
* 1941 in Stettin/Szczecin
Am 25.6.1941 in Szczecin/Stettin geboren, wuchs der Komponist Klaus Hinrich Stahmer in der Nähe Hamburgs auf und erhielt seinen ersten Instrumentalunterricht mit fünf Jahren im Elternhaus. Nach Musikstudien in England (Dartington College of Arts) und Deutschland (Musikhochschule Hamburg, Universitäten Hamburg und Kiel) übernahm er eine Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Würzburg. Dort baute er seit den siebziger Jahren das Festival "Tage der Neuen Musik" auf und übernahm wenig später das "Studio für Neue Musik". Als freier Mitarbeiter führender Musikzeitschriften (u.a. MELOS) und mehrerer Rundfunkanstalten arbeitete er auch journalistisch auf dem Gebiet der neuen Musik. Als Komponist zunächst im eher traditionellen Fahrwasser der Bartok- und Bergnachfolge anzutreffen, löste sich Stahmer 1972 durch Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern radikal von den Denkmodellen einer von Adorno geprägten Ästhetik und fand in multimedialen Projekten zu eigenständiger Schreibweise. Musikalische Grafik und Musik mit Klangskulpturen prägten seit Mitte der siebziger Jahre sein Schaffen, gefolgt von Bühnenwerken mit pazifistischem Appellcharakter wie beispielsweise "Singt, Vögel" und "Die Nashörner".
Text/Bild: www.khstahmer.de