaler Trio, das sich aus Orchestermusikern aus Wuppertal (Schatz und Gehlmann) und Dortmund (Krotov) zusammensetzt, durch einen luftig-leichten roomantischen Spielduktus die besten Rezeptionsmöglichkeiten mit auf den Weg.
Über diese Interpretation hätten sich die Komponisten sicher sehr gefreut. Alle Strukturen, Brüche, Wandlungen, zarten Melodiebögen, Ausbrüche sind plastisch gemacht. In Hillers Trio überwiegen epigonale Züge, bei schöner Melodienfindung und einem formal experimentellen zweiten Satz. Im dritten Satz scheint die Zeit zu stagnieren. was die Musiker mit gediegener Tongebung wettmachen. Eigenwilliger, wenngleich nicht modern, erscheint das wohl 20 Jahre später komponierte Opus des damals 77-jährigen Reinecke. Intakte Phrasen werden nicht in Frage gestellt, aber auch nicht mit Gewalt überhöht, eher wie in einer sehnsuchtsvollen Rückkblende dargebracht. Beide Streichtrios sind herzlich willkommen, das enge Streichtrio-Repertoire zu ergänzen und unser historisches Wissen zur Kultur der Gründerzeit zu erweitern."
 
Ensemble 10/2010
Anja Renczikowski schrieb in Ensemble Folgendes zu dieser Cd:
"Vergessene Jubilare

Wenn es Jubiläen prominenter Komponisten zu feiern gibt, haben es die weniger bekannnten Tonmeister schwer. Zurnal wenn es sich um so universelle Künstler handelt wie Ferdinand Hiller (125. Todestag) und Carl Reinecke (100. Todestag). Zwar folgten sie ihrem Vorbild Mendelssohn und arbeiteten als. Pädagogen, Komponisten. Instrumentalisten, Dirigenten und Musikorganisatoren - doch zu Ruhm und Anerkennung von der Nachhwelt verhalf ihnen diese "Mulitasking"-Fähigkeit nicht. Beide studierten bei Mendelssohn. Tatsächlich klingt Hillers Streichtrio etwas einfallslos - es fehlt das Prägnante und Individuelle. Da hilft auch nicht das engagierte und harmonische Musizieren des Neuen Wuppertaler Streichtrios. Interessanter ist das Trio von Carl Reinecke, das ungleich virtuoser - wenn auch für seine Zeit konservativ - klingt."
 
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