Stella Maris Basilea

Das Programm folgt dem Mysterium des christlichen Glaubens, welches die wichtigsten Stationen der Welt- und Menschengeschichte aus christlicher Sicht in ihrer Beziehung zu Gott spiegelt: Schöpfung, Sündenfall, Rettung, Verrat, Auferstehung. Dieses Mysterium wird im Kirchenjahr durch die Kirchenfeste und den täglichen Gottesdienst repräsentiert und immer wieder aufs Neue erlebt. Durch die Auswahl der Stücke soll das Licht des Ostens leuchten; nicht nur, weil die Musik aus dem katholischen und orthodoxen Osten kommt, sondern auch, weil diese so unterschiedlichen Klänge sich auf die zentrale Gestalt der Christenheit beziehen: „Osten ist sein Name“ erklingt in einem unserer Gesänge.

Violina Petrychenko - Klavier

Alexander Skrjabin & Viktor Kosenko

Einander gleich und doch verschieden. Zwei vielseitige und energische Musiker, die in einer schwierigen Epoche und einer schwierigen Wirklichkeit ihre ganz eigenen musikalischen Welten schufen. Skrjabin wurde in Moskau geboren, Kosenko in St. Petersburg. Als Sprosse aus russischem Adel kamen sie in den Genuss guter Bildung und zeigten schon in der Kindheit eine auffallende musikalische Begabung. Einer Familientradition folgend besuchten beide die Kadettenschule; doch keiner von ihnen fand in sich die Neigung, die Soldatenlaufbahn einzuschlagen. Es war die Musik, die beide unaufhaltsam anzog. Bei aller Verschiedenheit von Zeit und Lebensumständen hatten sie doch vieles gemeinsam: der Besuch von Konzerten bekannter Musiker, erste eigene Werke und die Begeisterung für die gleichen Vorbilder. Skrjabins Vorbild war Chopin. Kosenkos Vorbilder waren Chopin und Skrjabin.

Konzertraritäten aus dem Pleyel-Museum - Vol. 15

Ignaz Joseph Pleyel (1757–1831)

Streichquintett in f-Moll, 1786, Ben 277, Ersteinspielung
Streichquintett in B-Dur, 1789, Ben 278, Ersteinspielung
Streichquintett in G-Dur, 1789, Ben 279, Ersteinspielung

Diese Aufnahme entstand am 3. Mai 2013 in Pleyels Taufkirche/Ruppersthal. Leider hatten Pleyels Streichquintette die Musikforschung bisher kaum beschäftigt. Es gab nämlich bis vor kurzem weder einen Neudruck noch eine einzige gedruckte Partitur. Eine rühmliche Ausnahme ist die Internationale Ignaz Joseph Pleyel Gesellschaft (IPG), die im Rahmen der wissenschaftlichen Pleyel-Gesamtausgabe (PGA) sämtliche 17 Quintette (Ben 271 bis 287) ins Notenprogramm Sibelius 7 setzte, und somit Partitur und Stimmen für diese Werke schuf. Pleyel repräsentiert mit dieser Gattung neben Hoffmeister, Krommer und Anton Wranitzky die Wiener Traditionslinie. Streichquintette waren jedenfalls nicht eines jeden Meisters Sache. Pleyels Lehrer Joseph Haydn mied diese Gattung gänzlich und soll zu verstehen gegeben haben, weshalb er nie Quintette komponiert hätte, „dass er immer an vier Stimmen genug gehabt und sich in den Quartettstil so hineingeschrieben habe, dass er die fünfte Stimme nicht finden könne“. Hier war nun der einstige Schüler dem Altmeister voraus.