
* 21. Dezember 1810 in Kassel
† 07. Dezember 1834 in Leipzig
Christian Ludwig/Louis ist der bekannteste Angehörige der Musikerfamilie Schuncke. Bereits im 10. Lebensjahre wurde er als Pianist bei seinen ersten Auftritten gefeiert. Mit Vater Gottfried und auch mit dem Bruder Ernst unternahm er Konzertreisen, u.a. nach Paris und Wien, die ihren Ruhm festigten. Nach Aufenthalten in Paris, wo er bei Anton Reicha Kontrapunkt studierte, und in Augsburg und Wien, kam er Ende 1833 nach Leipzig. Er wurde rasch Robert Schumanns engster Jugendfreund und in seinem Todesjahr 1834 zum Mitbegründer der "Neuen Zeitschrift für Musik", der ältesten noch heute bestehenden Musikzeitschrift. Als Dank für die Zueignung seiner "Grande Sonate" op. 3 ("dédiée à son ami R. Schumann"), seines bedeutendsten Klavierwerkes, widmete ihm Schumann wenige Monate später, im Mai 1834, seine hochvirtuose "Toccata" op. 7 ("dédiée à son ami Louis Schuncke"). "Das war ein Mensch, ein Künstler, ein Freund sonder Gleichen", schrieb Robert Schumann nach dem frühen Tode Ludwig Schunckes - er starb noch nicht 24jährig an Lungentuberkulose.
Text: Schunke Archiv e.V.
(Ausführliche Informationen zur Musikerfamilie im Schuncke Archiv e.V.,
unter www.schuncke-archiv.de )