Die CD „Northern Lights“ mit Kathrin ten Hagen, Violine, Itamar Ringel, Viola und dem Folkwang Kammerorchester unter der Leitung von Johannes Klumpp verbindet nordische Werke von Bull, Vasks, Atterberg, Eliasson und Sibelius.

Ole Bull war ein sehr berühmter und beliebter norwegischer Geiger und Komponist, und seine Melodie "Sur la montagne" ist genauso zeitlos und weit wie die Einsamkeit und Schönheit auf den hohen Bergen und zwischen den weiten Fjorden Norwegens.

Peteris Vasks zeigt in seinem Werk "Vox amoris" die Kraft der Liebe und zugleich die große Gesanglichkeit, Menschlichkeit und Intensität der Violine im Zusammenspiel mit Streichorchester. Der große Bogen beginnt geheimnisvoll in der Ferne und steigert sich zu Solokadenzen voller Intensität und Leidenschaft.

Die Suite op 19, 1 für Violine, Viola und Streichorchester von Kurt Atterberg mit den drei fantasievollen Sätzen Prelude, Pantomim und Vision lebt von folkloristischen und tänzerischen Elementen, die die Verbindung zur im März erschienenen CD „Eastern Impressions“ herstellen.

Das zweite große Konzert der CD, Eliassons Violinkonzert 1992, steht in starkem Kontrast zu "Vox amoris". Dessen weiten Melodiebögen stehen hier starke, vitale und z.T. schneidende Rhythmen gegenüber und formen den gewaltigen, stellenweise beängstigenden Gesamteindruck des Werkes.

Sibelius‘ Suite am Ende der CD greift mit den Sätzen "Country Scenery", "Evening in Spring" und "In the Summer" den Faden der engen Verbindung von Natur und Musik wieder auf, vor das innere Auge treten hier wunderbare Landschaftsbilder. Zudem sprüht das Werk vor Virtuosität und Lebensfreude.

In ihrem Projekt "La Vida Breve" (Das kurze Leben) bringen Nadège Rochat und Rafael Aguirre die feurigen, rauen und doch subtil melodiösen Klangnuancen der Gitarre mit der romantischen Stimme des Cellos zur Symbiose und verzaubern ihre Zuhörer mit einer besonderen Darbietung junger, leidenschaftlicher Rhythmen spanischen und lateinamerikanischen Musik. Mit Stücken von Piazzolla, de Falla, Granados, Cassado, Assad und Gardel, widmen sich diese beiden jungen Künstler - noch in den Zwanzigern - den klassischen Komponisten lateinamerikanischer Musik undschaffen doch eine Atmosphäre, die Zuhörer in das Reich der Leidenschaft, den Geist ihrer lateinischen Wurzeln, zu nehmen.

Die beiden Musiker konnten mit diesem Projekt bereits Erfolge in Konzertsälen, wie der Carnegie Hall in New York, dem Wiener Konzerthaus und dem Münchner Gasteig feiern.

John Dowland gibt mit seinen eigenen Worten die schönste Vorlage und den anspruchsvollen Auftrag: speaking harmony. Darunter verstehen der Tenor David Munderloh und der Lautenist Julian Behr die Suche nach der Essenz im Gesungenen und der Verschmelzung der Stimme mit dem "musikalischsten Instrument, der Laute". Musik will und muß sprechen, und Dowlands Musik möchte dafür unendlich viele Schattierungen. David Munderloh kommuniziert unentwegt, weckt zusammen mit Julian Behr die süße Liebe, irrt mit ihm ziellos in der Dunkelheit umher und sucht mit ihm den schweren Schlaf des Todes.