Friedrich Kleinhapl, Bohuslav Martinů Philharmonie – Gran Pasiòn Tango

Cecilia Munoz, Tiffany Butt – Libertad, The Will to Freedom

Florence Millet – Key Words, Piano Parlando 2

Trio Revolution – Unconventional Journey

Julius Zerman / Shun Oi – Bruckner 7

Yvonne Prentki & Benedikt ter Braak – Ich sehe still vorüberziehen

March 2024

Friedrich Kleinhapl, Bohuslav Martinů Philharmonie – Gran Pasiòn Tango

March 2024

Als Cellist trifft man irgendwann unwillkürlich auf Astor Piazzollas Grand Tango, seine einzige original Komposition für die Besetzung Cello / Klavier. Ich war sofort begeistert. Einige Zeit danach reiste ich nach Caracas zu Konzerten mit dem Simon Bolivar Orchester und lernte dort den berühmten Komponisten Federico Ruiz kennen. Er war sofort bereit für mich Piazzollas „Adios Nonino“ in der Besetzung Cello / Klavier zu arrangieren. Jeder weitere Tango sog mich immer tiefer in diesen Kosmos ein.

Aus dieser Idee südamerikanisches Temperament mit europäischem Tiefgang und meiner klassischen Klangvorstellung zu kombinieren, entstand schließlich das Programm Pasión Tango, für Cello und Klavier. Das Programm wurde in Live-Konzerten in vielen Ländern mit Begeisterung aufgenommen von Europa, Japan und China bis nach Nord– und Südamerika.

Der nächste Schritt war eine logische Fortsetzung: Tangos zwar wieder mit dem Cello aber anstatt mit Klavier mit klassischem Orchester zu spielen um so das klangliche und emotionale Potenzial, das in diesem Repertoire steckt noch tiefer auszuloten – das Ergebnis liegt hier vor Pasión Tango – el Gran. Friedrich Kleinhapl

Cecilia Munoz, Tiffany Butt – Libertad, The Will to Freedom

March 2024

Die Idee für diese Aufnahme wurde während der Covid-Pandemie im Jahr 2020 geboren, als viele von uns isoliert waren und nicht persönlich miteinander kommunizieren konnten. Für Musiker war es in dieser Zeit schwierig, vor allem weil sie nicht mit anderen musizieren oder live Konzerte geben konnten. Diese Situation hat uns zum Nachdenken darüber gebracht, wie Komponisten, Musiker und Künstler mit Situationen umgegangen sind, in denen es keine Freiheit gab, und wie sie mit Chaos, Hindernissen oder Verfolgung umgegangen sind.

Bei der Auswahl der Werke für dieses Album haben wir verschiedene historische Epochen betrachtet (zu denen auch manchmal Pandemien gehörten), um zu verstehen, welche Auswirkungen Unterdrückung und Unfreiheit auf den kreativen Prozess hatten. Im Laufe unserer umfangreichen Recherchen wurden wir schließlich auf den "positiven" Aspekt dieses Themas aufmerksam: Uns interessierte nicht so sehr das, was Menschen aufgrund von einschränkenden Situationen und widrigen Umständen nicht tun konnten, sondern vor allem das, was sie trotz dieser Umstände erreichen konnten. Wir sind bei unserer Recherche auf beeindruckende Künstlerpersönlichkeiten gestoßen, die Musik von großem Wert hinterlassen haben.

Das Programm dieses Albums soll diejenigen hervorheben, die sich in beengten Verhältnissen befanden und durch musikalisches Schaffen und künstlerischen Ausdruck ein Gefühl der Freiheit fanden. Auf unserem Weg durch den gesamten Prozess der Produktion dieses Albums, waren ihre Stimmen unsere Richtschnur. Tiffany Butt und María Cecilia Muñoz

Florence Millet – Key Words, Piano Parlando 2

March 2024

„Keywords“, so der Titel dieses zweiteilig angelegten Konzeptalbums, verwendet das englische Wort „key“ doppeldeutig: es steht sowohl für die Klaviertaste als auch den Schlüssel. Bis auf eine Ausnahme finden sich hier Schlüsselworte der Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts, in einer sehr persönlichen Auswahl mit einigen Ersteinspielungen. Sie möchten einer Grundfrage musikalischer Interpretation und Komposition nachgehen, „wie man mit Musik Menschen anspricht.“ Damit ist nicht die Vorstellung gemeint, Musik irgendwie zum Sprechen zu bringen. Vielmehr sind es selbst „sprechende“ Werke, also Klaviermusik, die dezidierte oder verborgene Botschaften enthält, sich auf Gedichte bezieht, Sprache, Wörter oder Silben mit einbezieht, Dialoge und Zwiegespräche führt, als Tagebuch gelesen werden kann oder ganze Geschichten erzählt. Und es ist auch das Instrument Klavier selbst, das in „Stimmen“ - flüsternd, stotternd, rufend, zögernd – auftritt. Lotte Thaler

