Details

"Streichtrios von theodor blumer - max reger"

Komponist: Theodor Blumer, Max Reger

Interpret(en): neues wuppertaler streichtrio, Jakob Schatz, Michael Gehlmann, Denis Krotov

Aufnahme: Mai 2007

Qualität: DDD

EAN: 4260052384831

Bestell-Nr.: ARS 38 483

Preis: 18,00 €

Spieldauer: 53:13

Veröffentlicht: 01.02.2008


theodor blumer 1881–1964
op. 55
    1    präludium
    2    adagio
    3    burleske

max reger 1873–1916
op. 77b
    4    sostenuto – allegro agitato
    5    larghetto
    6    scherzo
    7    allegro con moto

neues wuppertaler streichtrio:
jakob schatz, violine
michael gehlmann, viola
denis krotov, violoncello

Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. Blumer: op. 55 - präludium 11:30  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Blumer: op. 55 - adagio 06:57  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Blumer: op. 55 - burleske 10:04  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Reger: op. 77b - sostenuto – allegro agitato 07:26  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Reger: op. 77b - larghetto 07:44  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Reger: op. 77b - scherzo 02:20  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Reger: op. 77b - allegro con moto 07:00  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Streichtrios von theodor blumer - max reger 53:13 CD  
18,00 €
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Rezensionen
ensemble 3-08 Juni / Juli


Repertoirewert: 5 Sterne
Klang: 4 Sterne
Interpretation: 5 Sterne

Isabel Fedrizzi schrieb in ensemble Folgendes über diese Cd:
"Dreifach gelungen
Wenn sich in der fast grenzenlosen Fülle des spannenden musikalischen Repertoires aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein so wertvolles Werk wie das von Theodor Blumer (1881-1964) findet, so detailgenau studiert und vollendet zum Klingen gebracht wird wie vom Wuppertaler Streichtrio, und drittens in so ausgezeichneter Qualität aufgenommen wird wie vom exzellenten Label Ars Produktion, besteht dreifacher Grund zur Freude. Mit der Ersteinspielung des op. 55 des Dresdner Komponisten Theodor Blumer erweckt das Trio ein spätromantisches Streichtrio von 1928 zum Leben, das zwar tonal gebunden ist, sogar klassische und barocke Züge trägt, aber dennoch in mancher harmonischen Kühnheit in die Richtung Regers oder auch schon der Neuen Wiener Schule blickt. Insofern ein idealer Partner an der Seite von Regers bekanntem op. 77b. Nur ein halbes Jahr vor Vollendung seines Trios Ende 1904 schreibt Reger: "Mir ist's absolut klar, was der heutigen Musik mangelt: ein Mozart! - Und nun ganz offen: die ersten Früchte dieser Erkenntnis sind: op. 77a Serenade für Flöte, Violine u. Viola und op. 77b Trio für Violine, Viola u. Violoncello." Ein bewusst rückgewandtes Werk, das gerade dadurch eigenen Stellenwert innerhalb des Reger-OEuvres einnimmt. Beide kammermusikalischen Kostbarkeiten mit viel Gespür für den Geist dieser Musik und in exzellenter Qualität eingespielt - ein Highlight."
 
Redaktion Klassik.com


Interpretation: 4 Sterne
Klangqualität: 4 Sterne
Repertoirewert: 4 Sterne
Booklet: 4 Sterne

Dr. Stefan Drees von klassik.com schrieb am 13.06.2008 Folgendes über diese Cd:
"Sorgfältige Darstellung
Als Gattung der Streicherkammermusik ist das Trio für Violine, Viola und Violoncello längst nicht so populär geworden wie das Streichquartett. Dies lässt sich bereits an der Lücke ablesen, die – sieht man einmal von löblichen Ausnahmen wie etwa den entsprechenden Werken von Sergej Tanejew – nach Ludwig van Beethovens bedeutenden Streichtrios spätestens von Franz Schubert an durch das gesamte 19. Jahrhundert hindurch klafft. Erst nach der Jahrhundertwende begannen die Komponisten wieder ein zunehmendes Interesse für die transparente Besetzung mit drei Streichern zu zeigen, das bis zum heutigen Tag eine ganze Reihe bedeutender Repertoirewerke hervorgebracht hat. Innerhalb dieser historischen Entwicklung markiert das viersätzige Streichtrio a-Moll op. 77b (1904) von Max Reger (1873-1916) einen wichtigen Wendepunkt.

