Details

"wes10brass – Blech aus dem Westen, very british"

Komponist: William Byrd, Raymond Premru, Gordon Langford, Jim Parker, Led Zeppelin, Edward Elgar

Interpret(en): wes10brass

Aufnahme: April 2009

Qualität: DSD

EAN: 4260052380666

Bestell-Nr.: ARS 38 066

Preis: 21,00 €

Spieldauer: 54:52

Veröffentlicht: 01.09.2009


William Byrd (1543-1623)
arranged by Elgar Howarth
    1    The Earl of Oxford´s March

Raymond Eugene Premru (1934-1998)
Five Movements from Divertimento
    2    Of Knights and Castles
    3    A Tale from long ago
    4    Petite March
    5    Le bateau sur léman
    6    Blues March

Gordon Langford (* 1930)
London Miniatures
    7    London Calls
    8    Soho
    9    Green Park
    10    Trafalgar Square
    11    The Cenotaph
    12    Horse Guards Parade

Traditional
arranged by John Iveson
    13    Londonderry Air
        Solo: Harry Ries

Jim Parker (* 1934)
    14-15    A Londoner in New York (Part 2)
    14    Central Park
    15    Radio City

Led Zeppelin
arranged by Bruce Collings
    16    Stairway to Heaven

Edward Elgar (1857-1934)
arranged by Roger Harvey
    17    Enigma Variation 9 ‘Nimrod’


wes10brass

Trompeten: Jan Esch, Florian Kirner, Markus Kramer, Jürgen Schuster, Cyrill Sandoz (17)
Horn: Oliver Nicolai
Posaunen: Fred Deitz, Matthias Müller, Harry Ries
Bass-Posaune: Roland Gillessen
Tuba: Hide Takahashi
Leitung: Michael Forster

Inhalt des Albums
Titel Dauer Bitrate   Aktion Preis
01. William Byrd: The Earl of Oxford´s March 03:06  320 kbit/s   
 
1,20 € 
02. Raymond Eugene Premru: Of Knights and Castles 01:05  320 kbit/s   
 
1,20 € 
03. Raymond Eugene Premru: A Tale from long ago 03:21  320 kbit/s   
 
1,20 € 
04. Raymond Eugene Premru: Petite March 02:35  320 kbit/s   
 
1,20 € 
05. Raymond Eugene Premru: Le bateau sur léman 03:40  320 kbit/s   
 
1,20 € 
06. Raymond Eugene Premru: Blues March 02:40  320 kbit/s   
 
1,20 € 
07. Gordon Langford: London Calls 02:09  320 kbit/s   
 
1,20 € 
08. Gordon Langford: Soho 02:17  320 kbit/s   
 
1,20 € 
09. Gordon Langford: Green Park 03:46  320 kbit/s   
 
1,20 € 
10. Gordon Langford: Trafalgar Square 02:20  320 kbit/s   
 
1,20 € 
11. Gordon Langford: The Cenotaph 03:47  320 kbit/s   
 
1,20 € 
12. Gordon Langford: Horse Guards Parade 02:31  320 kbit/s   
 
1,20 € 
13. Traditional: Londonderry Air 03:22  320 kbit/s   
 
1,20 € 
14. Jim Parker: Central Park 02:19  320 kbit/s   
 
1,20 € 
15. Jim Parker: Radio City 04:33  320 kbit/s   
 
1,20 € 
16. Led Zeppelin: Stairway to Heaven 07:15  320 kbit/s   
 
1,20 € 
17. Edward Elgar : Enigma Variation 9 ‘Nimrod’ 03:06  320 kbit/s   
 
1,20 € 
CDs / SACDs
Titel Dauer Medium   Aktion Preis
wes10brass – Blech aus dem Westen, very british 54:52 SACD  
21,00 €

Rezensionen
Klassik.com
Interpretation: 4 Sterne
Klangqualität: 4 Sterne
Repertoirewert: 5 Sterne
Booklet: 5 Sterne

Tobias Pfleger von klassik.com schrieb am 31.10.2009 Folgendes über diese Cd:
"Erstklassige Zusammenstellung

