Florian Noack


Anfang September 2012 haben wir in der wunderschönen Immanuelskirche in Wuppertal mit Florian Noack am Steinway-Flügel unbekannte Klavierwerke aufgenommen: Mazurkas, Walzer und die Tarantella.

 

Bis vor Kurzem waren nur einige wenige Werke von Sergei Lyapunov, sozusagen nur die Spitze des Eisbergsseines Œuvre, bekannt, insbesondere seine Klavierstücke (rund 40 Werke) sowie drei oder vier Études transcendantes, vor allem die zehnte dieser 12 Etüden, die Lesginka, die Klaviervirtuosen Abwechslung von der unsterblichen Islamej Balakirews bietet. Aus Neugier haben sich seit geraumer Zeit allerdings einige Pianisten auf eine Expedition zur Erkundung einer mitreißenden und fesselnden Musik begeben, die sie all die Qualen, die sie ihnen abverlangen kann, durch ihre Qualität vergessen lässt. Und Musikliebhaber folgen ihnen auf dieser Reise, ganz überrascht, dass ihnen diese Schätze so lange verborgen geblieben sein konnten.

Schumann Quartett


Mit dem Preis "Taste the Best – Die Stars von morgen" möchte die Hochschule für Musik und Tanz Köln einer Auswahl ihrer besten Studierenden eine "CD-Visitenkarte" für ihren Karrierestart an die Hand geben.

 

In Zusammenarbeit mit WDR3, ARS Produktion und den Förderern der Hochschule für Musik und Tanz Köln e.V. soll den Preisträgern (Schumann-Quartett für das Jahr 2012) damit der Einstieg in den für ihre berufliche Zukunft relevanten Markt erleichtert werden.

Matthias Rácz - Bassoon Concertos


Die großen Kernstücke der Fagottliteratur zwischen 1770 und 1830 sind hier allesamt in einer Aufnahme vereinigt.

 

Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Fagott und Orchester B-Dur KV 191
Johann Nepomuk Hummel: Konzert für Fagott und Orchester F-dur
Carl Maria von Weber: Konzert für Fagott und Orchester F-dur op. 75
Andante und Rondo Ungarese für Fagott und Orchester op. 35

Es musizieren Matthias Rácz, Fagott, die Nordwestdeutsche Philharmonie, Johannes Klumpp, Dirigent

Mariko Hara – Fantasie


Mit einem klassischen Repertoire-Querschnitt stellt sich die junge japanische Bratschistin dem internationalen Klassik-Publikum auf ihrer ersten SACD-Produktion vor, mit Werken von Schumann, Brahms und Hindemith.

 

Am Klavier wird sie von ihrem Landsmann Ryoji Ariyoshi begleitet.

Zakhar Bron Chamber - Impressions


Das Bron Chamber Orchestra, gegründet von Zakhar Bron, feierte sein Debut beim renommierten St. Moritz-Festival in 2008.

 

Zakhar Brons Vision ist es, seine besten Schüler sowie hervorragende Instrumentalisten von anderen Klassen und Musikhochschulen wie z. B. Köln, Zürich und Madrid in einem Kammerorchester zu vereinigen. Dieses Konzept wurde mit großem Beifall vom Publikum und Kritikern empfangen. Das Bron Kammerorchester gibt Spitzenmusikern die einzigartige Möglichkeit, sich sowohl als Orchestermusiker als auch as Solisten zu etablieren. Das junge Orchester hat in berühmten Konzerthallen und bei Musikfestivals wie der Tonhalle Zürich, Interlaken Classics, Mailands Verdi-Halle und vielen anderen gastiert.

Zakhar Brons Studenten Mone Hattori, Soyoung Yoon und Alexander Gilman sowie seine ehemaligen Studenten Vadim Repin und Maxim Verngerov, selbst weltberühmte Violinisten, sind häufig zu Gast.

Camille Saint-Saëns - Le Déluge


Die Idee des Komponisten war es, eine Art von Oratorium über die Sintflut zu entwickeln. Das Libretto zu Le Déluge folgt der biblischen Sintflut-Erzählung aus den Kapiteln 6 bis 9 der Genesis (1. Buch Mose).

 

Der Figuralchor der Gedächtniskirche Stuttgart, vier Gesangssolisten und die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter der Leitung von Alexander Burda bannen dieses großartige Werk auf SACD.

Uta Pape – Walther, Westhoff, Bach


In der vorliegenden Einspielung werden die Komponisten Johann Jacob Walther (1650-1717) und Johann Paul von Westhoff (1656-1705) als Vorläufer Johann Sebastian Bachs (1685-1750) in einen Kontext gebracht.

