Yury Revich – PEACE

Mit der „Konzept CD PEACE“ lädt der renommierte österreichische Geiger und Komponist Yury Revich die ZuhörerInnen auf eine Reise durch die Welt ein, um inneren und universellen Frieden durch die Stimmen von KomponistInnen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen zu erkunden.

Das durchgehend melodiöse Programm umfasst Kompositionen von Borenstein, Castelnuovo-Tedesco / Heifetz, Izarra, McEncroe, Korngold, Montgomery, Massenet, Pavlova, Poleva, Roustom, Satie, Schubert und Ural sowie Eigenkompositionen von Yury Revich. Seine eigens für dieses Projekt geschaffenen „Impressions“ – kurze, verbindende Musikstücke – sowie zwei originale Gedichte fungieren als konzeptionelle Brücken innerhalb der Kapitel des Albums und formen PEACE zu einer zusammenhängenden musikalischen Erzählung.

Einfühlsam interpretiert von Yury Revich gemeinsam mit der Akkordeonistin Basha Slavinska sowie den Pianisten David Chen und Volodymyr Borodin, erhält das Album eine besondere künstlerische Tiefe und Geschlossenheit.


Jürg Hanselmann – Rheinberger, Early Piano Works

Mit feinem Gespür für Klangpoesie erschließt Pianist Jürg Hanselmann das frühe Klavierschaffen Josef Gabriel Rheinbergers. Die zwölf Charakterstücke für das „neue“ Clavier (1864) präsentieren den jungen liechtensteinischen Komponisten als wahren Meister der musikalischen Miniatur: vom tänzerisch-leichten Duettino über das geheimnisvolle Notturno bis hin zur brillanten Etüde und Momenten inniger Melancholie.

Ergänzt wird das Programm durch die neu entdeckten Vier Fugen für Klavier (1862), in denen sich Rheinbergers souveräne kontrapunktische Kunst eindrucksvoll zeigt.

Als krönender Abschluss erklingt die erstmals eingespielte Klavierskizze „Was sich der Wald erzählt“ (Waldmärchen) op. 8 in ihrer Manuskriptfassung – ein faszinierender Einblick in die Klangwelt eines nur fünfzehnjährigen Genies.

Alle Werke sind World Premiere Recordings. Mit Farbenreichtum, Klarheit und innigem Ausdruck öffnet Jürg Hanselmann den Zugang zu einem bislang kaum bekannten Pianouniversum Rheinbergers.


Philipp Schmidt – Charlotte! Adieu!

Das Album „Charlotte! Adieu!" vereint drei große Solowerke für Gitarre sowie mehrere Konzertstudien des spanischen Komponisten, Gitarristen und Pädagogen Fernando Sor (1778–1839). In den Metropolen Paris, London und Moskau tätig, leistete Sor im frühen 19. Jahrhundert einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Repertoires und der Spielweise der klassischen Gitarre, wie wir sie heute kennen.

Im Zentrum der Einspielung steht eine musikalische Widmung Sors an seine verstorbene Schülerin Charlotte Beslay. Über der Schlusskadenz des Marche Funèbre aus der Fantaisie Élégiaque – einem seiner letzten Werke – hat Sor die Widmung „Charlotte! Adieu!" eingefügt. Diese Worte des Abschieds sind Ausdruck seiner tiefen Trauer, zugleich aber auch Hommage und Erinnerung an das gemeinsame Musizieren.

Eingespielt auf einer originalen Petitjean, einer in Paris gefertigten romantischen Gitarre aus dem Jahr 1820, lässt der Gitarrist Philipp Schmidt Sors Musik in ihrer klanglichen Vielfalt, Wärme und poetischen Ausdruckskraft neu erstrahlen.