Es ist schon eigenartig. Seit einigen Jahren bilden sich aus den Beständen der sogenannten Kulturorchester Formationen, die, vorwiegend mit Bearbeitungen, jenes Publikum erreichen (möchten), das den Sinfoniekonzerten fernbleibt. Wer es in eine Schublade stecken möchte, nennt das Ganze Crossover. Ob nun die zehn Cellisten der Berliner Philharmoniker oder die 26 Oboisten des Schrammelvereins Hinterbreitentiefenweiler – stets verbirgt sich dahinter die Idee, mit ausgefallenen Arrangements zusätzliche Hörerschichten zu erreichen. Von den Verteidigern hehrer Kunst, die die Zauberflöten-Ouvertüre nicht auf 9 Kämmen geblasen hören möchten, wurde in der jüngeren Vergangenheit eine Debatte über die Crossover-Manie der Gegenwart angestoßen (angesichts der mitunter fragwürdigen künstlerischen Resultate durchaus zu recht). Man fragt sich, wieso erst jetzt. Schließlich ist es bei Blechbläser-Ensembles seit Jahrzehnten Usus, mit mal schmissig-kunstvollen, mal virtuosen, Erstaunen heischenden Arrangements das Publikum lustvoll aufzumischen. Aber diese Praxis fand wohl unterhalb der Wahrnehmungsgrenze der Werkreinheitsgebots-Wächter statt.
Neben den international bekannten Blechbläser-Formationen wie Canadian Brass oder German Brass haben sich dutzende Ensembles quer über die Lande gebildet, als Hornquartett, Posaunenquintett oder in gemischter instrumentaler Zusammensetzung, stark variierend in der Ensemblegröße. Als Zusammenschluss von Blechbläsern verschiedener nordrheinwestfälischer Orchester hat sich das Ensemble wes10brass (sprich: westenbrass) gegründet. Anspielend auf seine lokale Identität und einen Grönemeyer-Text schreibt das Ensemble auf seiner Homepage: „Da, wo die Sonne verstaubt, machen 10 hochkarätige Blechbläser ernst, denn sie haben beschlossen Spaß zu haben.“ Man merkt, bierernst geht es nicht zu bei wes10brass, und das zeigt auch deren erste Einspielung (als SACD) mit dem Titel ‚very british’, erschienen bei dem Label Ars Produktion Schumacher – ein toller Einstand, den man sich schwungvoller, launiger, differenzierter – kurz: musikalisch überzeugender nicht hätte wünschen können.
Denn es vermag hier nicht nur die instrumentale Expertise für sich einzunehmen. Vor allem die Programmzusammenstellung ist erstklassig, gerade wegen der Erschließung vieler bisher kaum ausgetretener Pfade. Unter ‚very british’ hätte man viele Bearbeitungen (Byrd, Purcell, ein bisschen Romantik, Traditionelles, etc.) packen können. Wes10brass aber stellen Musik des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt, eingerahmt von William Byrds 'The Earl of Oxford’s March’, arrangiert von Elgar Howarth und Edward Elgars wunderschön von Roger Harvey für Blechbläser gesetztes 'Nimrod’ aus den 'Enigma-Variationen’. Dazwischen gibt es fünf Sätze aus dem ursprünglich neunsätzigen 'Divertimento’ von Raymond Eugene Premru, die 'London Miniatures’ von Gordon Langford und nach dem (von einem der Posaunisten, Harry Ries) glänzend arrangierten 'Londonderry Air’ die zwei Sätze von 'A Londoner in New York (Part 2)’ von Jim Parker. Was aber dieser Einspielung die Krone aufsetzt und allein schon ein Grund ist, die exzellente Aufnahme zu erwerben, ist ein ebenso hinreißendes, musikalisch substanzreiches und gleichzeitig abgefahrenes Arrangement des Rocksongs 'Stairway to Heaven’ von Led Zeppelin. Man mag von derlei Übertragungen (aus dem Rock in die Bläsermusik) halten, was man will – diese Fassung von Bruce Collings steckt voller Feuer, Abwechslung, Drive und wunderschön gesetzten Harmonien, die von wes10brass blitzsauber intoniert werden.
Die mehrsätzigen Werke von Premru und Langford erkunden fein ausgehörte Harmonien, stets gewürzt mit jener Dosis Überraschung durch dissonante Farben, die sich selbst nach mehrmaligem Hören nicht abwetzt. Man merkt deutlich, dass die Arrangements bzw. Kompositionen mit hohem Verstand und Klangsinn für Blechbläser geschrieben sind. Es findet sich nicht nur strahlender Trompetenglanz, sondern auch kräftige Läufe in der Tuba, von den augenzwinkernden Posaunen-Glissandi ganz zu schweigen. Zweifellos sind diese Werke keine Effektmusik, die ihr Ziel allein darin erreichte, sich möglichst wirkungsvoll mit Knallern in Szene zu setzen. Natürlich gibt es von denen auch einige, etwa in den zwei Sätzen von Jim Parkers 'A Londoner in New York’. (Und wes10brass hat genügend musikalischen Feinsinn, die Musik schmunzeln zu lassen.) Aber vor allem die Stücke von Premru und Langford unterfüttern die mal launige, mal melancholisch-dunkel getönte Oberfläche mit musikalischer Substanz; von Led Zeppelins Meisterwerk 'Stairway to Heaven' ganz zu schweigen, das sowohl durch zündende Dramaturgie und reizvolle Harmonik besticht.
Für dieses Programm gilt wes10brass hohe Anerkennung. Mindestens ebenso sehr aber für die musikalische Umsetzung dieser kurzweiligen Zusammenstellung. Vor allem die Balance zwischen den Stimmen ist durchgehend hervorragend gestaltet, auch die klangfarbliche Abstimmung, changierend zwischen homogener Rundung und kontrastierender Abgrenzung, um den instrumentalen Satz trennscharf hörbar werden zu lassen. Dass diese höchst unterhaltsame Musik mit viel Schwung, Witz, kantablem Legato, Nonchalance und dynamischer Feinabstimmung gespielt wird, braucht nach dem Gesagten nicht hervorgehoben zu werden.
Auch die klangliche Umsetzung lässt keine Wünsche offen. Die natürliche Raumakustik verhilft dem Sound zur nötigen Klangentfaltung, ohne hallig zu werden. Mit dieser Einstands-Aufnahme gelingt wes10brass ein Start, der vollauf überzeugt – und hohe Erwartungen an die Nachfolge-CD schürt."
 
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