Stefan Tarara, Lora Vakova-Tarara – Childhood Impressions

Das allgemeine Thema der SACD ist „Impressions from Childhood“, Kindheitserinnerungen. Die ersten beiden Sonaten hat Enescu in sehr jungen Jahren geschrieben, man kann sie deutlich als seine Anfänge der Komposition bezeichnen. Dazu stehen seine „Impressions d’Enfance“ als dritte Sonate im Kontrast, welches aber einen harmonischen Bogen über die ganze Aufnahme spannt.


Fukio Ensemble – Taste the Best vol. 3

Fukio Ensemble – Volume 3 der Serie ‚Taste The Best ∙ Die Stars von Morgen’ präsentiert sich hier das Fukio Ensemble in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln, dem Verein der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik und Tanz Köln und dem WDR.


Werner von Schnitzler, Consmin Boeru – From My Homeland

Aus der Heimat – „Dieses Ziel bestand darin, zu beweisen, daß wir Tschechen nicht nur ausübende Musikanten sind […], sondern auch mit schöpferischer Kraft bedacht wurden und sogar unsere eigene und besondere Musik haben.“ (aus einem Brief Smetanas an einen ehemaligen Mitschüler vom 17.1.1880)

Das Bedürfnis nach Heimat und ihre Thematisierung in der Musik können sozial-psychologisch als Reaktion auf ihren Verlust aufgefasst werden. Beides fällt mit den nationalistischen Tendenzen und nationalstaatlichen Bestrebungen im Europa des 19. Jahrhundert zusammen. „Heimat“ ist historisch demnach zugleich ihre gesellschafts-diagnostische Problematisierung und politisches Programm, und statt idealisierter Vergangenheit eine meist in die Zukunft gerichtete, verklärende bis ideologische Konstruktion. Die Idee von Heimat möchte – als romantische Erfindung – eine verloren gegangene Idylle und ihre Traditionsbestände vereinheitlichen, die seit Beginn von industriegesellschaftlichen Modernisierungsprozessen im ausgehenden 18. Jahrhundert auseinanderbrachen. Demnach bündeln sich in ihrem Begriff die Bewertung persönlicher Erfahrungen als Unbehagen, normative Gesellschaftsdiagnosen und ästhetisierende Naturerfahrungen mit stärker oder weniger stark ausgeprägten nationalistischen Aspekten.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts kann in Tschechien eine „tschechisch nationale Wiedergeburt“ per Konstruktion nationaler Identität über kollektive Werte und Kulturgüter ausgemacht werden. Diese findet ihre Realisierung ebenso in der Propagierung der tschechischen Sprache, der Rückbesinnung auf eine Identität stiftende, spezifisch tschechische Geschichte, das Sammeln nationaler Mythen, Volkspoesie und Liedern. War genuin „tschechische“ Musik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch auf einzelne populäre Gattungen wie Lieder, Chormusik oder Klaviermusik beschränkt, entstanden mit den patriotisch gestimmten Komponistengenerationen der zweiten Hälfte auch größer besetzte, kunstmusikspezifisch konnotierte „Heimatmusiken“.


Duo Bergmann – American Stories for two pianos

Das Duo Bergmann – Elizabeth und Marcel Bergmann – spielt an zwei Klavieren Arrangements, die Marcel Bergmann im Laufe vieler Jahre für das Klavierduo geschrieben hat. Diese Produktion ist das Resultat eines kontinuierlich sich entwickelnden persönlichen und musikalischen Dialoges und spiegelt zugleich die Leidenschaft für Jazz und Improvisation. Während seine Arrangements von Bernstein und Piazzolla, sowie Pat Methenys Hermitage in quasi traditioneller Weise durchkomponiert sind, gibt es in den übrigen Stücken Spielräume für Improvisation: von den Flamenco-inspirierten Einwürfen zu Beginn von La Fiesta bis zu diversen Soli in Spain, Eighteen und Infância.