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"Lieder der Deutschen Romantik – Denn es will Abend werden"

Komponist: Mendelssohn, Hensel, Becker, Hauptmann, Reger, Franz, Brahms, Reinecke, Vogel, Schumann, Wolf, Ludwig, Ecker, Silcher, Rheinberger

Interpret(en): amadeus-chor, Benedikt Haag, Nicol Matt

Aufnahme: 27.2.-1.3.2020

Qualität: DSD

EAN: 4260052385753

Bestell-Nr.: ARS 38 575

Spieldauer: 76:30

Veröffentlicht: 01.01.2021


In den letzten Jahren hat die Klimaveränderung viele Menschen aufgerüttelt. Ein neues Bewusstsein für die Natur und ihren Wert ist erwacht. Ihre Notwendigkeit für menschliches Überleben, ihre Verletzlichkeit und Gefährdung geraten in den Blick und bewegen nun auch sehr breite Bevölkerungsschichten. Ein neues Gespür für die innere Zusammengehörigkeit und die Abhängigkeit alles Lebendigen voneinander entsteht und lässt kurzsichtig verwertendes Nützlichkeitsdenken, partikulare Lust- und Gewinnorientierung und die zunehmende Verbreitung digitaler Parallelwelten fragwürdig erscheinen. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung verstärkt.

Zurückgeworfen auf die einfachen Fragen: Was ist wirklich wichtig, was zu schützen, was ist verlässlich und notwendig? – erhält die Epoche der Romantik überraschende Aktualität.

Die Lyrik der Romantik und ihre oft kongeniale Vertonung setzt sich ab von einer Verengung auf distanzierte Rationalität, sie will den Verstand weiten, Unbewusstes, Traumhaftes, Leidenschaften, Geheimnis einbeziehen. In den Gedichten und Liedern erstehen alte Burgen, weite Täler, bleiche Felder und immer wieder Wald, Vögel und rauschende Bäche, Mond und Sterne usw. Geweckte Erinnerungen an Bilder und Laute, Empfindungen korrespondieren mit Sehnsucht, Trauer, Hoffnung und Vertrauen. Falsches Eitles wird geschieden von Werthaftem. Der Einklang mit der Natur heilt, lehrt humane Werte und vermittelt eine transzendent verankerte Geborgenheit.

Um die Vielzahl der romantischen Liedliteratur einzugrenzen, kommt als zweites Thema das ‚Abendlied’ hinzu, inspiriert auch von der Tradition des Evensong. An der Schwelle zur Nacht wird der Tag bedacht, Klage, Dank und Lob und Gebet haben Raum. Im Übergang zum Schlaf, zum Traum vertrauen Menschen sich dem verborgenen Licht im Dunkel an. Und so laden die Kompositionen ein zu einer Art zweiten Naivität, zur Ruhe und Zuversicht in einem verlässlichen und wahrhaftigen Universum. Insofern bietet diese CD Musik zur richtigen Zeit.

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
1 Zum Abendsegen ** 1 : 52

Fanny Hensel (1805–1847)
2 Abendlich schon rauscht der Wald op. 3,5 ** 1 : 50

Albert Becker (1834–1899)
3 Bleibe, Abend will es werden op. 36,2 * 4 : 23

Moritz Hauptmann (1792–1868)
4 Wanderers Nachtlied op. 25,2 ** 2 : 12

Fanny Hensel
5 Hörst Du nicht die Bäume rauschen op. 3,1 ** 2 : 04

Max Reger (1873–1916)
6 Nachtlied op. 138,3 ** 3 : 01

Robert Franz (1815–1892)
7 Gute Nacht op. 49,5 * 1 : 29

Johannes Brahms (1833–1897)
8 Nachtwache I op. 104,1 ** 2 : 26

Johannes Brahms
9 Nachtwache II op. 104,2 ** 1 : 20

Carl Reinecke (1824–1910)
10 Abendlied op. 85,5 * 4 : 14

Felix Mendelssohn Bartholdy
11 Die Nachtigall op. 59,4 * 1 : 38

Moritz Vogel (1846–1922)
12 Abendlied * 3 : 23

Felix Mendelssohn Bartholdy
13 Abschied vom Walde op. 59,3 ** 4 : 16

Robert Schumann (1810–1956)
14 Gute Nacht op. 59,4 * 1 : 19

Hugo Wolf (1860–1903)
15 Einklang ** 2 : 07

Max Ludwig (1882–1945)
16 Nun ist der Tag geschieden * 4 : 29

Carl Ecker (1813–1879)
17 Stimmen der Nacht op. 4,3 ** 2 : 00

Johannes Brahms
18 Waldesnacht op. 62,3 ** 5 : 18

Max Reger
19 Der Mond ist aufgegangen * 2 : 38

Robert Schumann
20 An die Sterne op. 141,1 * 4 : 48

Friedrich Silcher (1789–1860)
21 Abendlied * 2 : 21

Josef Gabriel Rheinberger (1792–1868)
22 Abendlied op. 69,3 * 3 : 13

amadeus-chor
Benedikt Haag* & Nicol Matt**


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