Details

"Franz Schmidt: Gesamtwerk für Orgel, Vol. 2"

Komponist: Franz Schmidt

Interpret(en): Martin Schmeding

Aufnahme: 17.-20.9.2006

Qualität: DSD

EAN: 4260052380222

Bestell-Nr.: ARS 38 022

Spieldauer: 72:25

Veröffentlicht: 20.9.2007


Franz Schmidt (1874-1939)

Choralvorspiel
"Der Heiland ist erstanden"

Vier kleine Präludien und Fugen
"Präludium und Fuge Es-Dur"
"Präludium und Fuge c-Moll"
"Präludium und Fuge G-Dur"
"Präludium und Fuge D-Dur"

Choralvorspiel
zu Joseph Haydn's "Gott erhalte"


Martin Schmeding, Orgel
(Orgel St. Petri Dom Bremen)

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Rezensionen

Klassik.com
Martin Andrisvon klassik.com schrieb am 28.11.2007 über diese Cd:
"Die Aufnahme seines Orgel-Gesamtwerks entstand an der großen Sauer-Orgel im Bremer Dom. Gebaut wurde dieses herrliche Instrument von Wilhelm Sauer, einem der großen Meister eben dieser romantischen Orgel. Die potentiellen Probleme dieser Konstellation umgeht der Interpret Martin Schmeding allerdings elegant. Er vermeidet es, die Feinheiten von Schmidts linearer Stimmführung durch allzu ausufernde Registrierungen zu verwischen und die Intention des Komponisten um den Willen einer anbiedernden Romantisierung zu opfern. Schmeding spielt äußerst virtuos und mit einem ausgeprägten Gefühl für den Klang des Instruments. Die kontrapunktischen Delikatessen des Schmidtschen Notentextes werden trotz ihrer zum Teil enormen Komplexität erstaunlich durchsichtig. Mit welcher Sicherheit Schmeding die oftmals stark figurierten Melodien darbietet ist bewundernswert. Hinzu kommt, dass die SACD den erhabenen Klang der Orgel mit einer bemerkenswerten Transparenz wiedergibt. Wer nicht über eine Surround-Anlage verfügt, muss sich im Übrigen nicht scheuen – auch auf einer herkömmlichen Stereo-Anlage ist der Klang überaus reizvoll."
 
Redaktion Klassik.com


Interpretation: 4 Sterne
Klangqualität: 4 Sterne
Repertoirewert: 4 Sterne
Booklet: 3 Sterne

Martin Andris von klassik.com schrieb am 28.11.2007 Folgendes über diese Cd:
"Mehr als ein Buch mit sieben Siegeln
Das Schaffen Franz Schmidts (1874 – 1939) ist heute, mit Ausnahme seines Oratoriums ‘Das Buch mit sieben Siegeln’, weitgehend in Vergessenheit geraten – zu Unrecht. Gerade seine Orgelmusik, die sein Spätwerk dominierte, stellt mit ihrer individuellen ästhetischen Aussage einen herausragenden Beitrag zum Orgelrepertoire der Jahrhundertwende dar. Schmidt komponierte in einer Zeit, in der die Orgelwelt in zwei Lager gespalten war. Der einen Seite, den konservativen Verfechtern der Barockorgel, war sein Oeuvre meist zu gewagt. Gegen die andere Seite, den Anhängern der romantischen Konzertorgel, polemisierte wiederum Franz Schmidt heftig. Die, seit der Mitte des 19. Jahrhunderts immer weiter verbreitete, Konzertorgel zeichnet sich durch die Imitation vieler Orchesterinstrumente und die Möglichkeit einer stufenlosen Dynamik aus. Schmidt nannte sie einen ‘Klangbastard’ und stellt in dieser Hinsicht durchaus einen Gegenpol zu Max Reger dar.
Die Aufnahme seines Orgel-Gesamtwerks entstand an der großen Sauer-Orgel im Bremer Dom. Gebaut wurde dieses herrliche Instrument von Wilhelm Sauer, einem der großen Meister eben dieser romantischen Orgel. Die potentiellen Probleme dieser Konstellation umgeht der Interpret Martin Schmeding allerdings elegant. Er vermeidet es, die Feinheiten von Schmidts linearer Stimmführung durch allzu ausufernde Registrierungen zu verwischen und die Intention des Komponisten um den Willen einer anbiedernden Romantisierung zu opfern. Schmeding spielt äußerst virtuos und mit einem ausgeprägten Gefühl für den Klang des Instruments. Die kontrapunktischen Delikatessen des Schmidtschen Notentextes werden trotz ihrer zum Teil enormen Komplexität erstaunlich durchsichtig. Mit welcher Sicherheit Schmeding die oftmals stark figurierten Melodien darbietet ist bewundernswert. Hinzu kommt, dass die SACD den erhabenen Klang der Orgel mit einer bemerkenswerten Transparenz wiedergibt. Wer nicht über eine Surround-Anlage verfügt, muss sich im Übrigen nicht scheuen – auch auf einer herkömmlichen Stereo-Anlage ist der Klang überaus reizvoll.
Die Musik Schmidts ist, trotz seiner konservativen Haltung im Bezug auf den Orgelbau, alles andere als rückständig. Die Autonomie der einzelnen Stimmen erinnert mitunter an Arnold Schönberg, die Grenzen der Tonalität verlässt Schmidt allerdings nie. Insbesondere in seinen ‘Vier kleinen Präludien und Fugen’ zeigt sich jedoch eine Vorliebe für chromatisch ausgiebig aufgeladene Harmonie. Franz Schmidt, über dessen musikalisches Gedächtnis zahlreiche Anekdoten erhalten sind, besticht aber auch durch geistreiche Konzepte, die handwerklich sicher umgesetzt sind. In seinem Choralvorspiel ‘Der Heiland ist erstanden’ zeichnet er die Geschichte der zugrunde liegenden Melodie, ausgehend vom gregorianischen Original aus dem 11. Jahrhundert, nach und überführt sie schrittweise in seine Zeit.
Wem das Orgelwerk von Franz Schmidt bisher verschlossen blieb, sollte ernsthaft in Erwägung ziehen, sich eingehender mit dem eigenständigen österreichischen Künstler zu befassen. Diese Einspielung bietet dafür eine gute Grundlage."
 

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