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Mikhail Kollontay
Mikhail Kollontay wurde 1952 in Moskau geboren. Schon seit frühester Kindheit wusste er, dass er Komponist werden will, lernte deswegen verschiedene Instrumente – Klavier, Geige, Klarinette – und nahm Kompositionstunden. Nachdem er die Musikschule mit Hauptfach Klavier absolviert hatte, begann er sein Studium am Moskauer Tschaikovsky Konservatorium, wo er 1977 ein Diplom in Klavier und 1978 eines in Komposition erhielt. 1979 wurde Kollontay Mitglied der Union Sowjetische Komponisten und machte direkt im Anschluss seine Aspirantur (Masterbrief) am Moskauer Konservatorium, wo er dann Klavier unterrichtete.
Ein durchschlagender Erfolg waren die Aufführung und Einspielung seines Violakonzertes mit Juri Bashmet (Viola) und Vladimir Fedosejev als Dirigent, das ihm internationale Anerkennung brachte. Im Jahre 1981 bekam er für dieses Werk den Schostakowitsch Preis. Seither betrachtet man Kollontay als einen der bedeutendsten Russischen Komponisten der Gegenwart. Im Jahre 1981 gewann er als Pianist den ersten Preis beim renomiertesten nationalen Klavierwettbewerb. Sein Klavierkonzert (1985), gespielt vom Komponisten selbst und dirigiert von V. Fedosejev, sorgte für hohe Aufmerksamkeit sowohl beim Publikum als auch den Rezensenten.
1998 vollendete Kollontay ein monumentales Werk, die Oper „Die Tochter des Kapitäns“. Diese Oper nach Alexander Puschkins gleichnamigem Roman wurde ihm vom Bolschoi Theater anläßlich Puschkins 200. Geburtstag in Auftrag gegeben.
Kollontays Werke werden heute weltweit aufgeführt, zahlreiche Einspielungen - auch mit ihm als Pianist - liegen inzwischen vor. Im Jahre 2001 nahm er beim SWR die Werke von Mikhail Glinka auf.
Zurzeit arbeitet Mikhail Kollontay als Professor bei der Tainan Music University (Taiwan).
Die Sieben Romantischen Balladen ( "Romantische Balladen – Elena Kuschnerova Piano", ARS 38 484) wurden im Brahmshaus in Baden-Baden 1999 und in Moskau speziell für die Pianistin Elena Kuschnerova geschrieben.
