Details

"Legenden des Gesanges, Vol. 11 | Elisabeth Grümmer"

Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart, Carl Maria von Weber, Engelbert Humperdinck, Guiseppe Verdi, Richard Strauss, Johannes Brahms

Interpret(en): Elisabeth Grümmer, Erna Berger, Elisabeth Schwarzkopf, Anny Felbermayer, Sieglinde Wagner, Regensburger Domspatzen, Berl...

Aufnahme: 1953 bis 1958

Qualität: DDD

EAN: 4260052387115

Bestell-Nr.: ARS 38 711

Spieldauer: 77:12

Veröffentlicht: 01.06.2010


"Legenden des Gesanges" – diese Edition verfolgt das Ziel, die herausragendsten Stimmen des 20. Jahrhunderts, herausragende Interpretationen und unwiederbringliche Sternstunden der vokalen Klassik in einer einzigartigen CD-Sammlung zu erfassen. Aufwendig von den bestmöglichen verfügbaren Originaltonträgern remastert, restauriert und zum Teil ergänzt durch bisher unzugängliches Dokumentarmaterial entsteht auf diese Weise eine einmalige Musiksammlung von bleibendem Wert.


Zur vorliegenden CD:
Sängerin mit Herzensadel - Elisabeth Grümmer

Legendäre Einspielungen • Legendary Recordings
Aufgenommen / Recorded 1953 – 1958

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Die Zauberflöte
1    Szene der Pamina mit den drei Knaben:
        Bald prangt, den Morgen zu verkünden
        mit drei Regensburger Domspatzen
        Berliner Philharmoniker, Ltg.: Wilhelm Schüchter
        (Electrola D.B.11587 / Matr.Nr.: 2RA 7682 / 7. Oktober 1955)

2    Arie der Pamina:
        Ach, ich fühl’s, es ist verschwunden
        Berliner Philharmoniker, Ltg.: Wilhelm Schüchter
        (Electrola D.B.11587 / Matr.Nr.: 2RA 7678 / 6. Oktober 1955)

Die Hochzeit des Figaro
3    Arie der Gräfin:
        Porgi amor
        Berliner Philharmoniker, Ltg.: Wilhelm Schüchter
        (Electrola D.B.11590 / Matr.Nr.: 2RA 7681 / 7. Oktober 1955)

4    Briefduett Gräfin / Susanna:
        Che soave zeffiretto
        mit Erna Berger
        Berliner Philharmoniker, Ltg.: Wilhelm Schüchter
        (Electrola D.B.11590 / Matr.Nr.: 2RA 7680 / 7. Oktober 1955)

5    Rezitativ und Arie der Gräfin:
        E Susanna non vien ... Dove sono
        Berliner Philharmoniker, Ltg.: Wilhelm Schüchter
        (Electrola D.B.11596 / Matr.Nr.: 2RA 7721 / 21. Juli 1955)

Cosi fan tutte
6    Rezitativ und Arie der Fiordiligi:
        Temerari - Come scoglio
        Berliner Philharmoniker, Ltg.: Wilhelm Schüchter
        (Electrola D.B.11596 / Matr.Nr.: 2RA 7720 / 21. Juli 1955)

Carl Maria von Weber (1786–1826)
Der Freischütz
7    Kavatine der Agathe:
        Und ob die Wolke sie verhülle
        Berliner Philharmoniker, Ltg.: Josef Keilberth
        (Electrola E-90958 / September 1958)

Engelbert Humperdinck
(1854–1921)
Hänsel und Gretel
8    Tanzduett:
        Brüderchen, komm tanz mit mir
        mit Elisabeth Schwarzkopf
        Philharmonia Orchester London, Ltg.: Herbert von Karajan
        (Columbia C-80528 / Matr.Nr.: 33WSX 545 / London, Juni & Juli 1953)

9    Szene des Sandmann und Abendsegen:
        Der kleine Sandmann bin ich ... Abends, will ich schlafen geh’n
        mit Anny Felbermayer und Elisabeth Schwarzkopf
        Philharmonia Orchester Lond, Ltg.: Herbert von Karajan
        (Columbia C-80528 / Matr.Nr.: 33WSX 545 / London, 1953)