Das Neue Wuppertaler Streichertrio mit Jakob Schatz (Violine), Michael Gehlmann (Viola) und Denis Krotov (Violoncello) fokussiert in einer bei der Ars Produktion erschienen CD genau auf diese Zeit und widmet sich unter anderem Regers Komposition. Dabei verstehen es die drei Musiker, dem reizvollen Werk jeglichen Anflug von Schwerfälligkeit zu nehmen; vielmehr lassen sie in ihrer ansprechenden und stellenweise fast verspielt anmutenden Wiedergabe immer wieder den serenadenhaften Tonfall über die zum Teil spannungsreiche Harmonik dominieren. Vor allem das an zweiter Stelle platzierte Larghetto überzeugt durch eine gekonnt in der Schwebe gehaltene Mischung aus Ruhe und leichter Erregtheit, die sich dann in der raffiniert konstruierten Einfachheit des Scherzos Bahn bricht und schließlich im klangfarbenreichen Finale ihr Ziel findet.

Auch wenn die Interpretation hier sehr für sich einnimmt, erweist sich doch das 1928 entstandene Streichtrio op. 55 von Theodor Blumer (1881-1964) als eigentlicher Clou der Einspielung. Strenge kontrapunktische Künste sind es, die der Komponist im ausgedehnten Kopfsatz – trotz seiner eher unscheinbaren Bezeichnung ‚Präludium’ der längste und zugleich elaborierteste Werkteil – kontrastierend zu freien, melodisch geprägten Abschnitten setzt. Die Musiker nehmen dieser Eröffnung ein wenig von ihrer Strenge, indem sie der Kontrapunktik dezidiert romantische Färbungen ihrer Tongebung entgegensetzen, was die Musik eigenartig changieren lässt. Der anschließende, von einer tief empfundenen Kantilene dominierte Adagio-Mittelsatz ist ganz auf seine feinen Details hin interpretiert und durch ein gewisses Maß an Zurückhaltung bei gleichzeitiger Wahrung des kantablen Ausdrucks gekennzeichnet.

In der abschließenden ‚Burleske’ herrscht schließlich – garniert mit tänzerischen Einsprengseln – eine gelöste Stimmung vor, die aufgrund der kunstvollen Setzweise stellenweise fast schon fragil wirkt. Hier erreicht die Werkwiedergabe ihre größte Transparenz und vom Ausdruck her den größten Kontrast zum kontrapunktischen Kopfsatz, dessen freie Abschnitte in einer eingefügten Violinkadenz noch einmal anklingen. Insgesamt erweist sich das Neue Wuppertaler Streichtrio in beiden eingespielten Kompositionen als sorgfältiger Anwalt einer in der Konzertpraxis viel zu selten erklingenden Musik, die – auch aufgrund der gelungenen, technisch souveränen und klanglich sehr gut ausbalancierten Umsetzung – mit einer ganzen Reihe von Überraschungsmomenten aufzuwarten versteht."
 
Das Orchester 07-08/2008
Jörg Loskill schrieb in Das Orchester (07-08/2008, Seite 68) Folgendes über diese Cd:
"Arnold Schönberg nannte Max Reger immerhin „ein Genie“. In seiner Zeit, als er zu den meistgespielten Komponisten zählte, wurde Reger allerdings von großen Teilen der Hörerschaft abgelehnt: zu kompliziert, zu schwierig, zu modernistisch. Und was macht ein Tonschöpfer in einem solchen Fall: Er bemüht sich um „Verständlichkeit“. Zwar forderte Reger einen „Mozart für heute“, doch so weit ging er natürlich nicht zurück in seinem Schaffen. Dennoch: Das Trio op. 77b macht die Besonnenheit eines Komponisten deutlich, etwas Konventionelleres oder gar Bequemes zu schreiben. Dieses Streichtrio, 1904 uraufgeführt, war auf Anhieb ein Erfolg. Vielleicht, weil er Beethovens Tradition hier besonders im Kopf hat; vielleicht, weil er insgesamt ziemlich brav, aber durchaus schwelgerisch mit dem Material umgeht; vielleicht, weil er in Melodie, Motivik, Verarbeitung und Satzfolge die Bedürfnisse eines Streichtrios im Hinblick auf ein klassisch geprägtes Auditorium ideal erfüllt. Alles zusammen: Dieses op. 77b dringt zwar ebenfalls (wie in vielen anderen meisterlichen Werken) bis an die Grenzen einer harmonischen Ordnung vor, doch wirkt es eben nicht provozierend oder gar revolutionär. Es klingt schön, reif, fordernd, animierend.
Das ist der Einstieg für das Neue Wuppertaler Streichtrio mit Jakob Schatz (Violine), Michael Gehlmann (Viola) und Denis Krotov (Cello). Sie sind Mitglieder der Dortmunder Philharmoniker bzw. des Sinfonieorchesters Wuppertal. 2004 traten sie erstmals öffentlich auf. Zum Verständnis des Teams zählt, dass man das Unbekannte neben Bekanntes in den Konzertprogrammen und Aufnahmen stellt – so wie in diesem CD-Fall. Denn neben Regers üppiger Klangpracht interpretiert das Trio noch die Rarität von Theodor Blumer (1881-1964), der im spätromantischen Geist mehr als nur Gebrauchsmusik schrieb. Dieses beachtliche op. 55 steht Brahms ebenso nahe wie im weitesten Sinne auch Robert Schumann. Blumer wollte nicht diese Form als Experimentierterrain benutzen, sondern er mischt gekonnt barocke Elemente mit klassischen – er bleibt somit in der Spur des 19. Jahrhunderts, immerhin mit Ausblick auf die Impressionisten, deren elegante Farbskala er als Klangvaleurs gekonnt auslotet. Andererseits: Richard Strauss’ kompositorischen Vorstellungen ist er ebenfalls nicht weit enteilt. Blumer war in den 1920er Jahren Musikchef und Kapellmeister am Dresdener Rundfunk (Mirag). Er verfügt über Erfahrung, über spezifische Klangfacetten und über kontrapunktische Souveränität. Er schrieb viel für Funkhaus-Konzertprogramme.
Zusammen ergeben die beiden Werke, transparent und mit motorischer Verve einstudiert vom Wuppertaler Streichtrio, einen hervorragenden Einblick in diese kammermusikalisch delikate Form einer Umbruchzeit. Reger und Blumer ergänzen sich in dieser Zusammenstellung als jeweiliger Meister auf dem Höhepunkt ihrer Epoche, wobei Reger sicherlich weiter in seinem inneren Antrieb und seinen musikalischen Möglichkeiten als „Neuerer“ geht. Aber diese Zusammenstellung auf einer CD ist eine Hörempfehlung – für die, die das Besondere und Seltene sich herauspicken, aber auch für die, die glutvolle Abschiedsfarben der großen deutschen Musiktradition wünschen."
 