Trio Revolution – Unconventional Journey

March 2024

Was passiert, wenn sich drei unterschiedliche musikalische Persönlichkeiten mit verschiedenen Hintergründen, aber einer gemeinsamen Heimat in Georgien zusammenschließen und beschließen, ein Trio zu gründen? Dies kann zu einer unkonventionellen Reise führen, wie im Fall von Ketevan Sepashvili, Temo Kharshiladze und Sandro Sidamonidze. Sie trafen sich 2019 in Wien und erkannten, dass es nur folgerichtig war, zusammen einen musikalischen Weg einzuschlagen.

Flöte, Cello und Klavier sind keine besonders häufige Kombination in der Konzertszene und im Repertoire, weshalb oft Bearbeitungen von Werken, die ursprünglich für andere Instrumente geschaffen wurden, auf den Pulten des Trio Revolution liegen. Während ihres ersten gemeinsamen Konzertprojekts, in dem sie Mendelssohns d-Moll-Trio aufführten, erlebten Ketevan, Temo und Sandro die Faszination der kollektiven Energie. Das Charisma dieser Begegnung war immens, was zu einem Engagement für ein weiteres Konzert führte - dieses Mal bei einem ausverkauften Konzert im Wiener Musikverein! Für diese CD entschied sich das Trio Revolution dazu, Originalwerke speziell für Flöte, Cello und Klavier zu erkunden – Musik, durch die die drei gebürtigen Georgier, die jetzt in Österreich und den USA leben, Sie auf eine spannende und unkonventionelle Reise mitnehmen werden.

Julius Zerman / Shun Oi – Bruckner 7

March 2024

Einen exquisiten und zugleich sehr geschichtsträchtigen Beitrag zum Bruckner-Jahr 2024 – die Musikwelt feiert den 200. Geburtstag des großen Symphonikers – bieten die beiden Pianisten Julius Zeman und Shun Oi: Sie haben die Siebte Symphonie Anton Bruckners in einer Fassung für zwei Klaviere eingespielt. Für zwei Klaviere, nicht für Klavier zu vier Händen? So mag mancher Musikfreund verwundert fragen. Wer (wie ich) die Version für zwei Klaviere in einer Aufführung gehört hat, noch dazu auf zwei Bösendorfer-Konzertflügeln und dargeboten von den beiden Pianisten dieser Aufnahme, dem wird die Antwort nicht schwerfallen. Das Klangvolumen, das eine Symphonie Anton Bruckners in ihrer Orchestergestalt entfaltet, ist von großartiger, ja überwältigender Wirkung, und etwas von dieser Klangmacht muss auch von der Klavierversion transportiert werden, will sie nicht auf ein konstituierendes Merkmal dieser Musik verzichten. Ich wurde vom Live-Eindruck der Aufführung an zwei Klavieren überzeugt: Da klang wirklich “Bruckner”, und ich konnte den tiefen und bewegenden Eindruck dieser Aufführung nur den besten Aufführungen in Orchestergestalt zur Seite stellen. Dr. Thomas Leibnitz

Yvonne Prentki & Benedikt ter Braak – Ich sehe still vorüberziehen

March 2024

Wir wollen mit diesem Programm zeigen, dass diese Komponistinnen – Josephine Lang und Ethel Smyth – neben einem etablierten und frequent aufgeführtem Liederzyklus von einem der „großen Namen“, Richard Strauss, nicht nur bestehen können, sondern in Emotionalität, Qualität und kompositorischer Akkuratesse unbedingt in den großen Kanon der Lied-Literatur einzuordnen sind, denn dort gehören sie zweifelsfrei hin und bringen auf kreativste Weise einzigartige Perspektive und eine immer noch viel zu wenig gehörte Botschaft in dieses so farbenreiche Genre ein. Duo Yvonne Prentki/Benedikt ter Braak