Guiseppe Verdi (1813–1901)
Othello
10    Szene der Desdemona
        mit Lied vom Weidenbaum und Ave Maria
        Bei meiner Mutter war einmal ein Mädchen
        Sie saß mit Leide
        Sei mir gegrüßt, Jungfrau Maria
        mit Sieglinde Wagner
        Orchester der Deutschen Oper Berlin, Ltg.: Richard Kraus
        (Electrola E-90958 / September 1958)

Richard Strauss (1864–1949)
Der Rosenkavalier
11    Szene Sophie/Octavian (Überreichung der silbernen Rose):
        Mir ist die Ehre widerfahren
        mit Erika Köth
        Berliner Philharmoniker, Ltg.: Wilhelm Schüchter
        (Electrola WALP 512 / Matr.Nr.: 2XRA 184 / Oktober 1955)

Johannes Brahms (1833–1897)
Ein deutsches Requiem
12    Ihr habt nun Traurigkeit
        mit Chor der St. Hedwigs-Kathedrale, Berlin
        Berliner Philharmoniker, Ltg.: Rudolf Kempe
        (Electrola WALP 1515 / Matr.Nr.: 2XRA 150 / 23.–30. Juni 1955)


Elisabeth Grümmer, Sopran

Tipps

Rezensionen
Klassik.com
Interpretation: 4 Sterne
Booklet: 4 Sterne

Dr. Jürgen Schaarwächter schrieb für klassik.com am 14.07.2010 Folgendes über diese Cd:
"Singende Seele

Elisabeth Grümmer (1911–1986) ist eine Legende des Gesanges. Vollkommen zu Recht wird ihr eine Folge der gleichnamigen Reihe des Labels Ars gewidmet. Einspielungen aus den Jahren 1953 bis 1958 hat Jens-Uwe Völmecke zusammengetragen, allesamt bei Electrola und ihrer englischen Schwester Columbia eingespielt. Schallplattenaufnahmen, die teilweise aus berühmten Gesamtaufnahmen stammen, teilweise aus heute vergessenen Schellackschätzen. [...]

Vorbildliche Textauslegung ist man von Elisabeth Grümmer in allen ihren Einspielungen gewohnt, sorgfältige Phrasierung und dynamische Abschattierung ebenso. Solch differenzierter, gleichzeitig natürlicher und innig-menschlicher Gesang ist heute kaum mehr vorstellbar. Die Berliner Philharmoniker und der Chor der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale unter der Leitung von Rudolf Kempe bieten die perfekte Folie für eine perfekte Interpretation.

Ausschnitte aus Mozart-Opern nehmen die Hälfte der gesamten CD ein, Ausschnitte aus 'Die Zauberflöte', 'Le nozze di Figaro' und 'Così fan tutte'. Grümmers Exklusivertrag mit den EMI erwies sich in mancher Hinsicht als fatal – andere Sängerinnen übernahmen in den zu jener Zeit bei der Deutschen Grammophon, bei Philips oder Decca in den Gesamtaufnahmen die Partien der Contessa Almaviva, der Fiordiligi, selbst der Pamina. Dabei ist gerade letztere Rolle der Sängerin nahezu auf den Leib geschrieben, sie ist die personifizierte, singende Seele (ohne jeden Hauch von ‚Seelchen‘ oder Larmoyanz). Ihre natürliche Schlichtheit kommt gerade in lyrischen Rollen bestens zur Geltung, ihre große Pamina-Arie ist ein Musterbeispiel vollendeter Interpretation. [...]

Besonders gelungen erscheint dem Rezensenten das Rezitativ 'E Susanna non vien', in dem Grümmer ihre Kunst der Textausdeutung auch dieser kleinen Preziose angedeihen lässt. Es fällt schwer, sich zu entscheiden, ob Grümmer, Jurinac oder della Casa die bessere Contessa ist. Dahingegen steht der Sängerin die Rolle der Fiordiligi innerlich eher fern. Sie singt die Noten, manche mirakulös schön, aber sie scheint unbeteiligt zu bleiben – da ist keine Verzweiflung, kein Aufbegehren gegen das Schicksal. Das ist schade, ist doch Wilhelm Schüchters Dirigat (er dirigiert den kompletten Mozart-Block) gerade in dieser Arie mit am besten, nahe an Mozarts natürlichem Puls.