Musenblätter
Frank Becker schrieb bei musenblaetter.de Folgendes über diese Cd:
"Ein Musenkuß! - neues wuppertaler streichtrio mit einer Kammermusikveröffentlichung von hohem Rang
Werke von Theodor Blumer und Max Reger mit einzigartiger Tiefe

Klassik
Tief bewegend

Von gläserner, zerbrechlicher Zartheit ist Theodor Blumers Ansatz zu seinem stimmungsreichen Streichtrio op. 55, das jetzt in einer brillanten Aufnahme des "neuen wuppertaler streichtrios" mit Jakob Schatz (Violine), Michael Gehlmann (Viola) und Denis Krotov (Violoncello) vorliegt. Mit feinstem Gespür für die Größe und Dramatik des Stücks hat das Trio aus Musikern des Sinfonieorchesters Wuppertal und der Dortmunder Philharmoniker mit dieser "Entdeckung" und Erst-Einspielung Blumers kammermusikalischer Rarität auf Anhieb gültige Bedeutung gegeben. Es wird folgenden Ensembles schwer fallen, diesen Rang in der längst fälligen Beachtung und Interpretation des 1964 gestorbenen Komponisten auch nur annähernd zu erreichen.

Zugleich werden der tiefe Ernst und der hohe Wert der höchst komplexen Musik in einer Würdigung deutlich, die dem in Sonatenform angelegten op. 55 bislang vorenthalten wurde. Die klassischen harmonischen Strukturen mit herrlichem Leben erfüllend, führt das Trio ergreifend durch die ästhetische Komposition - ein Meisterwerk, wie Michael Gehlmann in den begleitenden Zeilen des Booklet völlig richtig anmerkt. Mit dieser Referenz-Aufnahme besetzen die drei Musiker nachhaltig auch einen Platz in der Rezeption jüngerer Kammermusik, der damit eindeutig ihnen gehört. Hier geht Musik so tief unter die Haut, daß man nach schweigendem Genuß mit ehrfürchtigem Schauer ein bewegtes "Chapeau!" über die Lippen bringt.

Reichhaltig rezipiert hingegen ist Max Regers Streichtrio 77b, das sich Theodor Blumer anschließt - und das Schatz, Gehlmann und Krotov (nahezu als Beigabe zu ihrer vorzüglichen Blumer- Einspielung) nicht minder gefühlvoll interpretieren. Beinahe populär klingend macht Regers mit scheinbar leichter Hand komponiertes Opus das voraus gegangene von Theodor Blumer noch einen Hauch deutlicher in seiner Größe erkennbar. Zwei derartige kammermusikalische Delikatessen mit dieser Brillanz auf einer CD - ein großes Geschenk für den Musikfreund. Weil so viel Gutes selten auf einmal präsentiert wird, gebührt dem Album Ehre: ein Musenkuß für "neues wuppertaler streichtrio"!"
 
Kundenrezensionen
none Sterne
von Kayden am 08.12.2011 um 04:16 Uhr
Well maacdamia nuts, how about that.
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