
* 6. Mai 1934 in Sandlack bei Bartenstein, Ostpreußen
Oskar Gottlieb Blarr wurde 1934 in Ostpreußen geboren. 1945 floh er nach Niedersachsen, wo er seinen ersten Orgelunterricht bei Wilhelm Adrian in Stade/Elbe erhielt. Es folgten ein Studium von Kirchenmusik und Schlagzeug in Hannover, Orgellehrer waren Werner Immelmann und Volker Gwinner, die erste Organistenstelle in Hannover-Waldhausen sowie drei Jahre Privatunterricht bei Gustav Sasse an der Marktkirche Hannover.
1961 zog Blarr nach Düsseldorf als Assistent von Prof. Gerhard Schwarz und Kirchenmusiker der Neanderkirche. Er studierte Komposition bei B. A. Zimmermann in Köln, K. Penderecki in Essen sowie Milko Kelemen und Günther Becker an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, belegte zwei Ferienkurse für neue Musik in Darmstadt und arbeitete mehrfach mit Olivier Messiaen zusammen.
Es folgten 1975 ein Studienaufenthalt in Bali, 1981-82 ein Sabbatical in Jerusalem, 1994 ein Rom-Stipendium und 2005 ein Jerusalem-Stipendium. Blarr erhielt den Deutschen Schallplattenpreis für „Bartok auf der Orgel“ und „Orgellandschaft Ostpreußen“.
Hauptwerke:
„Jesus Passion“ – Drei Oratorische Szenen
„Jesus Geburt“ – Die fünf Cantica von Lukas I und II (Weihnachtsoratorium)
„Wenn du auferstehst, wenn ich aufersteh“ Osteroratorium
„En Karem Concerto“ für Orchester. „En Karem Concerto“ für zwei Klaviere.
Drei Sinfonien (1. Janusz Korczak, 2. Jerusalem, 3. Zum ewigen Frieden)
Oper „Josef Süßkind Oppenheimer – genannt Jud Süß“.
Orgelkonzert „Kol ha neschamah“, Psalm 150 für Männerchor und großes Orchester; Thüringer Fassung mit kleinem Orchester.
Orgeltranskriptionen nach Mussorgski (Bilder einer Ausstellung), Strawinsky, Satie und Schumann („Waldszenen“)
Intavolierungen nach H. Schütz, J. Eccard und H. Albert.
Einrichtung und Komplettierung der „Kunst der Fuge“ von J. S. Bach für zwei Spieler.