Aus der berühmten Gesamtaufnahme von Webers 'Freischütz' wurde Agathes Kavatine aus dem dritten Akt 'Und ob die Wolke sie verhülle' ausgewählt – ein wunderbarer Teaser für die Gesamtaufnahme, die immer noch das Maß aller anderen 'Freischütz'-Aufnahmen ist, allem voran wegen Grümmers schlichter Inbrunst. In einer anderen Gesamtaufnahme kommt Grümmers Schlichtheit auf ganz andere Weise zur Geltung, nämlich im direkten Vergleich mit jener anderen Elisabeth, die bei den EMI Grümmers größte Konkurrentin war: Zusammen mit Elisabeth Schwarzkopf als Gretel gibt Grümmer einen beherzten Hänsel in einer Einspielung, die Kultstatus erlangt hat. In beiden genannten Gesamtaufnahmen sind natürlich eigentlich die Dirigenten die Stars. Und auch wenn Schwarzkopf-Fans das nicht gern hören: Schwarzkopf ist eine Gretel mit schlecht sitzender Zopf-Perücke, während man Grümmer die Lederhose weitaus eher abnimmt.

[...] Den Höhepunkt dieser CD erleben wir mit der großen Szene der Desdemona aus dem vierten Akt von Verdis 'Otello', auf Deutsch gesungen – doch zu was für einem Effekt! Unterstützt von Sieglinde Wagner und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter dem unterschätzten Richard Kraus zeigt sich Grümmer als genuine, zutiefst berührende, wenn auch ‚deutsche‘ Desdemona. Es wird vor allem dieser Track sein, zu dem ich immer wieder zurückkehren werde [...]"
 
Opernwelt September/Oktober 2010
Gerhard Persché schrieb in opernwelt im September/Oktober 2010 Folgendes über diese Cd:
"Neuer Blick auf alte Sänger

Zur aktuellen «Otello»-Premiere an der Deutschen Oper Berlin (siehe OW 7/2010) hat die Dramaturgie die Besetzungen früherer Produktionen aufgelistet, und wer die Leistung von Anja Harteros als Desdemona bewunderte, wird mit Interesse die Namen ihrer Vorgängerinnen registriert haben. Zu denen zählte 1955 Elisabeth Grümmer (1911-1986), und mancher Zuschauer dürfte sich gefragt haben, wie sie in dieser italienischen Partie wohl geklungen haben mag. Das ist jetzt nachzuprüfen, denn sie hat die große Szene des letzten Aktes zwei Jahre später mit demselben Orchester und Dirigenten (Richard Kraus) und derselben Partnerin (Sieglinde Wagner) bei Electrola aufgenommen. Grümmer beweist, dass man Verdi auch in deutscher Sprache idiomatisch singen kann. Sie bewegt nicht nur durch die Fülle und Wärme ihres lyrischen Soprans, sondern ebenso durch ihre differenzierte Ausleuchtung der dramatischen Situation und der psychischen Befindlichkeiten der Figur. Im Übrigen verarbeitet Ars Produktion in der 11. Folge der Reihe «Legenden des Gesanges» überwiegend bekanntes Material: Mozart-Arien sowie Ausschnitte aus den Gesamtaufnahmen «Freischütz», «Hänsel und Gretel» und «Ein Deutsches Requiem». Ein Bonbon ist die Überreichung der silbernen Rose aus dem «Rosenkavalier» (mit Erika Köth), da Grümmer hier nicht in ihrer Parade-Rolle der Marschallin, sondern als Octavian zu erleben ist."

(Quelle: Kultiversum - Die Kuturplattform, www.kultiversum.de)
 
Kundenrezensionen
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von Robbie am 08.12.2011 um 02:39 Uhr
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