
* 1960 in Fribourg
Die aus Fribourg gebürtige, vielseitige Musikerin (Komponistin, Dirigentin, Chorleiterin und Flötistin) studierte bei Jean Balissat Komposition und widmet sich seit 2000 hauptberuflich diesem Metier, das ihr zahlreiche Kompositionsaufträge verschafft. Mit dem 2001 als Auftragswerk des Divertimento Vocale Fribourg und Pro Helvetia entstandenen Oratorium Le livre de Job erreichte sie internationale Anerkennung. Anima Mea ist ein Auftragswerk des Lucerne Festival, das 2010 in diesem Rahmen uraufgeführt wurde. Charrières alle Gattungen unfassendes Schaffen ist vom Gedankengut der Postmoderne geprägt und baut stilistisch auf der musikalischen Sprache etwa eines Bela Bartók oder einer Sofia Gubaidulina auf, wobei das Streben nach Authentizität eine zentrale Position einnimmt. Zusammen mit Iris Szeghy zählt Charrière zu den meist aufgeführten Schweizer Komponistinnen.