Donka Angatschewa, piano – Dedication – Franz Liszt

Franz Liszt
Sonate für Klavier h-moll, S 178
Consolation No. 3, S 172
Annés de Pelerinage - Sonetto 104 del Petrarca, S 270
Venezia e Napoli, S 162 - Tarantella

Diese Liszt-Aufnahme widme ich einem ganz großen Menschen – einem Freund, einem Künstler, meinem Himmelskörper – Heinz Aeschlimann. Der Mann, der mich auf dem Weg nach oben gebracht hat, ohne den ich es nicht geschafft hätte. Ihm verdanke ich das, was ich jetzt bin: seit Anbeginn stand der große Wunsch von Heinz im Raum, dass ich einmal die „h-Moll Sonate von Franz Liszt – für ihn das Klavierwerk überhaupt – einstudiere und für ihn spielen würde – aus diesem grossen Wunsch ist nun diese CD geworden. Vor einigen Jahren hat mich nach einem Konzert in Wien der mir damals nicht bekannte Heinz Aeschlimann angesprochen und stellte mir die Frage, ob ich auch Franz Liszt spielen könne. Es war der Beginn einer magische Begegnung, der Beginn einer bis jetzt anhaltenden wunderbaren Freundschaft.

Mit seiner tiefen Beziehung und Liebe zum Klavier und zur Musik von Franz Liszt sowie mit seinem grossen Einsatz zur Förderung junger, talentierter Künstler hat er mir die Kraft gegeben, an mich zu glauben, an mir zu arbeiten und meine Träume zu verwirklichen. Mit seiner stets großzügigen Unterstützung, mit seinem Glauben an mein Können und seinem riesengroßen Herzen hat Heinz meine Weiterentwicklung so stark geprägt, dass ich eine andere, neue Dimension von Fähigkeiten in mir entwickelt habe. Mit art-st-urban haben Heinz Aeschlimann und seine Frau Gertrud die ideale Plattform geschaffen, um jungen und hochbegabten Künstlern wie mir Flügel zu verleihen. Ich habe grossen Respekt vor diesem Menschen! Donka Angatscheva


Romain Nosbaum, piano – Encores

Dieses Programm ist sehr ad libitum ausgewählt. Es sind äußerst verschiedene Stücke, von der barocken bis hin zur zeitgenössischen Epoche. Grundlegend für die Zusammenstellung war die Idee der Freiheit – und zwar in vielerlei Hinsicht: Wie der Titel Encores es bereits verrät, ist es die Zugabe, die dem Musiker die Freiheit gewährt, sein After-Programm zu gestalten. Diese Freiheit nehme ich mir auch bei der Wahl des Programms und der damit verbundenen Reise durch verschiedene Epochen der Musikgeschichte. Es sind allesamt kurze Stücke, die trotz ihrer Unterschiede die Gemeinsamkeit teilen, der Interpretation großen Freiraum zu lassen.

Eine ganz andere Form der Freiheit bieten die Kompositionen per se. So zeichnet sich eine Reihe der Werke durch ihre Referenz zur Natur aus, mit ihren programmatischen Titeln oder der musikalischen Darstellung von Naturereignissen. Des Weiteren findet sich das Moment der Freiheit in unterschiedlicher Ausprägung in der Kompositionsweise der Stücke. Manche wirken in ihrer Gestaltung geradezu wie Improvisationen, vermitteln ein freiheitliches Gefühl durch ihren Umgang mit den Harmonien oder gehen, im Fall der Transkriptionen, frei mit dem vorgegebenen Material um.

Nach meinem ersten Album mit den Integralwerken der bulgarischen Komponistin Albena Petrovic-Vratchanska ist Encores die zweite CD, die ich mit einem Label aufgenommen habe. Sie entsprang aus der gleichen Idee, der auch die Werke darauf zugrunde liegen – die Idee der Freiheit.