
Das Philharmonische Orchester Györ wurde 1862 durch den in Györ geborenen Vater des weltberühmten Wagner- und Bruckner-Dirigenten Hans (Jànos) Richter (1843–1916), Antàl (Anton) Richter gegründet. Seither spielt der im Jahre 1894 zum Stadtorchester ernannte Klangkörper eine herausragende Rolle im kulturellen und musikalischen Leben der westungarischen Stadt Györ (Raab). Im Jahre 1968 als Berufsorchester institutionalisiert, ist das Ensemble heute auf 80 Musiker angewachsen. Neben den erfolgreichen Konzerten und Tourneen im In- und Ausland zeugen auch zahlreiche Schallplatten- und CD-Aufnahmen vom internationalen Rang des Philharmonischen Orchesters Györ.
Das Orchester ist in Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Luxemburg, Italien, Kroatien und Bosnien regelmäßig zu Gast und genießt für seine ungarische und mitteleuropäische Musikkultur und -tradition eine hohe Wertschätzung in diesen Ländern. Während die Standardwerke der Meister der Klassik und Romantik einen fixen Bestandteil seines Repertoires bilden, nimmt es auch regen Anteil an der Pflege der modernen Musik mit zahlreichen Aufführungen und Uraufführungen von Werken zeitgenössischer ungarischer Komponisten, was 1988 mit dem Artisjus-Preis gewürdigt wurde.
Seit 1997 ist Ádám Medweczky Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Györ, das 2002 im von einem ehemaligen 1960 erbauten Kino zum Konzerthaus adaptierten Richter-Saal seinen Sitz genommen hat, wo im Juni 2005 auch die CD-Aufnahme von Pleyels "Ifigenia in Aulide" erfolgte.
Die Internationale Ignaz Joseph Pleyel Gesellschaft(IPG) engagierte das Philharmonische Orchesters Györ unter der musikalischen Leitung von Prof. Paul Weigold zur musikalischen Eröffnung des 1. offiziellen Konzerts im Konzerthaus Weinviertel, im August 2005 für die Opernproduktion von Ignaz Joseph Pleyels "Ifigenia in Aulide" auf dem Heldenberg zur NÖ-Landesausstellung, und seither laufend zu ihren Konzerten.