 

Uta Pape (Barockvioline), begleitet von Klaus Mader (Theorbe), Olaf Reimers (Barockvioloncello) und Wolf-Eckart Dietrich (Cembalo), lässt Höhepunkte der violintechnischen Entwicklung, die in der Musik Johann Sebastian Bachs gipfelt, hörbar werden.

Johann Jacob Walther - oft als "der größte deutsche Violinist des 17. Jahrhunderts" oder "Paganini" dieser Zeit bezeichnet - vereint in seinen Kompositionen nicht nur viele bisherige technische Besonderheiten, sondern schafft darüber hinaus eine unglaubliche Erweiterung und Steigerung der bisher bekannten Virtuosität, die bis zur Ära Johann Sebastian Bachs von keinem anderen Komponisten oder Violinvirtuosen übertroffen wird.

Seit dem Jahre 1674 gehören Johann Jacob Walther und Johann Paul von Westhoff der Dresdner Hofkapelle an. 1680 trennen sich ihre Wege - Walther folgt einer Stelle als italienischer Sekretär an den kurfürstlichen Hof in Mainz, und von Westhoff geht 1698 nach mehreren Auslandsaufenthalten als "Violinista und Kammersekretarius" an den Hof von Weimar.

Dort hielt sich auch Johann Sebastian Bach 1703 vorübergehend auf. Die von Johann Paul von Westhoff komponierten Solosuiten aus dem Jahre 1696 gelten als die einzigen in dieser Besetzung, die vor Johann Sebastian Bach geschrieben wurden und leisten darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zum polyphonen Violinspiel in Deutschland vor Bach.

Mit Sicherheit kannte Bach die Werke Johann Jacob Walthers und die Johann Paul von Westhoffs, und mit großer Wahrscheinlichkeit ließ er sich auch von der Violintechnik, die beide Komponisten im 17. Jahrhundert entscheidend weiterentwickelten, beeinflussen und inspirieren.


Roberto Paternostro und das Israel Chamber Orchestra wurden für ihr Bayreuth-Konzert mit dem Sonderpreis der Jury des ECHO Klassik 2012 ausgezeichnet.

Danae Dörken - Leoš Janáček


Was Leoš Janáčeks Klaviermusik neben allen ihren Besonderheiten für mich so reizvoll macht, ist, dass er das Klavier als ein Instrument gesehen hat, dem er durch seine Kompositionen in Zeiten,die ihn bewegten, seine innersten Konflikte und Bekenntnisse anvertrauen konnte.

 

Als ich zum ersten Mal mit diesen Stücken in Berührung kam, habe ich gleich darin ein Abbild seiner Seele gespürt – völlig direkt und unverfälscht. Ich finde es unglaublich spannend, zu versuchen, diese schlagartigen Wechsel aus immer wiederkehrenden Momenten der Ruhe und des Glücks und Einwürfen, die fast schon an Wahnsinn erinnern, genauso unmittelbar darzustellen, wie sie von ihm komponiert wurden.

Ich bin zutiefst dankbar, dass mich mein ehemaliger Lehrer Karl-Heinz Kämmerling an die Klaviermusik von Leoš Janáček herangeführt hat und mir damit die Möglichkeit gegeben hat, in diese eigenartig geniale Welt einzudringen. Ihm ist diese Aufnahme gewidmet.

Vestard Shimkus – Wagner Idyll


Seit ich zum ersten Mal Wagners „Fliegenden Holländer“ neunjährig und mit Herzklopfen in Riga – meiner Heimatstadt, die einst auch Wagner beherbergte - hörte, habe ich oftmals die Sänger, Orchestermusiker und Dirigenten um ihr scheinbar exklusives Privileg beneidet, ...

 

