
* 25. Januar 1894 in Genf
† 30. Juni 1976 in Genf
Die in Genf geborene Komponistin und Cembalistin, die auch unter dem Pseudonym Jean Delysse veröffentlichte, studierte zunächst am Konservatorium Genf bei Otto Barblan und bei Ernest Bloch Komposition und bei Émile Jaques-Dalcroze Solfège. An der gleichen Institution wirkte sie bis zu ihrer Eheschließung 1926 als Pädagogin, danach übersiedelte sie nach Paris, wo sie sich fortan der Komposition widmete. Sie schrieb Orchesterwerke (so u.a. drei Klavierkonzerte), Cembalo- und Klavierstücke, Kammermusik und Chorwerke, womit sie eine der ersten Schweizer Komponistinnen war, die von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Die Musikerin spielte u.a. mehrere Klavierkonzerte Mozarts und Haydns sowie Cembalokompositionen von Jean-Henri d’Anglebert, Johann Christoph Friedrich Bach auf Schallplatte ein. Besondere Verdienste erwarb sich Marguerite Roesgen-Champion um die Renaissance des Cembalos und die Musik des 18. Jahrhunderts.