
* 15. Juni 1843 in Bergen, Norwegen
† 4. September 1907 in Bergen
Griegs Vorfahren stammten aus Schottland. Ersten Unterricht erhielt er bei
seiner Mutter, die eine hervorragende Pianistin war. Von 1858 bis 1862 studierte
er am Leipziger Konservatorium, u.a. Klavier bei Ignaz Moscheles und Komposition
bei Carl Reinecke. Diese Ausbildung fundierte sein Schaffen ohne dessen
Originalität zu beeinträchtigen. Sind die ersten Werke noch durch die Musik von
Robert Schumann, den Grieg sehr bewunderte, und von Niels Wilhelm Gade
beeinflusst, gelang es Grieg rasch, die Idee von Musikern wie Rikard Nordraak
oder Ole Bull aufzunehmen und die nordische Folklore in seine Musik zu
integrieren, ein Kompositionsstil, der Bordunquinten, scharf betonte
Tanzrhythmen, das Schwanken zwischen modalen und Dur/Moll-Tonarten mit
satztechnischen Errungenschaften der Spätromantik verschmilzt und der in seiner
Harmonik teilweise auf den Impressionismus vorausgreift. 1865 und 1870 unternahm
Grieg Reisen nach Italien, wo er mit Liszt zusammentraf. 1871 gründete Grieg in
Oslo den Musikverein, den er bis 1880 leitete. Bis zuletzt unternahm er
zahlreiche Konzertreisen durch viele europäische Länder, bei denen er sehr
erfolgreich als Pianist und Dirigent seine Musik vorstellte, die zahlreiche
Komponisten nach ihm bis hin zu Dmitrij Schostakowitsch und Béla Bartók
beeinflusste.
Quellen:
Bild: Edvard Grieg
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