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"Narek Hakhnazaryan (Cello) & Wiener Symphoniker – Chant Du Ménestrel"

Komponist: Rachmaninoff, Tchaikovsky, Glazunov, Shor, Arutiunyan, Baghdarsaryan

Interpret(en): Narek Hakhnazaryan, Tigran Hakhnazaryan, Wiener Symphoniker

Aufnahme: September 2018

Qualität: DDD

EAN: 4260052386835

Bestell-Nr.: ARS 38 683

Spieldauer: 68:57

Veröffentlicht: 01.07.2025


Den mittelalterlichen Minnesang verbindet man nicht zwangsläufig mit dem Violoncello. Troubadoure wie Chrétien de Troyes oder Minnesänger der mittelhochdeutschen Lyrik wie Walther von der Vogelweide oder Wolfram von Eschenbach wurden in ihrer Liebesgesangslyrik zwar von den verschiedensten Rhythmus-, Streich- und Blas-Instrumenten begleitet, doch als die frühen Formen des Cellos um 1535 in Norditalien entstanden, war der „originale“ Minnesang bereits Geschichte. Doch die nicht selten melancholische, ja traurige Grundstimmung des Minnesangs verlangt geradezu nach einem Instrument, das Melodien mit zu Herzen gehender Intensität zum Klingen zu bringen vermag.

Manche musikalischen Linien wirken wie Erinnerungen – leise, zurückgenommen, fast wie ein fernes Echo. Chant du ménestrel lebt von dieser stillen Ausdruckskraft. Das Violoncello übernimmt die Rolle eines Erzählers: Der Ton entsteht nicht durch Worte, sondern durch den Bogen – ruhig, gesanglich, klar.

Narek Hakhnazaryan hat für dieses Album Werke ausgewählt, die das Charakteristische des Cellospiels zeigen: seine klangliche Wärme, emotionale Tiefe und Vielseitigkeit. Im Zusammenspiel von Originalwerken und Bearbeitungen entsteht ein Programm, das das Violoncello als verbindende Stimme begreift – inspiriert von der Figur des mittelalterlichen Ménestrel.

1 Sergei Rachmaninoff (1873-1943)
Vocalise op. 34 No 17

Pyotr Tchaikovsky (1840-1893)
2 Nocturne op. 19 No 4
3 Pezzo capriccioso op. 62

Alexander Glazunov (1865-1936)
4 Chant du ménestrel op. 71

Pyotr Tchaikovsky
5 Variations on a Rococo Theme op. 33

Alexey Shor (geb. 1970)
6 Lament
7 Melancholy
8 Lonely Sail

Alexander Arutiunyan (1920-2012)
9 Impromptu

Edvard Baghdarsaryan (1922-1987)
10 Nocturne


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