Details

"Vestard Shimkus - Interview with Beethoven"

Komponist: Vestard Shimkus; Ludwig van Beethoven

Interpret(en): Vestard Shimkus

Aufnahme: Mai 2011

Qualität: DSD

EAN: 4260052380994

Bestell-Nr.: ARS 38099

Preis: 21,00 €

Spieldauer: 72:32

Veröffentlicht: 01.10.2011


Vestard Shimkus, Klavier

Interview with Beethoven

 

 

Vestard Shimkus

01 EU Variations on a Theme of Beethoven (2005)

 

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate op. 2 Nr. 3

02 Allegro con brio

03 Adagio

04 Scherzo: Allegro

05 Allegro assai

 

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate op. 106 Hammerklavier

06 Allegro

07 Scherzo: Assai vivace

08 Adagio sostenuto

09 Introduzione: Largo – Fuga: Allegro risoluto

Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
Vestard Shimkus - Interview with Beethoven 72:32 SACD  
21,00 €

Rezensionen
Klassik.com
Rasender Reporter


Interpretation: 5 Sterne
Klangqualität: 5 Sterne




Oliver Schulz von Klassik.com schrieb Folgendes zu der CD "Interview with Beethoven" von Vestard Shimkus:
"Der junge Pianist Vestard Shimkus versucht sich bei seinem CD-Debüt mit Beethoven-Sonaten. Sein Spiel entfaltet eine sehr belebende Wirkung auf scheinbar abgegrastem Terrain.

Der eigene, persönliche Zugriff ist nicht zu verachten, wenn man als CD-Debütant, jedenfalls im Bereich der klassischen Musik, mit den Beethoven-Sonaten gut fahren möchte: Ausgetretene Pfade sind immer riskant, wenn man sie nicht mit Überzeugung zu begehen vermag. Im Falle des jungen estnischen Pianisten Vestard Shimkus besteht dabei nicht die geringste Gefahr. Er spielt die Sonaten op. 2, Nr. 3 und op. 106 mit großem Elan, gepaart mit einem äußerst glücklichen und sehr gereiften musikalischen Weitblick.



Der erste Satz der Sonate op. 2, Nr. 3 fasziniert von der ersten Phrase an: Shimkus greift das leichtgewichtige Thema mit einer Mischung aus virtuosem Bravado und feinsinnigem Klanggefühl an. Es huscht schnell vorüber, und trotzdem ist musikalisch alles gesagt. Was Shimkus‘ Spiel hier auszeichnet, ist die Kunst der Abgrenzung und die geschickte, dem Klang nachhorchende Pausensetzung. Sein gewähltes Tempo rangiert in Bereichen von bewegt bis überschwänglich, doch seine geschickte Phrasierung sorgt dafür, dass das Gefühl von Atemlosigkeit nie aufkommt. Diese besondere Qualität ist auch in den folgenden Sätzen zu finden, so etwa im dritten, über den sich im Wesentlichen dasselbe sagen lässt wie über den ersten. Der zweite Satz hingegen ist als Ruhepunkt der Sonate – ein Spielfeld für ganz andere Qualitäten von Shimkus‘ Spiel. Hier lässt er sich Zeit und spielt jede Note aus. Sein wuchtiges Spiel der Basslinie lässt einen Hauch von theatralischer Geste erkennen, der an ein ausgefeiltes Klangdenken gekoppelt ist, in dem jede Ausdrucksnuance zu ihrem vollen Recht kommen kann. Shimkus scheint im Moment zu leben und lässt sich von seinem noch altersgemäß jugendlichen Elan tragen, wobei er im vierten Satz dann doch ein bisschen über die Stränge schlägt. Doch man darf über die stupende Fingerfertigkeit des Interpreten staunen. Nimmt man all diese Gründe zusammen und betont noch einmal die schiere Lebhaftigkeit der Interpretation, so ist diese nach Ansicht des Rezensenten sehr hörenswert.



Das Staunen kann man als Hörer in die sogenannte ‚Hammerklaviersonate‘ mit hinübernehmen. Shimkus streift die monumentale Aura des Werkes gekonnt ab und wählt gerade im letzten Satz Tempi, die selbst im Vergleich zur rasanten Interpretation der vorangehenden Sonate noch als halsbrecherisch hervorstechen. Musikalisch gesehen gibt es auch hier wieder Ohrenöffnendes: Die Anlage jeder Satzinterpretation wirkt schlicht und einfach durchdacht und trotzdem immer unmittelbar, wie aus dem Augenblick entstanden, als logische Folge der gerade verklungenen Töne. Unter den vier Sätzen kann man alle hervorheben, aber hier soll der dritte genügen: sehr ruhig, mit viel Luft zum Atmen trotz seiner schier endlosen Ausdehnung und mit einer höchst lebendigen Agogik. Shimkus spielt Beethoven mit einer Spielfreude, die dessen Musik wieder zeitgenössisch macht – ein hoher Verdienst.



Einziger Wermutstropfen dieses gelungenen Einstands eines bereits gereiften jungen Musikers ist dessen Eigenkomposition namens 'EU Variations', ein kurzes Encore im Stile eines Vladimir Horowitz. Die 'Carmen-Variationen' von letzterem etwa konnte man bewundern, weil sie voller ideenreicher kontrapunktischer Verwebungen waren und man zwischendrin die schillernden Notenkaskaden, das Spielzeug des Virtuosen, als ausgleichenden Gegenpol hatte. Leider spürt man bei Shimkus nur die glitzernde Oberfläche. Seine Variationen fangen zwar einige wenige nationale Musiksprachen Europas gekonnt ein; dafür wird ihre Vielfalt aber von deren Klischeelastigkeit etwas verwässert. Charme kann man dem Werk aber besonders zum Ende hin nicht absprechen.



Die CD im Ganzen ist sehr gelungen, auch weil sie mit einem gelungenen Booklet aufwarten kann, in dem man zahlreiche vielsagende Fotos von Shimkus findet: leger gekleidet, demonstrativ tatkräftig mit aufgerollten Hemdsärmeln. In diesem Fall gehen Bild und musikalische Persönlichkeit ausnahmsweise einmal gut zusammen."
 
Kundenrezensionen
none Sterne
von Jody am 28.10.2011 um 07:38 Uhr
Surprisingly well-written and ifonrmtaive for a free online article.
5 Sterne
von Tom Deacon am 30.01.2012 um 13:11 Uhr
Dear Annette:

Please allow me to introduce myself. My name is Tom Deacon. Until my retirement several years ago, I was VP Catalogue Development for Universal Classics working out of Amsterdam. I was also the Executive Producer of Philips Great Pianists of the 20th Century, which you may know of.

I write you to tell you how much I have enjoyed hearing young Vestard Shimkus playing two Beethoven sonatas. Not only is he a stunning young talent fairly brimming with new ideas, textures and revelations in these familiar sonatas. He has the great fortune to have been magnificently recorded by you and Manfred Schumacher in that hall in Wuppertal and on a sumptuous Steinway to boot. I have to say I think that there will be no better Beethoven CD released in 2012. And I am writing you in January!!!

Please accept my heartfelt congratulations on having the courage to select this young pianist and then for believing in him sufficiently to give your best to him. He should feel very lucky, indeed, to have such royal treatment.

Sincerely,

Tom Deacon
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