Wagners außerordentliche Musik zur Aufführung bringen zu dürfen. Heute jedoch bin ich Annette und Manfred Schumacher von „ARS Produktion“ sehr dankbar für ihre leidenschaftliche Unterstützung während des Aufnahmeprozesses und für ihr großes Wissen im Umgang mit Wagners Musik, aber auch dafür, daß sie mich mit der relativ unbekannten Welt von Wagners Klaviermusik vertraut gemacht haben, die tatsächlich einige in Vergessenheit geratene Schätze beinhaltet. Eines dieser Kostbarkeiten – die monumentale „Fantasia WWV 22“ mit ihren unzäh- ligen opernhaften Rezitativen und langen „gesungenen“ Themen – bestätigt, daß Wagner stets ein Opern- komponist blieb, selbst wenn er für das Klavier komponierte – und das Klavier zum Singen zu bringen ist eine Herausforderung für jeden Pianisten. Die „Fantasia” nimmt beinahe die Hälfte der SACD in Anspruch; sie ist begleitet von drei Transkriptionen von Meisterwerken Wagners welche verdeutlichen, warum er als „Brücke“ zwischen dem klassischen Romantizismus und der Musik des zwanzigsten Jahrhunderts gilt: Das „Spinnerlied” und die „Fantasia” sind vom musikalischen Stil her eindeutig an Schubert und Mendelssohn orientiert, während „Isoldes Liebestod” und das „Siegfried-Idyll” mehr an Skrjabin oder Schoenberg erinnern. Die hier eingespielte Transkription von „Isoldes Liebestod” wurde von mir selbst eigens für diese Aufnahme geschrieben. Ich hörte mir dafür wieder und wieder eine Orchesteraufnahme der Opernszene an und ließ mich solange von den Besonderheiten der Orchestrierung inspirieren bis ich genau wußte, wie ich sie am Besten auf die fantastischen Möglichkeiten des heutigen Konzertflügels umsetzen konnte. Die Musik auf dieser Aufnahme hat einen überwiegend idyllischen Charakter, was auch die Aufnahme in Wuppertal beeinflußte – alles verlief dermaßen flüssig und reibungslos, daß wir kaum Schnitte im Auf- nahmematerial vornehmen mußten. Es war in der Tat der idyllischste Aufnahmeprozess, den ich bisher erfahren durfte.

Cellokonzerte - Éduard Lalo & Darius Milhaud


Als Kulturbotschafterin ist es Nadège Rochat ein großes Anliegen, in Anklang an ihre eigenen französischen Wurzeln die Musik Frankreichs des 19./20. Jahrhunderts wiederaufleben zu lassen.

 

Einer der Komponisten ist Darius Milhaud, der in Nadège Rochats Geburtsstadt Genf gelebt und komponiert hat Mit dem Cello-Konzert und der Symphonie des in in Frankreich geborenen Éduoard Lalo wird der Wandel der Pariser Gesellschaft während Jahrhundertwende vom 19. ins 20 Jahrhundert dokumentiert und erzählt.

„Diese Musik enthält melancholische Momente und Sehnsuchtsgedanken, sowie fröhliche, tänzerische Momente, die wieder die Leichtigkeit des damaligen Lebens in den Vordergrund bringen sollen“ -Nadége Rochat

Nadège Rochats Kindheitstraum eines Tages in der Rolle der Carmen in der gleichnamigen Oper von Bizet auftreten zu können, schien aufgrund der gleichermaßen großen Leidenschaft für das Cellospiel für eine Weile unerfüllt.

Ihre Begeisterung für die Welt des Theaters und die spanische Folklore blieb jedoch unvermindert und als sie mit 13 Jahren zum ersten Mal mit dem Cellokonzert von Edouard Lalo, das ungefähr zur gleichen Zeit wie die Oper Carmen der Öffentlichkeit präsentiert wurde, in Berührung kam, war sie sofort von der musikalischen Parallele zu Carmens Theatralik im spanischen Stil inspiriert, die sie doch als junges Mädchen schon in den Bann gezogen hatte.

Erst viele Jahre später hörte Nadège Rochat durch Zufall das erste Cellokonzert von Darius Milhaud und staunte über die vielen Facetten dieses Werkes. Obwohl dieses Werk populäre Klangelemente von Freude, Emotionalität und sogar Kabarett ent- hielt, war es doch den meisten unbekannt. Nadège Rochat nahm dies zum Anlass, dieses großartige Werk von Darius Milhaud für ihre Debüt-CD einzuspielen und es einem breiterem Publikum zu präsentieren.

Konzert-Raritäten aus dem Pleyel-Museum


Mit einer Hörbuch-Einspielung begann die Zusammenarbeit zwischen ARS Produktion und der in Österreich ansässigen Internationalen Ignaz Joseph Pleyel Gesellschaft in 2007.

 

Seit dieser Zeit wurden viele Ersteinspielungen und Raritäten veröffentlich - Das gesamte Notenmaterial entstammt aus dem Pleyel-Museum in Ruppersthal in Österreich. Jetzt im Jahr 2013 erscheint die 13. CD aus der gemeinsamen Kooperation.

Mehr Informationen über die Pleyel-Gesellschaft auf www.pleyel.at